Tipps für Besucher
Nach der Messe ist vor der Messe – Zeit für Erholung, Nahrungsaufnahme und Entertainment. Die Show-Metropole Las Vegas hat für Vergnügungssüchtige auch abseits der Casinos viel zu bieten.
Nachtleben
Praktisch in jedem Hotel am Strip gibt es zumindest eine große Show, hinzu kommen unzählige Konzerte und Events in den Veranstaltungshallen der Mega-Hotels wie dem MGM Grand, dem Caesars Palace oder dem Mandalay Bay. Eine Übersicht bietet die Website Las-Vegas.cc. Wer eine Bewertung der ständigen Shows sucht, sollte einen Blick in das Buch "The Unofficial Guide to Las Vegas" von Bob Sehlinger werfen, das jährlich in einer aktualisierten Fassung erscheint.
Mit den Jahren hat sich bei den Shows die Ausrichtung allerdings stark verändert: Ging es lange Zeit vor allem darum, die Spieler als beste Geldquelle bei Laune zu halten, machen die heutigen Shows selbst Kasse und wirken als Magnet auch auf die Touristen, die mit dem Glücksspiel nicht so viel am Hut haben. Um die Spieler zu hofieren, haben sich die Casino-Betreiber Prämiensysteme einfallen lassen, bei denen Freikarten für Shows locken. Wer nicht spielt, muss hingegen den vollen Preis zahlen – und hier sind Ticket-Preise von 150 US-Dollar und mehr keine Seltenheit.
Nachtansicht des Caesars Palace
Show-Tickets für denselben Abend lassen sich gewöhnlich zu verbilligten Preisen bei Tix4Tonight an acht Verkaufsstellen auf dem Strip (am Circus Circus Hotel, vor Slots-A-Fun, vor der Fashion Mall, am Casino Royale, vor Bill's Casino, am Hawaiian Marketplace, vor der Showcase Mall und vor der Coke-Flasche in der Nähe der Showcase Mall), Downtown (Fremont Street, gegenüber dem Four Queens Hotel) und im Las Vegas Town Square Mall vor den Toren der Stadt erwerben. Allerdings ist die Auswahl während der CES meist sehr eingeschränkt – einerseits, weil viele CES-Besucher eine Show sehen wollen, und andererseits, weil Unternehmen an Mitarbeiter und Geschäftspartner Tickets ausgeben.
Wer lieber in einen Tanzclub gehen möchte, hat in Las Vegas ebenfalls eine recht große Auswahl. Hierbei ist zu beachten, dass viele Clubs eine Kleiderordnung haben, die Jeans und T-Shirts verbietet. Zudem sollte man sich auf teilweise recht gesalzene Eintritts- und Getränkepreise einrichten. Etliche Straßenhändler bieten aber mittlerweile Freikarten zu angesagten Clubs an, die eigentlich als Promoaktion verteilt wurden. Insofern ist der Preis Verhandlungssache; allzu tief sollte man aber nicht in die Tasche greifen. Zudem ist es wichtig, sich vor dem Kauf genau die auf der Karte aufgedruckten Bedingungen durchzulesen: In der Regel gilt der freie Eintritt nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit (häufig bis Mitternacht).
Kulinarisches
"All-You-Can-Eat" so weit das Auge reicht – um die Spielwütigen bei Kräften zu halten, bieten etliche Hotels in Las Vegas morgens, mittags und abends reichhaltige Büffets, an denen sich auch der hungrigste Besucher der Wüstenstadt satt essen kann. Auch hier haben die Preise in den vergangenen Jahren angezogen – wiederum mit dem Hintergedanken der Hotel- und Casinobetreiber, dass sich nur Spieler, die am Prämiensystem teilnehmen, "auf Kosten des Hauses" den Bauch vollschlagen sollen. Da in US-amerikanischen Hotels das Frühstück im Preis in der Regel nicht enthalten ist, sollte man in den Morgenstunden Wartezeiten einplanen. Einen recht ordentlichen Überblick mit Öffnungszeiten, Preisen und Kommentaren bietet die Liste von IEatVegas.
Glaubt man dem Magazin Wine Spectator, ist Las Vegas andererseits mittlerweile auch ein wahres Mekka für Gourmets – nicht zuletzt, weil berühmte Küchenchefs wie Wolfgang Puck in der Spielermetropole Zweigstellen eröffnet haben. Wer mehr darüber erfahren möchte, welches Restaurant derzeit angesagt ist, sollte einen Blick auf die deutschsprachige Website Las Vegas Online werfen. Während der ersten Tage der CES empfiehlt sich in diesen Restaurants auf jeden Fall einen Reservierung, da sie von Mitarbeitern und Gästen großer Unternehmen stark frequentiert werden.
Auch bei beliebten Restaurants der Mittelklasse muss man ohne vorherige Reservierung eine – für die USA allgemein nicht ungewöhnliche – Wartezeit einplanen. Dazwischen rangieren Fast-Food-Läden praktisch aller bekannten und weniger bekannter Ketten und eine Vielzahl von Restaurants aller Preiskategorien und Geschmacksrichtungen.
Klima
Anfang Januar in Las Vegas, das bedeutet tagsüber eine Temperatur von 18 bis 20 Grad Celsius im Schatten, sodass man mit einer leichten Sommerhose und einem T-Shirt perfekt angezogen wäre. Allerdings kann man sich während der Messe auf ein bis zwei Regentage einstellen. Vor einigen Jahren regnete es sogar während der gesamten CES, was den Verkehr praktisch zum Erliegen brachte. Trotz der meist frühlingshaften Temperaturen am Tag sollte man auf jeden Fall auch Pullover und Jacken einpacken, da die Temperaturen am späten Nachmittag drastisch fallen und in der Nacht bis auf 3 Grad Celsius sinken können. (nij)




