Adobe Acrobat Buzzword
erweckt äußerlich einen völlig anderen Eindruck. Dass Adobes Kernkompetenz eher im professionellen Satz als bei der Textverarbeitung liegt, schlägt sich im edlen Schriftbild nieder. Die Software bietet zwar nur sieben Schriftarten. Diese stammen aber nicht vom Betriebssystem, wie bei anderen Anbietern, sondern von der Anwendung. Schrifteinstellungen hat der Nutzer über die Symbolleiste im Zugriff.
Buzzword prüft die Rechtschreibung und füttert das Lexikon auf Wunsch mit benutzerdefinierten Einträgen. Tabellen, Endnoten, Kopf- und Fußzeile mit Seitenzahlen, Seitenlayout mit benutzerdefiniertem Rand im Hoch- oder Querformat stellen kein Problem dar. Online gespeicherte Texte kann man per E-Mail anderen Nutzern zeigen. Dabei unterscheidet Buzzword die Rollen Co-Autor (darf bearbeiten), Reviewer (darf kommentieren) und Reader (darf nur lesen). Der Autor sieht im Browser, wer gerade das Dokument liest oder bearbeitet. Fertige Dateien exportiert die Anwendung in die Formate TXT, PDF, DOC, DOCX, RTF oder ODT. Die Flash-Anwendung greift auf den lokalen Drucker zu. So entspricht das Druck-Resultat genau dem, was man im Browser sieht. Buzzword eignet sich damit durchaus für Geschäftsbriefe.
Zoho
und Thinkfree Office
bieten klassische Büroanwendungen im Stil von MS Office an. Beide beschränken sich aufs Wesentliche. Die Textkomponente von Thinkfree schafft unter den bisher Genannten die Word-Kopie am besten – bis hin zu Zeichen- und Absatzformatdialogen.
Den Jahresbericht für die Aktionäre möchte man aber mit keiner der Web-Anwendungen schreiben. Benutzerdefinierte Formatvorlagen, Gliederungsansicht, automatisch erstelltes Inhaltsverzeichnis, Thesaurus und grammatische Korrektur fehlen. Für kurze Texte leisten sie aber ausreichende Dienste – Google Text mit Schwerpunkt auf Zusammenarbeit, Adobe Buzzword mit professionellem Seitenlayout. (akr)
Tabellenkalkulation
Hinter der einfach gestrickten Oberfläche von Google Tabellen
verbirgt sich eine respektable Anzahl an Funktionen. Ausfüllhilfen ergänzen fortlaufende Einträge, etwa Wochentage oder Monate. Wie Excel 2003 und OpenOffice Calc färbt auch Google Tabellen Schrift oder Hintergrund je nach Inhalt. Mehr als 260 Rechenfunktionen lösen komplexe Aufgaben. Zum Vergleich: Calc hat 331, Excel 329. Beim Import und Export von Calc- oder Excel-Tabellen (außer Excel 2007) setzt das Google-Programm die meist anders lautenden Funktionsnamen automatisch um.
