Die Mozilla-Entwicklergemeinde kann sich rühmen, das derzeit beste unter den quelloffenen Mail-Programmen zur Verfügung zu stellen. Thunderbird
(für Windows auch als Thunderbird Portable
erhältlich) ist in der aktuellen Version ausgereift und erweist sich im täglichen Gebrauch als überaus stabiles Arbeitstier. Die Software bietet bereits in der Grundausstattung einen enormen Funktionsumfang und schlägt nicht nur in diesem Punkt die Windows und Mac OS X beiliegenden Mail-Bordmittel um Längen.
Der Installations-Assistent von Thunderbird fragt alle Informationen ab, die zum erfolgreichen Erstkontakt mit dem Mail-Account erforderlich sind. Parathalten sollte man mindestens die Nutzer-ID, das Kennwort und den POP- oder IMAP-Hostnamen. Bei der ersten Passworteingabe schlägt der Mailer vor, das Passwort zu speichern. Vorsicht: Er speichert die eingegebene Phrase im Klartext, das Kennwort ist also für jeden Nutzer des Rechners einsehbar (Extras/Einstellungen/Datenschutz). Per Masterpasswort lässt sich die Nutzung von Thunderbird selbst zusätzlich mit einem Passwort schützen.
Nicht immer ganz schlüssig unterteilt Thunderbird seine Optionenvielfalt in Einstellungen, die global gelten und solche, die pro Konto aktivierbar sind. Wer etwa anders als voreingestellt keine HTML-, sondern reine Text-Nachrichten verschicken möchte, muss dies separat im Untermenü "Verfassen & Adressieren" für jedes angelegte Konto ändern. Weitere Formatierungsoptionen für HTML wiederum findet man in den globalen "Einstellungen" unter "Verfassen".
Den Konten zugehörig sind nur Parameter für den jeweiligen Posteingang, so beispielsweise der Servername. Informationen zum Postausgang, also dem SMTP-Gateway, speichert Thunderbird Konto-unabhängig, aber in der Konten-Ansicht. Hier lassen sich beliebig viele SMTP-Server angeben. Der zuerst angelegte gilt als Default. Möchte man mit einem zweiten Konto also auch einen anderen SMTP-Server nutzen, muss man dies in der zum Konto gehörigen Server-Einstellung manuell ändern. (hob)
