Aufgaben gehen beim Synchronisieren mit Google verloren; sie sieht Google momentan nur auf der personalisierten Startseite iGoogle
vor. Aus dem Google-Kalender heraus auf eine im Web deponierte ICS-Datei zuzugreifen (Bereich "meine Kalender"/Hinzufügen/Über URL hinzufügen/Link zur ICS-Datei angeben), erweist sich als schlechte Idee: Google unterstützt bis dato keine Authentifizierung à la http://name:password@www.domain.name, sodass man eine im Internet gelagerte Kalender-Datei notgedrungen für jeden lesbar machen müsste – zumindest für Geschäftstermine keine praktikable Lösung.
Wer Termine und Kontakte zentral bei Google vorhalten und über den Desktop per Thunderbird darauf zugreifen will, sollte auf den Provider for Google Calendar verzichten und stattdessen GCALDaemon
einsetzen. Die in Java implementierte Server-Software lässt sich sogar als Servlet in Apache Tomcat
einklinken. Der Daemon gleicht Thunderbird/Lightning mit Google Contacts/Calendar ab und arbeitet sogar als LDAP-Server für Kontakte. Etwas verwirrend: Anders als im Manual beschrieben muss man die Konfigurationsdatei nicht manuell editieren, sondern kann alles mit dem neuen grafischen Config Editor erledigen. Dort richten Sie wahlweise HTTP-basierte oder (für DFÜ-Verbindungen) dateibasierte Synchronisierung ein.
Die Schaltfläche "Google Accounts" öffnet einen Dialog für Ihre Anmeldedaten. Das Konfigurationsprogramm zeigt daraufhin die zum Synchronisieren des gewählten Google-Kalenders benötigte GCALDaemon-URL an. Diese kopieren Sie in die Zwischenablage, legen anschließend in Lightning einen neuen Netzwerk-Kalender an, wählen als Format iCal und übergeben die URL aus der Zwischenablage. Wenn alles geklappt hat, verlangt Lightning nun nach Ihren Google-Anmeldedaten. Ist dies nicht der Fall, haben Sie vermutlich vergessen, zuvor den GCALDaemon zu starten.
Um Ihre Google-Kontakte via GCALDaemon per LDAP zur Verfügung zu stellen, öffnen Sie das Thunderbird-Adressbuch (Strg+2) und wählen "Datei/Neu/LDAP-Verzeichnis". Dort tragen Sie außer dem frei wählbaren Namen die Server-Adresse "localhost" und den Port "9080" ein.
