TrailRunner liefert nicht nur einen virtuellen Trainingspartner, sondern macht auch als GPS-Track-Editor für Amateur-Kartografen eine gute Figur.
Egal ob Laufen, Radfahren oder Wandern, wer dabei Daten sammelt und auswerten will, kommt als Mac-Nutzer kaum um TrailRunner herum: Das Programm bereitet die Daten gängiger "Messgeräte", egal ob Pulsuhr, GPS-Tracker, iPhone (mit iTrail), Trittfrequenz- oder Schrittmesser ansprechend auf. Bei Bedarf müssen externe Programme herhalten, um die Daten einzulesen und umzuwandeln.
Geografische Daten wie GPS-Tracks kombiniert TrailRunner mit öffentlich zugänglichen Kartendaten. Die stammen aus Virtual Earth, Google Maps und OpenStreetmap inklusive Fahrrad-Overlay. Das Programm zapft für topografische Karten die Server der Landesvermessungsämter an. Eine Möglichkeit vorzugeben, welche Karten es zum Beispiel für Luftbilder nutzt, besteht derzeit nicht.
Auf den Bilddaten der Karten erstellt TrailRunner ein eigenes Streckennetz. Jeder importierte GPS-Track oder jeder von Hand eingetragene Abschnitt ergänzt die Daten. Für den aktuellen Kartenausschnitt besorgt TrailRunner weitere Tracks von GPSies.com. Das Streckennetz entsteht letztlich dadurch, dass man in die Tracks zusätzliche Wegpunkte an Kreuzungen einfügt.
TrailRunner erstellt automatisch Routen in Wunschlänge von einem Wegpunkt ausgehend oder manuell anhand selbst zusammengeklickter Strecken. Markante Kartenausschnitte einer Route (je Wegpunkt) kann das Programm zur Navigation auf diverse GPS-Geräte oder als Bildserie "NanoMap" auf einen iPod übertragen. Trainingsdaten kann es fürs Blog exportieren. (ps)