Das minimalistische Wiki in a Jar ist ein sehr ungewöhnliches persönliches Notizbuch, das auch auf dem USB-Stick mitreist.
Wiki in a Jar ist ein Leichtgewicht. Läppische 85 KByte belegt die Java-Anwendung auf der Festplatte, die neben dem Wiki auch noch einen kleinen Webserver enthält. Um beides zu starten, liegen eine cmd-Datei für Windows sowie eine sh-Datei für Linux anbei. Es öffnet sich ein einfaches Wiki im Browser, das die Dokumentation des Programms umfasst und in dem der Nutzer gleich loslegen kann.
Mit zwei Dutzend Auszeichnungen lassen sich die wichtigsten Formatierungen vornehmen. Dabei hält sich die Syntax an Wiki-Konventionen, Überschriften etwa werden mit „=“, interne Links mit [[ und ]] geklammert. Ein WYSIWYG-Editor fehlt. Das Mini-Wiki sichert drei alte Versionen jedes Dokuments, die sich mit einem kleinen händischen Eingriff im Dokumentenordner wiederherstellen lassen.
Eine Volltextsuche, ein übersichtlicher Index sowie Tagging machen es einfach, sich auch in großen Textbeständen zurechtzufinden. Durch Tastaturkommandos für die wichtigsten Befehle lässt sich die Anwendung flüssig bedienen. Als nützliche Beigaben enthält die Open-Source-Software einen simplen Kalender sowie ein Adressbuch, das Visitenkarten im vcf-Format importieren, aber nicht schreiben kann.
Wiki in a Jar ist nicht als Plattform für Teams gedacht, sondern als persönlicher Informationsmanager. Per Voreinstellung sperrt das Programm daher Zugriffe von anderen Rechnern. Diese kann der Nutzer aber zulassen, etwa um von einem anderen PC aus dem Netzwerk heraus auf seine Notizen zuzugreifen. Um das Programm auf dem USB-Stick mitzunehmen, kopiert man einfach das gesamte Programmverzeichnis. (jo)