Dichter gepackt und effizienter
Server-Hardware
Christof Windeck
Skimpy: Vorkonfigurierte Windows-Server mit Hyper-V
Bild: Christmann
Die Server-Spezialisten Dell, Fujitsu, IBM und Thomas-Krenn.com zeigen in Halle 2 ihre jüngsten Produkte. Auf der letzten CeBIT hatte Intel die Xeon-Baureihen E5-4600, E5-2600 und E5-1600 für LGA2011-Mainboards vorgestellt sowie den billigeren Xeon E5-2400 für LGA1356-Systeme. 22-Nanometer-Nachfolger namens Ivy Bridge-EP dürften auf der CeBIT 2013 noch nicht zu sehen sein. Doch Mainboard-Hersteller wie Supermicro geben schon Auskunft, auf welchen Boards die kommenden Xeon E5-2600v2 laufen werden. Man erwartet, dass sie statt wie bisher acht bis zu 12 CPU-Kerne enthalten werden.
Mehr Prozessorkerne bei ähnlicher oder gar sinkender Leistungsaufnahme: Das ist eine der stärksten Triebfedern für höhere Effizienz in Servern. Hinzu kommen Spannungswandler und Netzteile mit immer größerem Wirkungsgrad: Das Kennzeichen „80 Plus Titanium“ verspricht über 96 Prozent. Auch sparsamerer Hauptspeicher, also DDR3LSDRAM mit 1,35 statt 1,5 Volt Spannung, mindert die Leistungsaufnahme gut bestückter Server. Für virtualisierte Systeme stehen Dual-Xeon-Systeme mit über 512 GByte RAM bereit, Quad-Socket-Server schaffen bis zu 2 TByte oder mit der MAX5-Technik von IBM sogar 3 TByte.
Wer noch mehr Leistung und Verfügbarkeit braucht, findet bei IBM die Mainframes der im letzten Herbst aktualisierten Baureihe zEnterprise: Die zEC12 ist mit 5,5-GHz-Prozessoren bestückt und lässt sich mit vielen Komponenten erweitern, etwa Kryptobeschleunigern oder weiteren Blades.
In eine ganz andere Richtung geht der Trend bei den Microservern, frei nach dem Motto „weniger ist mehr“. ThomasKrenn.com hat den Low-Energy Server (LES) mit Atom der Z-Serie im Angebot. Die niedersächsische Firma Christmann – eine der Gewinnerinnen des Green IT Best Practice Award 2012 – zeigt ihre besonders sparsamen Produkte der Baureihen RECS und Skimpy. Letztere zielen auf die „Private Cloud“: Vorkonfigurierte, skalierbare Server mit Windows Server 2012 und Hyper-V, die sich auch in Büroräumen aufstellen lassen.
Die OxyReduct-Geräte von Wagner vermeiden Brände durch Steigerung des Stickstoff-Anteils in der Luft.
Bild: Wagner
Im Virtualisation & Storage Forum in Halle 2 sind nicht nur die drei Virtualisierungs-Größen VMware, Citrix (XenServer) und Microsoft (Hyper-V) zu finden, sondern vor allem deren Partner mit maßgeschneiderten Lösungen für spezielle Aufgaben oder Branchen – und auch spezialisierte Beratungsfirmen.
Ausstattung für das Rechenzentrum, also Racks, Stromverteilungen, Brandschutz oder Kühlsysteme, findet man weit entfernt davon in Halle 11. Dort baut Rittal das neue Modulsystem Rimatrix S für Rechenzentren „von der Stange“ auf. Schäfer zeigt den In-RowKühler Loopus CW/DX: Das Kühlgerät enthält eine Kältemaschine, kann aber gleichzeitig auch einen Wasserkreislauf nutzen. Diese Hybridtechnik verspricht Energieeinsparungen, wenn die Außentemperaturen unter 15 Grad Celsius liegen. Wagner stellt mit OxyReduct Compact ein System zur Brandvermeidung auch für kleinere Server-Räume vor.
(ciw)



