Die Mac-Gemeinde hat den Mozilla-Abkömmling Camino
längst als Alternative zu Safari akzeptiert. Wie der große Bruder Firefox vertraut Camino beim Rendering auf Gecko. Während Firefox am Mac allerdings etwas behäbig wirkt, braust Camino mit Vollgas los. Werbeblöcke werden auf Wunsch gar nicht erst angezeigt; die Cookie-Verwaltung glänzt nicht nur durch flexible Annahmeregeln, sondern auch durch eine hilfreiche Suchfunktion. Mehrere Lesezeichen können in Ordnern zusammengefasst werden, um sich so mit einem einzigen Klick auf einzelne Tabs verteilt öffnen zu lassen. (Thomas Hartfeld/ad)
Wer sich als rechtschaffener Bürger Sorgen macht, dass seine Surf-Exkursionen nicht ganz so privat sein könnten, wie gemeinhin angenommen, der kann JAP
einsetzen. Der Client, der im Browser als Proxy eingetragen wird, leitet sämtliche Web-Verbindungen verschlüsselt an ein ausgeklügeltes Anonymisierungssystem weiter. Die Rekonstruktion individueller Nutzerdaten wird dadurch nahezu unmöglich, immer vorausgesetzt, es nehmen ausreichend viele Teilnehmer den Dienst zur selben Zeit in Anspruch. Der Nachteil: Das Surfen wird spürbar langsamer. (Tobias Engler/ad)
Mailen
Kaum ein anderes E-Mail-Programm zeigt sich den verschiedensten Anforderungsprofilen so gut gewachsen wie Thunderbird
– und das zum Nulltarif. Egal ob POP oder IMAP, per Wählverbindung oder Standleitung – Thunderbird holt aus jeder Situation das Beste heraus und überzeugt zumindest E-Mail-Profis, die mit großen Mengen hantieren, von seinen Vorzügen gegenüber dem bei Mac OS X eingebauten Apple Mail. Thunderbird 2.0 wartet mit einer sanft erneuerten Oberfläche auf. Außerdem bietet sie neue Funktionen, die den Nutzer große Mail-Bestände leichter verwalten lässt. Der ohnehin schon große Umfang lässt sich durch Add-ons noch erweitern, etwa um eine deutsche Rechtschreibkontrolle. (hob)
Mulberrys
Umgang mit IMAP-Servern ist vorbildlich. Es lässt den Nutzer beispielsweise Zugriffsrechte auf IMAP-Mailboxen verwalten oder Filterregeln in der Sprache SIEVE an den Server übergeben. Der Client hört bei Bedarf fast vollständig auf Tastatur-Hotkeys und bietet viele weitere Features, die ihn für Mail-Profis zum Werkzeug der Wahl werden lassen. Die Autoren von Mulberry stellen den Mail-Client inzwischen unter einer Open-Source-Lizenz (Apache 2) zur Verfügung. (hob)
