CES-Veteranen, die ein Zimmer für die kommende Messe buchen wollen, dürften sich bei der Vorbereitung auf die CES 2011 verwundert die Augen gerieben haben: Zu den Preisen, für die man während der CES 2010 ein Standardzimmer bekommen hat, konnte man im Herbst gleich eine ganze Suite buchen. Der Grund damals: Während die Wirtschaft im Rest des USA nach der Finanz- und Immobilienkrise wieder wuchs, kam Las Vegas nur mit Mühe über die Runden. Die Hotels kämpften mit Schnäppchenpreisen gegen den Leerstand, die gut betuchten Spieler verzockten ihr Geld lieber in Asien.
Doch diese Phase scheint wieder überwunden zu sein: Zwar konnten Frühbucher auch für die CES 2012 recht gute Tarife ergattern. Wer jedoch Anfang Dezember buchte, musste für eine Übernachtung in einem ordentlichen Hotel auf dem Strip schon mal 600 US-Dollar hinblättern. Die aktuelle Situation spiegelt sich auch auf der offiziellen CES-Website wieder: Nicht nur die in der Nähe des Las Vegas Convention Center (LVCC) gelegenen Hotels Hilton Grand und Renaissance sind schon lange ausgebucht, auch in einigen Hotels am Las Vegas Boulevard ist kein Zimmer mehr zu bekommen. Die CES-Sondertarife stehen bereits seit Ende November in keinem beteiligten Hotel in Las Vegas mehr zur Verfügung.
In der jüngeren Vergangenheit haben einige Hotels in Las Vegas eine sogenannte "Resort Fee" eingeführt, die zwischen 5 und 20 US-Dollar pro Tag liegt. In einigen Häusern ist diese Gebühr optional, in anderen wird sie automatisch erhoben. Die Gegenleistungen schwanken recht stark, typisch sind eine Tageszeitung und kostenlose Ortsgespräche. Auch ein uneingeschränkter Internetzugang während des Aufenthalts ist mittlerweile die Norm, bei einigen Hotels kann man zudem das hauseigene Fitness-Studio nutzen. Wer die Wahl hat, sollte sich überlegen, ob er die enthaltenen Leistungen auch tatsächlich nutzt.
Auch wer zur CES 2012 ein günstiges Zimmer erwischt, kann in seinem Hotel ohne den Gang ins Casino eine Menge Geld lassen, wenn er nach einer anstrengenden und langen Anreise der Versuchung nachgibt, "mal eben schnell" vom Telefon im Hotelzimmer Freunde oder Familienangehörige in der Heimat anzurufen. So zahlte der Autor einst für drei kurze Gespräche nach Deutschland mit einer Gesamtdauer von weit unter 15 Minuten Lehrgeld in Höhe von satten 105 US-Dollar. Da ist es besser, sich vor dem Telefonat über die Kosten zu informieren oder sich eine Telefonkarte aus einem der diversen Automaten in den Lobbys der Hotels zu ziehen, mit denen man je nach Anbieter für 10 US-Dollar zwischen 30 und 60 Minuten nach Europa telefonieren kann. Um diese zu nutzen, ruft man eine 1-800-Nummer an, was vom Telefon im Hotelzimmer allerdings in der Regel mit einem US-Dollar pro Anruf berechnet wird. (nij)
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