Der Bildeditor PhotoLine
kann ein ausgewachsenes Farbmanagement mit CMYK- und 16-Bit-Unterstützung aufweisen. Mit Ebenen und nichtdestruktiven Ebeneneffekten sowie einem Makro-Recorder und der Unterstützung Photoshop-kompatibler Plug-ins beweist die Shareware, die sich auch unregistriert benutzen lässt, ihren professionellen Anspruch. Erwähnenswert sind die Textfunktionen, die hinter Buchstaben ein Foto hervorscheinen oder sie an Bezier-Kurven entlangfließen lassen. Außerdem bietet PhotoLine Tools zum Erstellen von Buttons inklusive Rollover-Effekt für die Webseite und druckt Poster oder Etiketten. (akr)
Die Bildbearbeitungs-Suite Gimp
, ebenfalls ein Linux-Spross, kann es inzwischen im Umfang mit kommerziellen Profi-Tools wie Adobe Photoshop aufnehmen. Die aktuelle Version enthält das lang erwartete Farbmanagementsystem, mit dem sich über ICC-Dateien Arbeitsfarbraum sowie Monitor- und Druckerprofile festlegen und nach verschiedenen Rendering Intents umrechnen lassen. Beim Öffnen von Dateien fragt Gimp nach, ob es eingebettete ICC-Profile interpretieren oder verwerfen soll. Menü-Einträge wie ScriptFu und PythonFu finden sich nun unter den Filtern. Per Tabulator-Taste blendet Gimp alle Paletten aus. Fotografen können sich über Werkzeuge zum Korrigieren roter Augen, von Vignettierung und perspektivischer Verzerrung freuen. Objekte sollen sich nach grober Markierung halbautomatisch freistellen lassen. Eine bestehende Rechteckauswahl kann der Nutzer mit Anfassern ändern, ohne das Transformieren-Werkzeug bemühen zu müssen. Das Textwerkzeug zeigt Schrift bereits während der Eingabe an und lässt sie auf Wunsch an Pfaden entlanglaufen. Außerdem soll Gimp Photoshop-Dateien inklusive Ebenenmasken lesen, Photoshop-Werkzeugspitzen laden und EXIF-Informationen problemlos in JPEG-Dateien schreiben können. (akr)
Plug-ins
Über 30 mehr oder weniger nützliche Effekte vereint die Plug-in-Sammlung Freebies
für Photoshop und kompatible. Die Palette reicht von Falschfarben zu psychedelischen Verfremdungen über Graufilter bis zu Schwarzweiß-Pixelgrafiken. Die Filter kommen mit einer Ausnahme ohne Einstellungsoptionen und Vorschau aus; das Resultat sieht man also erst im Nachhinein. Daher sollte man vor dem Anwenden eines Effekts die Ursprungsdaten auf einer weiteren Ebene sichern. (db)
