Web-Anwendungen haben gegenüber Desktop-Installationen den Vorteil, dass sie immer auf dem neuesten Stand sind, denn der Anbieter aktualisiert und wartet die Software auf seinem Server. Der Endanwender wird beim Start weder mit Update-Popups belästigt, noch läuft er Gefahr, mit einem hoffnungslos veralteten Programm unterwegs zu sein.
Ein Kessel Buntes
Das Web steckt voller witziger bis absurder Angebote. Beim Online-Karaoke per Webcam und Mikrofon stellt man sich dem Urteil einer netzweiten Jury aus anderen Benutzern (TalentRun
und Mikestar.com
). Über einen eigenen Radiosender im Netz berichtet man live per Telefon (1000mikes
). An eine virtuelle WG-Kühlschranktür kann man Fotos und Notizen heften (Magnoto
).
Wer gerne selbst kreativ wird, kann Phantombilder (Ultimate Flash Face
) oder animierte Flash-Cartoons (GoAnimate
) zusammenklicken, puzzelt aus Mosaiksteinchen im Web den eigenen TrueType-Font zusammen (FontStruct
) oder fügt Buchstaben zu typographischen Illustrationen (RoboType
). Im Web kann man die Diaschau für den privaten Bilderabend zusammenstellen und online freigeben (slideshine.de
) oder Vokabeln trainieren und mit richtigen Antworten Sponsoren dazu bringen, für Hungerregionen der Welt zu spenden (Freerice
).
Das komplette Angebot der Browser-Anwendungen passt längst nicht mehr in einen einzigen c’t-Artikel, deshalb haben wir uns beliebte, bekannte und erstaunliche Beispiele angesehen. Darunter finden sich außer den bereits Genannten Vertreter für Mind-Mapping und die Steuererklärung, für Aufgaben aus der Kreativabteilung wie Zeichnen und Web-Design, ferner PDF- und Multimediakonverter, Virenscanner sowie Online-Desktops. Die meisten Webdienste lassen sich kostenlos ausprobieren. Sie laufen plattformübergreifend in Firefox und im Internet Explorer. Safari und Opera machen zuweilen Probleme.
Was strenggenommen auch eine Web-Anwendung, aber landläufig bekannt ist, wie Suchmaschinen, Web-Mailer, Kartendienste, soziale Netzwerke und Blogging-Plattformen, sparen wir an dieser Stelle aus.
