29.08.2008
Dieter Brors
Perfekte Foto-Panoramen
Themen-Special: Schritt für Schritt zum fertigen Rundumbild mit Hugin
Die Open-Source-Software Hugin kann durchaus mit kommerziellen Panorama-Programmen mithalten. Doch die mangelhafte Dokumentation und die unzähligen Einstellmöglichkeiten machen es dem Einsteiger schwer, ein vorzeigbares Ergebnis zu erzielen. In diesem Workshop zeigen wir, wie Sie es in wenigen Schritten dennoch schaffen.
Aktualisierter Artikel aus c't 21/06
Gegenüber kommerziellen Programmen wie PanoramaStudio bietet das freie Hugin
einige Vorzüge. So setzt das Programm auch mehrere Reihen sich überlappender Einzelfotos zu einem Gesamtbild zusammen, sodass sich beispielsweise die Häuser eines engen Marktplatzes in voller Höhe darstellen lassen. Es genügt, die Kamera etwas nach oben zu schwenken und eine zweite oder auch dritte Reihe der Szene anzufertigen. Dabei ist lediglich darauf zu achten, dass sich die Fotos auch vertikal um etwa ein Drittel überlappen. Ein Stativ ist für die Aufnahmen nicht notwendig, da Hugin auch mit Freihandbildern bestens zurechtkommt.
Da beim Zusammensetzen der Fotos (Stitchen) viel Rechenarbeit und riesige Datenmengen anfallen, stellt Hugin recht hohe Anforderungen an die Hardware. Es empfiehlt sich ein schneller Rechner mit möglichst viel RAM, wobei 512 MByte als absolutes Minimum gelten. Besser sind 1 Gigabyte, was die Stitcher-Läufe deutlich verkürzt. Für Windows gibt es das Zusatztool autopano-sift
, das einen Großteil der Arbeit automatisiert. Im aktuellen Windows-Installationspaket ist dieses bereits enthalten, sodass man es nicht zusätzlich einrichten muss. Für Linux ist eine Variante namens autopano-sift-C
erhältlich. Leider fehlt für Mac OS X ein solches Hilfsmittel, sodass Mac-Besitzer etwas mehr Zeit und Handarbeit für ihre Panoramen investieren müssen.
Grundlage für diesen Workshop bildet die Windows-Version, Konfiguration und Bedienung sind aber unter Linux und Mac OS X beinahe identisch. Alle erforderlichen Schritte sind übrigens in der Bildergalerie im Großformat zu sehen.
Wer sich für mehr Details und Hintergrundinformationen oder gar Spezialfunktionen von Hugin interessiert, findet im Internet ein sehr ausführliches Tutorial. Unter anderem zeigt es, wie sich stürzende Linien in Architekturaufnahmen korrigieren lassen.
