OpenVPN richtet einen virtuellen VPN-Adapter ein, sodass die Installation und der Betrieb Administratorrechte benötigen. Etwas schwieriger verläuft die Installation unter der 64-Bit-Version von Vista, das nach signierten Treibern verlangt. Abhilfe schafft hier das Drücken der Taste F8 während des Bootvorgangs, die das Betriebssystem in den Debug-Modus versetzt, der auch nicht signierte Treiber akzeptiert.
OpenVPN authentifiziert Clients auch über Passwörter, doch gelten Zertifikate für eine dauerhafte Einrichtung als sicherer. Das erzeugte Zertifikat verteilt man auf die Clients, die sich damit beim Server ausweisen. (rek)
Wechseln die VPN-Partner oft, weil man beispielsweise mit verschiedenen Freunden Spiele zockt oder Bekannten bei Computer-Problemen aushilft, ist ein dauerhaftes VPN zu groß und unhandlich. Ad-hoc-VPNs erleichtern die sichere Verbindung mehrerer Rechner über das Internet, denn sie authentifizieren Benutzer über einfachere Verfahren: Wippien
ahmt unter Windows einen Instant-Messenger nach, der VPN-Benutzer über Jabber-Accounts ausweist. Die Zugänge lassen sich mit Wippien auf beliebigen Jabber-Servern anlegen. Sollen Freunde am Wippien-VPN teilnehmen, fügt man deren Jabber-Kennungen zur eigenen Buddy-Liste hinzu. Nach dem Verbindungsaufbau zeigt das Programm neben dem Buddy-Icon meist in der Form 5.0.XXX.XXX eine IP-Adresse, über die sich die Windows-Freigaben, Remote-Desktop-Verbindungen, VNC-Dienste oder Webserver auf dem Rechner eines Wippien-Freunds aufrufen lassen. Komfortabler klappt der Zugriff über das Wippien-Kontextmenü, das Ultra-VNC-Sitzungen und Windows-Freigaben für jeden angemeldeten Wippien-Buddy aufruft. Menüeinträge für andere Dienste lassen sich per Editor hinzufügen.
Wippien vermittelt die VPN-Verbindung zwischen den Teilnehmern über einen Mediator-Server. Steht ein eigener Webserver samt Datenbank im Internet bereit, kann man den Mediator auch selbst betreiben. Passende Programme in PHP, C und VB6 finden sich auf der Projekt-Website. (rek)
