Easy Funktion
hat sich ebenfalls auf Berechnung und Auswertung von Funktionen und Graphen spezialisiert. Es vereint Gleichungsdarstellung, Funktionseingabe und Diagrammausgabe auf einem gemeinsamen Arbeitsblatt, das auch weitere Grafiken, etwa für elektronische Schaltpläne, aufnehmen kann. Damit eignet sich dieses Paket besonders für Aufgabenstellungen, in denen eine Problemlösung stufenweise zu erarbeiten und zu dokumentieren ist. Die ausführliche Online-Hilfe und einige Beispiele erleichtern die Bedienung des übersichtlichen Programms. Über eine Kommandozeile werden nahezu beliebige Funktionen oder Gleichungen in die jeweiligen Bereiche eingegeben, alternativ steht ein Funktionsauswahl-Dialog zur Verfügung. Die grafische Darstellung einer ausgewählten Funktion wird über das Hauptmenü gesteuert, auch hier gibt es zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Easy Funktion ist makrofähig, Funktionsblöcke lassen sich als XML speichern und wiederverwenden. Neben Drucker- und Dateiausgabe offeriert das Programm auch den Export in eine Tabellenkalkulation. (Mathias Poets/hps)
Das Open-Source-Paket Maxima
basiert auf Macsyma vom MIT, das auch kommerzielle Programme wie Maple und Mathematica inspiriert hat. Als Computer-Algebra-System (CAS) berechnet Maxima mathematische Ausdrücke symbolisch, im Unterschied zu rein numerischen Programmen, die die Rechenergebnisse durch Gleitkomma-Darstellungen annähern. Die Berechnungen fallen dadurch erheblich genauer aus, ganz zu schweigen davon, dass etwa "Pi/2" viel eher zum Verständnis beiträgt als der angenäherte Wert "1,5707 ...". Anwender können über mehrere Module mit dem System kommunizieren, von denen sich Maxima durch eine übersichtliche Menüstruktur, die beste grafische Unterstützung bei der Formelausgabe und die Integration von Gnuplot zur grafischen 2D/3D-Darstellung auszeichnet. Damit lassen sich Gleichungssysteme lösen, und ebenso elegante Lösungswege erschließen sich für Aufgaben der Matrizen-, Differenzial- und Integralrechnung, trigonometrische Probleme und Wahrscheinlichkeitstheorie.
Die Eingabesyntax für Maxima entspricht einer eigenen Programmiersprache. Je nach Komplexität der gestellten Aufgabe erfordert das einige Einarbeitung, die aber durch – auch deutschsprachige – Hilfen und Beispielsammlungen nicht allzu schwerfällt. Außerdem haben sich viele Anleitungen im Internet angesammelt. Obwohl sich kommerzielle Pakete bisweilen mit leichterer Bedienung und besserem Begleitmaterial hervortun, gilt Maxima als geeignetes Hilfsmittel für den Mathematikunterricht ab der zehnten Klasse. Auch bei der interaktiven Grafikausgabe steht Maxima zwar nicht an vorderster Front der Technik, kann seine Resultate aber immerhin als 2D- oder 3D-Plots visualisieren. (Mathias Poets/hps)
