Auch das elektronische Karteikarten-Lernsystem Pauker
, eine Java-Anwendung, hilft beim Lernen aller möglichen Fakten. Das Anlegen eigener Kartensets ist leicht möglich, aber vielleicht wird man auch in den fertigen Lektionen aus den Bereichen Sprachen, Geographie, Mathematik und Chemie fündig, die Pauker schon mitbringt. Bei der Abfrage der Lerninhalte trainiert man wahlweise das Ultrakurzzeit-, Kurzzeit- oder Langzeitgedächtnis. Dabei kann der Anwender die Karten wahlweise durch Eingabe der Antworten abarbeiten oder Pauker auf einen Mausklick hin die richtige Antwort einblenden und fragen lassen, ob man sich an diese erinnern konnte. Das Programm speichert die Lernfortschritte und zeigt eine Statistik zur aktuellen Lektion an. Pauker arbeitet bei der Vorlage der Lernkarten ebenfalls nach dem Leitner-System, bei dem bereits gelernte Inhalte seltener wiederholt werden. Beantwortet man eine Frage, deren Antwort man zwischenzeitlich parat hatte, in einem späteren Durchgang falsch, erhält die Karteikarte automatisch wieder die höchste Priorität bei der Wiedervorlage. (amu)
Den Namen Piano Hero durfte die nun in Synthesia
umbenannte Notenjagd zwar nicht behalten, das Spielprinzip aber schon: Auf einer Notenrolle, wie man sie von MIDI-Sequenzern kennt, fallen dem Spieler die Noten von oben nach unten in Richtung der Klaviatur entgegen. Für jede korrekt gespielte Note wird er durch Punkte belohnt. Die Geschwindigkeit lässt sich dabei frei zwischen 10 und 100 Prozent regeln, hat aber natürlich großen Einfluss auf die erzielbare Punktezahl. Schön ist, dass Synthesia nicht nur die mitgelieferten Spiele-Musiken, sondern nahezu jede MIDI-Datei verwerten kann. Welche Tracks der Spieler übernimmt oder dem Computer überlässt, legt man vor Spielbeginn fest. Bislang können zwar noch keine direkten Duelle stattfinden, doch die hübsch gemachte Software, die wahlweise mit der Tastatur oder einem externen Keyboard spielbar ist, wird ständig erweitert. (Tobias Engler/se)
Den Flash-Kurs Music Trainers
brauchen Sie nicht downzuloaden, den gibt es auch in identischer Fassung online: Er informiert umfassend über Notenschrift, Rhythmus und Harmonik. Der Autor Ricci Adams hat anschauliche Animationen auf Notenlinien und Klaviertastatur gelegt und seine akustischen Beispiele verdeutlichen, wie Intervalle und Akkorde klingen. Die Einheiten fangen ganz einfach an, enthalten aber auch komplexere Inhalte wie wenig gebräuchliche Taktarten, Akkord-Voicings und die Transposition von einer Tonart in eine andere. Der Kurs vermittelt das Grundwissen der Akkordtheorie und enthält auch kleine Gehörbildungseinheiten. Ein Trainer fragt das Wissen ab, die Utilities-Sektion zeigt Akkorde auf der Klaviertastatur an und druckt Notenblätter. Etwas ambitioniert sollte der Noteninteressierte schon sein, denn im Vorübergehen lässt sich die komplexe Welt der Akkorde nicht verstehen. Music Trainers vereinfacht nichts, sondern vermittelt fundiertes Wissen, wie es für das Verständnis klassischer Notenschrift wichtig ist. (akr)
