VPN und VNC
Das kostenlose Tool zum Aufsetzen eines Virtual Private Networks, Hamachi
, erfreut sich insbesondere bei Online-Spielern zunehmender Beliebtheit. Das reizvolle daran: Hamachi bohrt sich durch NAT-Router und Firewalls und simuliert vollständig ein LAN über Internet. Deshalb funktionieren auch Spiele online, die eigentlich für LANs konzipiert sind und insbesondere an NAT-Routern scheitern, beispielsweise das beliebte Command & Conquer. Anders als übliche Software zum Aufbau von Virtual Private Networks kommt Hamachi ohne mühsame Server-Einrichtung und -Verwaltung aus. Leider kann man anders als unter Windows gesicherte Verbindungen über das ungesicherte öffentliche Internet nicht mitwenigen Mausklicks, sondern nur über die Kommandozeile – und unter Leopard noch gar nicht – einrichten. Hamachi arbeitet mit einem zentralen Server-System, das den Clients die Verbindungen zueinander vermittelt. Und weil diese Server ausschließlich der Hersteller verwaltet und er infolgedessen auf die Schlüssel der Peers zugreifen kann, setzt das Konzept viel Vertrauen in den Anbieter voraus. (ea) / (rek)
Mac-User können mit Hilfe von Vine
(früher OSXvnc) ohne großen Aufwand einen VNC-Server (Virtual Network Computing zum Fernsteuern anderer Rechner) aufsetzen. Die Software zeichnet sich durch einen übersichtlichen Konfigurationsdialog aus, lediglich wenige Angaben, etwa zum einzusetzenden Port oder der Eingrenzung auf ausschließlich lokale Verbindungen, sind nötig. Die Log-Datei gewährt Einblick in Verbindungsversuche und etwaige Betriebsprobleme. (Tobias Engler/se)
Microsoft liefert mit der Remote-Desktop-Verbindung zwar ein Programm, um vom Mac aus Windows fernzusteuern, doch wird es eher lieblos gepflegt und lässt so Raum für Alternativen. Craig Dooley und Dorian Johnson, die Autoren von CoRD
, haben aufbauend auf freien Implementierungen des Remote Desktop Protocol (RDP) ein Terminalprogramm für Microsofts Terminal-Dienste beziehungsweise den Remote Desktop geschaffen. Es gleich vor allem einen Makel des von Microsoft kostenlos bereitgestellten Programms "Remotedesktop-Verbindung" (RDV) aus: CoRD kann mehrere Sessions gleichzeitig betreiben und liegt anders als Microsofts letztmalig 2004 aktualisierte Version 1.0.3 als FAT-Binary sowohl für PowerPC als auch x86 bereit.Microsofts RDV hat allerdings mehr Funktionen zu bieten: Es vermag lokale Ressourcen in eine Terminal-Sitzung einzubeziehen, etwa den Sound lokal vom Mac auszugeben und lokale Laufwerke sowie den Drucker zu nutzen. Hier muss CoRD passen. Die Entwickler arbeiten aber an solchen Fähigkeiten. Auch Vista steht noch auf der To-do-Liste der Entwickler. Damit sind sie in guter Gesellschaft: Selbst Microsofts RDV patzt immer mal wieder beim Versuch, auf den Desktop der neuen Windows-Variante zuzugreifen. CoRD speichert die Details einzelner Sitzungen, auf Wunsch sogar inklusive Passwort, kann gezielt auf die System-Console eines Servers verbinden und rechnet den Desktop klein, wenn er nicht auf den Bildschirm des steuernden Systems passt. Die Software ist dann klasse, wenn man immer mal wieder vom Mac auf verschiedene Windows-Server oder ältere Clients unter Windows zuzugreifen hat und das nach Möglichkeit gleichzeitig tun möchte. (ps)
