Das Firefox-Add-in Zotero erleichtert das Sammeln von Literaturzitaten für wissenschaftliche Arbeiten.
Zotero extrahiert bibliographische Metadaten aus dem Quelltext einer Website, sofern diese Inhalte im COinS- oder unAPI-Standard anbietet. Sie werden in einer Datenbank abgelegt, aus der sie sich in den wichtigsten bibliographischen Formaten – unter anderem MODS, Dublin Core RDF, RIS und BibTeX – ausgeben lassen. Einzelne Belege übernimmt man per Drag & Drop direkt in den Editor. Dabei werden die gebräuchlichsten Zitationsstile unterstützt. Für das Zusammenspiel mit OpenOffice und Microsoft Word stehen Plug-ins zur Verfügung.
Literatureinträge lassen sich in Ordner sortieren, wobei der Anwender Titel verschlagworten und ergänzen kann. Zur Klassifikation stehen gut 30 Publikationstypen zur Wahl. Besonderes Schmankerl: Zotero kann Literaturangaben zur direkten Übernahme in Wikipedia-Texte vorbereiten.
Das Add-in arbeitet mit wichtigen wissenschaftlichen Datenbanken, dem Katalog der Library of Congress sowie der Wikipedia zusammen. Leider fehlt die Deutsche Nationalbibliothek noch in dieser Reihe; der Gemeinsame Verbundkatalog (GBV) unterstützt das Plug-in aber ebenso wie die Kataloge einiger Universitätsbibliotheken und Max-Planck-Institute.
Mit Zotero erstellt man Literaturverzeichnisse im Handumdrehen. Das Plug-in kann allerdings nur so gut sein, wie die Daten, die es erhält. Am besten klappt der Import derzeit aus US-Quellen. Mitunter auftretende Fehler bei Sonderzeichen oder leere Datenfelder, die man von Hand füllen muss, sind auf Anfangsfehler deutscher Anbieter zurückzuführen, die hoffentlich bald ausgemerzt werden. (Dr. Jürgen Fenn/dwi)