Mind-Mapping hilft unorganisierten Zeitgenossen beim Kanalisieren ihrer Kreativität. Das Open-Source-Programm XMind 3 dient sich als Alternative zu MindManager an.
XMind 3.0 liefert klassisches Mind-Mapping: Eingabe-, Einfügen und Entfernen-Taste ergänzen beziehungsweise löschen Stichpunkte, die sich zu einer fest hierarchischen Baumstruktur zusammensetzen. Schwebende Stichpunkte fügt man per Doppelklick in die freie Fläche und übernimmt sie per Drag & Drop als Zweig in die Mind-Map. Mit den Pfeil-Tasten navigiert man zwischen den Konzepten, sodass man die Maus beim Brainstorming kaum braucht.
Ausladende Stichpunkte schiebt man mit der Maus zurecht. XMind umbricht Text automatisch. Leider lassen sich die Kästen nicht frei auf dem verfügbaren Platz arrangieren. Immerhin bietet XMind neun verschiedene Stile wie Mind-Map, Tabelle, Baum und Fischgrätendiagramm. Die gewünschte Ausrichtung lässt sich für jeden Unterzweig individuell festlegen. Eine Clip-Art-Galerie mit Smilies, Fähnchen, Sternen und anderem lockert die Grafik auf. Notizen, Fotos und Hyper-Links ergänzen Information. Die Zweige nummeriert XMind auf Wunsch. Die grafische Gestaltung der Mind-Map wirkt elegant und professionell. XMind importiert Freemind-Maps der Versionen 0.8 und 0.9 sowie Dateien von MindManager 5, 6 und 7. Auf Mindjet.de verfügbare MindManager-Vorlagen lud das Programm problemlos. Es exportiert die Mind-Map als Text-Outline, HTML-Seite oder Bilddatei im Format BMP, GIF, JPG und PNG.
Wenn man nur Basisfunktionen braucht, bietet sich XMind als schlanke und kostenlose Alternative zu MindManager an. Optisch müssen sich die Maps im Meeting nicht verstecken. (akr)