09.04.2009
Dr. Volker Zota
Videos konvertieren
Wie man Filme auf jedem Computer und Multimediagerät abspielt
Die zu Windows, Mac OS X oder Linux mitgelieferte Software reicht oft nicht aus, um mit Handy, Digicam oder Camcorder aufgenommene Videos abzuspielen oder Fernsehmitschnitte vom PC für den mobilen Player aufzubereiten. Doch mit den richtigen Kniffen und den passenden Werkzeugen, für die man nicht einmal Geld ausgeben muss, lassen sich selbst Problemfälle leicht bewältigen.
Artikel aus c't 7/09
Die unüberschaubare Zahl verschiedener Formate und zu beachtender Parameter bei der Videokodierung hat dazu geführt, dass unzählige Ein-Klick-Alles-wird-gut-Konverter um die Gunst der Anwender buhlen. Die Programme für bis zu 50 Euro versprechen, mit wenigen Klicks Videos in ansehnlicher Qualität für die Verwendung auf iPod & Co. umzuwandeln. Tatsächlich leisten aber auch Freeware- und Open-Source-Tools ebenso gute – wenn nicht bessere – Arbeit.
Mitunter hakt es aber schon, wenn man bloß ein Video abspielen will. Der Windows Media Player
von Windows XP gibt von Haus aus etwa nur das Windows-Media-, das DV- und einige heutzutage bedeutungslose Formate wieder. Fehlt ein Decoder, sucht er zwar im Internet, findet aber meist nichts und hinterlässt einen verärgerten Anwender. Windows Vista Home Premium und Ultimate geben wenigstens MPEG-Dateien und DVDs wieder, doch erst Windows 7 wird verschiedene MPEG-4-Spielarten (inklusive DivX/Xvid, MPEG-4 AVC) nebst weiterer Dateiformate (MP4 und sogar MOV) unterstützen. Letzteres tut der QuickTime Player
unter Mac OS X schon lange, dafür fehlen dem Mac zunächst andere Formate. Unabhängig vom Betriebssystem kommen Sie also um das Nachinstallieren weiterer Software nicht herum, die wir in diesem Themen-Special vorstellen.
Um den Rechner für alle Video-Eventualitäten fit zu machen, gibt es zwei grundsätzliche Strategien: Die eine besteht darin, Programme zu verwenden, die nicht auf Systemcodecs zurückgreifen, sondern Decoder für praktisch alle gängigen Audio/Videoformate bereitstellen. Vor allem weil man sich keine Gedanken um Codecs machen muss, sind die betriebssystemübergreifenden Programme VLC media player
und MPlayer
und auf Windows-Seite der Media Player Classic Home Cinema
so beliebt.
