Bei klassischen Web-Hostern kann sich der Benutzer immer noch mit der Server-Technik herumschlagen, wenn er will, also etwa auf die Verzeichnisstruktur zugreifen und Skripte installieren. Bei anwendungsorientierten Hostern geht das nicht mehr. Der Kunde beschäftigt sich dort ausschließlich mit den Inhalten.
Vorreiter dieser Sorte einfach zu bedienender Dienste waren Blog-Hoster wie die GoogleTochter Blogger.com oder das aus Österreich stammende Twoday.net. Daneben gibt es mittlerweile viele Anbieter für normale Homepages, darunter jimdo
und SynthaSite
. Bei jimdo hat der Benutzer die Auswahl aus Dutzenden vorgegebener Layouts und editiert Elemente seiner Seiten an der Stelle, an der sie auch Besucher zu sehen bekommen (In-Place-Editing). Eine kostenlose Version finanziert sich über Werbung. Für fünf Euro pro Monat bleiben die Seiten reklamefrei und erhalten eine eigene Domain.
Auch die großen Anbieter Google und Microsoft betreiben mit Google Sites
und Windows Live Spaces
eigene Homepage-Dienste. Strato folgt als erster klassischer Provider mit seinen EasyWeb-Paketen dem Trend. Mit Spezialisten wie Sprout
baut der Nutzer Mini-Sites, die sich anschließend woanders, etwa in Facebook, einbetten lassen. Yahoo Pipes
mischt Inhalte von Blogs und anderen Quellen, die der Site-Betreiber als Mashups in die eigene Homepage einbetten kann. (jo)
Datei-Konverter
Wer spontan ein PDF benötigt oder mal wieder ein Paper in Form einer PostScript-Datei nicht öffnen kann, kommt über einen Online-Konverter wohl am bequemsten zum allseits lesbaren Dateiformat. Allerdings muss der Online-Kunde mit Einschränkungen leben: PDF-Qualität und andere Parameter sind vorgegeben. Abhängig von Dateigröße und Upload-Geschwindigkeit muss er sich unter Umständen gedulden, bis er das fertige Dokument herunterladen kann oder per E-Mail erhält. Mit umfangreichen Dokumenten wie etwa einer 10-MByte-Word-Datei kamen die meisten Onliner nicht zurecht. Verwendet man exotische Schriften, misslingt die Konvertierung. Das neue Format des aktuellen MS Office 2007 konnten die meisten Dienste nicht lesen.
