Zu den wohl mächtigsten Werkzeugen für Cocoa-Entwickler zählt das unscheinbare F-Script
, das für Einsteiger ebenso geeignet ist. Mit der auf Smalltalk basierenden Script-Engine kann man nicht nur direkt auf die Cocoa-Frameworks zugreifen, sondern auch Objekte manipulieren. Das funktioniert mit dem Zusatztool F-Script Anywhere sogar während der Laufzeit einer Cocoa-Applikation. Der direkte Aufruf von Methoden ist übrigens auch aus dem Objekt-Browser heraus möglich. Wer F-Script in eigene Applikationen einbinden will, wird die Integrations-API brauchen können. (Tobias Engler/db)
Wem der Zugriff auf die Cocoa-Dokumentation aus XCode heraus nicht flüssig genug klappt, der ist mit AppKiDo
gut bedient. Das Hilfstool erlaubt die hierarchische Suche ebenso wie die Suche nach einem Namensbestandteil oder anhand vordefinierter Kriterien, etwa "Klassen mit Delegates". AppKiDo extrahiert dabei nur die vorhandenen Entwicklerdokus, bringt also keine eigenen mit. (Tobias Engler/db)
Skripten und automatisieren
Pashua
ermöglicht einfache Guis für acht bekannte Skript-Sprachen. Ein Skript ruft Pashua mit einigen Parametern auf, woraufhin es ein Fenster zeigt mit den angeforderten Textfeldern, Dropdown-Menüs, Häkchen und so weiter. Sobald der Benutzer den Dialog ausgefüllt und okay geklickt hat, liefert Pashua an das Aufruferskript die Werte zurück, die der Benutzer angegeben hat. (Tobias Engler/db)
Platypus
hüllt beliebige Skripte in den Mantel einer Cocoa-Applikation; diese kann man dann wie gewohnt im Finder starten. Gängige Skript-Arten wie Shell, Perl, PHP, Ruby oder AppleScript wählt man beim Erstellen des Wrappers aus einer vorgefertigten Liste aus, andere Interpreter spezifiziert man in den Einstellungen. Auf Wunsch zeigt die von Platypus erstellte Mantel-Applikation während der Ausführung einen Fortschrittsbalken an, auch Root-Privilegien kann sie vom Benutzer anfordern. Da sich weitere Dateien im Bundle ablegen lassen, eignet sich das Tool gut zum Bau eines eigenen Installers. Schutz vor neugierigen Augen bietet die Möglichkeit, das auszuführende Skript verschlüsselt und für den Finder unsichtbar im Bundle abzulegen – ernsthafte Hacker wird das allerdings nicht abhalten, braucht doch spätestens der Interpreter den Klartext. (Tobias Engler/adb)
