Nach mehr als sechs Jahren ist die Entwicklung einer Open-Source-Version der Programmiersprache Java unter dem Dach der Apache Software Foundation jetzt eingestellt worden.
Tim Ellison, Leiter der Entwicklung Java-Implementierung unter dem Dach der Apache Software Foundation, tritt von seinem Posten zurück. Weiterhin ist unklar, ob das Projekt eine Zukunft hat.
Die Apache Software Foundation solle sich ihren Rückzug aus der Java-Standardisierung doch noch einmal überlegen, bittet Oracles für Entwicklung zuständiger Vizepräsident.
Den Aufruf der Open-Source-Organisation, gegen Oracles Vorschlag zur Standardisierung von Java SE 7 zu stimmen, sieht der Konzern als Fortsetzung der Verzögerung und Stagnation bei Java der vergangenen Jahre, für die Apache verantwortlich zeichnet.
Die Kontroverse zwischen Oracle und Google zu Patentrechtsverletzungen durch das mobile Betriebssystem geht in die nächste Runde: Google bestreitet, Java-Code direkt kopiert zu haben, und wirft Oracle vor, die Codebeispiele redigiert zu haben.
Gestärkt durch die Wiederwahl in den Vorstand des Java Community Process fordert die Open-Source-Organisation andere Mitglieder auf, gegen Oracles Java-7-Vorschlag zu stimmen. Die Apache Foundation droht mit dem Ausstieg, sollte Oracle nicht die restriktive Java-Politik ändern.
Nach der Bekanntgabe der Kooperation zwischen IBM und Oracle für eine gemeinsam entwickeltes OpenJDK ist die Zukunft für das zuvor von Big Blue geförderte Harmony-Projekt fraglich. Die Apache Software Foundation will jedoch an der freien Java-Implementierung festhalten.
Die neue Version der freien und als stabil bezeichneten Java-Implementierung Apache Harmony enthält zahlreiche Bugfixes und Erweiterungen, die insbesondere auf die Performance abzielen.
Das Apache-Harmony-Projekt hat den 8. Meilenstein der Version 5.0 seiner Open-Source-Implementierung der Java-SE-Plattform zum Download freigegeben.
heise online Themen