Eine Symbolleiste bietet die Funktionen Drehen, Beschneiden, Ändern der Größe, Farb- und Belichtungsanpassung, Schärfen und Korrigieren von roten Augen an. Damit deckt Picnik das Spektrum der Fotokorrektur weitgehend ab. Die Regler setzen Änderungen live um. Die Schärfefunktion leistet gute Arbeit. Farbstiche entfernt eine Grau-Pipette einfach und schnell. Zum Abschluss kann man Effekte wie Sepiatönung, 60er-Jahre-, Nightvision- oder HDR-Stil auswählen. Kurz gefasste Tool-Tipps informieren über das Wie und Warum der Werkzeuge. Die Kreativität schränken die aufs Nötigste reduzierten Werkzeuge allerdings ein wenig ein. Eine Premium-Variante für 25 US-Dollar im Jahr steuert noch Kurven und Ebenen bei.
Wer Photoshop kennt, dürfte sich mit Splashup
anfreunden können, denn die Bedienoberfläche von Werkzeug-, Ebenen-, Farbwahl- und Info-Palette orientiert sich am Vorbild von Adobe. Der Foto-Download funktioniert aber weniger reibungslos als bei Picnik. Zu Picasa und Flickr kam im Test keine Verbindung zustande. Funktionen wie Schärfen, Weichzeichnen, Prägen und Entsättigen führt Splashup direkt nach der Anwahl aus; viele hat die Anwendung aber nicht zu bieten. Die Resultate von Schärfen- und Weichzeichnen-Filter wirken unnatürlich. An Werkzeugen zur Farbkorrektur fehlt es völlig.
Auch Aviary, genauer: die Bildbearbeitungskomponente Phoenix
, ist klassischen Bedienoberflächen nachempfunden. Der Nutzer kann Ebenen transformieren, Helligkeit, Kontrast und Farbe ändern oder Effektfilter anwenden. Was ein Schieberegler anrichtet, offenbart Phoenix leider erst, nachdem man ihn losgelassen hat. Das Gefühl einer Desktop-Bildbearbeitung kommt so nicht auf, auch wenn Ebenen, Ebenenmodi, Effekte und Werkzeuge diesen Anspruch widerspiegeln.
Photoshop Express
lädt und speichert Fotos aus Flickr, Picasa, Facebook und Photobucket. Lokal speichert man Fotos mit einer maximalen Kantenlänge von 3000 Pixeln. Zum Funktionsumfang gehören Beschneiden, Interpolieren, Korrigieren roter Augen und Retuschieren von Bildbereichen. Die Anwendung regelt Weißabgleich, Tiefen und Lichter; sie wendet Schärfefilter, Weichzeichner und Farbeffekte an. Regler gibt es beim Online-Photoshop nicht, sondern immer nur eine Handvoll Vorschläge. Beim Schärfen und Weichzeichnen stößt das Konzept an seine Grenzen, da die gewohnten Einstellungen zu Radius, Stärke und Schwellenwert weiter reichende Kontrolle bieten.
