Astronomie
Den Saturn mit Lichtgeschwindigkeit anzufliegen, entpuppt sich schnell als langweilig, denn es dauert eine Dreiviertelstunde. Die Weltraum-Simulation Celestia
schlägt der Physik daher ein Schnippchen und erlaubt auch wesentlich höhere Geschwindigkeiten, sodass man in Nullkommanix bei jedem beliebigen Planeten ankommt und den Jupiter beispielsweise von seinem Mond Ganymed aus beobachten kann. Celestia lässt sich per Maus, Tastatur und Skriptsprache steuern; viele spannende Planeten-Missionen stehen im Internet zum Download bereit, inklusive hochauflösender Grafiken, welche die ohnehin atemberaubende Grafik Celestias mit noch mehr Details anreichern. Etwas weitere Raumflüge mit hoher Geschwindigkeit vermitteln einen prima Eindruck von der Winzigkeit unseres Gesichtsfeldes, denn man kann beobachten, wie sich die Sternbilder durch den sich schnell verändernden Standort verzerren. Von außerhalb der Milchstraße zeigt sich, dass all die hellen Sterne, aus denen unsere Sternbilder bestehen, sich in einem winzigen Teil eines ganz unbedeutenden Spiralarms der Galaxis konzentrieren. Alle Missionen und Raumflüge kann man auch als Videos speichern. Celestia ist kein Programm für ernsthafte Astronomen, die Beobachtungsabende planen, sondern eine einfach zu bedienende und grafisch über jede Kritik erhabene Weltraum-Simulation für jedermann. (Lars Bremer/dwi)
Das grafisch aufwendig gestaltete Astronomieprogramm Stellarium
zeigt bei korrekt eingestellter Systemuhr und nach Eingabe von Längen- und Breitengrad des aktuellen Standorts an, wie es momentan am realen Himmel aussieht. Durch zuschaltbare Landschaft, Atmosphäre, Nebel sowie Meteoritenschauer wirkt diese Darstellung sehr realistisch. Für die Landschaftsdarstellung stehen diverse 360°-Panoramen zur Verfügung, darunter Garching bei München, Hurricane im US-Bundesstaat Washington, die Ansicht einer Meeresoberfläche und eine Mondlandschaft. Um den Nachthimmel zu sehen, muss man jedoch nicht warten, bis es draußen dunkel geworden ist: Mit den Tasten J, K und L lässt sich die Geschwindigkeit der Animation von Echtzeit bis zum extremen Zeitraffer beliebig einstellen. Um ein Himmelsobjekt zu markieren, genügt ein Klick mit der linken Maustaste. Die Leertaste sorgt anschließend dafür, dass die Ansicht auf das gewählte Objekt zentriert wird. Insgesamt ist die Steuerung der Kamera gut gelungen und motiviert dazu, einem Himmelsobjekt mal schnell einen Besuch abzustatten. Wer das Programm auf einem Notebook einrichtet und während einer Beobachtung unter freiem Himmel nutzt, wird den Nachtmodus zu schätzen wissen, der die Bedienoberfläche in ein abgedunkeltes Rot taucht. (Heiko Gerstung/dwi)
Bitte lesen Sie zum Thema auch unser ausführliches Special Astronomie-Software.
