Auch eine Fragestunde im Parlament konnte den Hintergrund der Beschaffung von Überwachungssoftware für das BKA nicht erhellen. Hersteller Gamma steht in der Kritik.
Die aktuelle BKA-Trojaner sperrt nicht nur den Rechner, sondern legt auch Bilder mit Kinderpornografie auf dem System ab. Mit Desinfec't kann man diesen Unrat aufspüren und beseitigen.
Gabriela Nunez, Linda Green, Chin-Sun Kim und Ashlee Stiller – das sind die angeblichen Namen der Kinder, von denen eine neue Variante des BKA-Trojaners pornografische Abbildungen auf dem Rechner gefunden haben will.
Das Bundesinnenministeriums soll für 147.000 Euro Software zur Durchführung von Abhörmaßnahmen bei Elaman/Gamma eingekauft haben. Dabei sieht der Generalbundesanwalt keine ausreichende Rechtsgrundlage für den Einsatz.
Die Piratenpartei sieht in der Beschaffung einer Überwachungssoftware vom Firmenverbund Elaman/Gamma durch das Bundeskriminalamt einen groben Fall von Misswirtschaft. Die Piraten haben die Behörde daher beim Bundesrechnungshof angezeigt.
Erenut ist Schadsoftware im Umlauf, die Betroffenen unterstellt, jugendpornografisches Material zu verbreiten und zu einer Geldzahlung auffordert.
Das Bundeskriminalamt fordert die Medien auf, die für eine – erfolgreiche – Fahndung veröffentlichten Bilder nicht mehr zu verwenden.
Das BKA und das BSI warnen vor einer neuen Schadsoftware, die unterstellt, ein Rechner sei für illegale Zwecke missbraucht worden, sowie ein jugendpornografisches Bild anzeigt. Das dürfe nicht gespeichert werden, warnen die Sicherheitsbehörden.
Bis die selbstentwickelte Software zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung fertig ist, greift das BKA offenbar auf externe Kompetenz zu: Laut vertraulichen Unterlagen wurden Produkte der Firma Gamma (Finfisher/Finspy) angeschafft.
Die Nachrichten sind unterzeichnet vom "Bundesamt des Innern", der eingebettete Link führt vorgeblich zur einer Website von VeriSign. Dort werden die Benutzer dann zur Eingabe ihrer Kreditkartendaten aufgefordert, die "überprüft" werden müssten.
Das "Strategie- und Forschungszentrum Telekommunikation" von Polizei und Verfassungsschutz soll untersuchen, wie bei neuen Techniken wie Next Generation Networks und Cloud Computing die Kommunikationsüberwachung gewährleistet werden kann.
Der AK Vorratsdatenspeicherung hat eine BKA-Erhebung veröffentlicht, die belegen soll, dass Registrierungen von Mobilfunk-Prepaid-Karten auch verifiziert werden sollten. Der Arbeitskreis hingegen fordert, die Registrierungspflicht abzuschaffen.
Für die Bundesregierung sind die Datenverarbeitungsvorgänge bei Polizei, Zoll und anderen Ermittlungsbehörden kein Data Mining. Die Linke sieht durch den Ausbau polizeilicher IT-Fertigkeiten das "Horrorszenario eines Sicherheitsstaates" heraufziehen.
In einem Interview hat der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag angedeutet, dass das BKA eventuell nicht in der Lage sei, einen Staatstrojaner zu entwickeln.
Beim Grünen Polizeikongress plauderte ein BKA-Beamter aus dem Nähkästchen: Nur dank der auf Vorrat gespeicherten Verbindungsdaten sei es gelungen, einen Hacker dingfest zu machen.
Die nationale Verbunddatei Rechtsextremismus soll von 36 Behörden benutzt und bestückt werden, unter ihnen auch die verschiedenen Verfassungsschutzämter und der Militärische Abschirmdienst (MAD).
Auch wenn die Fallzahlen von Internet-Kriminalität stagnieren – der verursachte Schaden stieg gleichzeitig auf rund 71 Millionen Euro an, wie das Bundeskriminalamt in seinem Bericht "Cybercrime 2011" ausführt.
Das Bundeskriminalamt hat zwischen 2001 und 2008 in 38 Fällen auf der eigenen Webseite IP-Adressen von Besuchern gespeichert und ausgewertet sowie Polizeistellen der Länder in weiteren 138 Fällen Amtshilfe geleistet.
Mit einer Stellenausschreibung sucht das Bundeskriminalamt derzeit nach einem "wissenschaftlichen Mitarbeiter" zur Entwicklung von "Überwachungsmethoden [...] zum verdeckten polizeilichen Zugriff auf entfernte Rechnersystem".
Der Bund deutscher Kriminalbeamter (BDK) fürchtet, dass Spitzenämter bei den Polizeibehörden mit Ministerialbeamten und nicht erfahrenen Kriminalisten besetzt werden. Damit werde der Bock zum Gärtner gemacht.
Alle Daten im Rahmen einer TKÜ-Überwachung sollen regelmäßig von einem Onlinespeicher in ein Langzeitarchiv überführt werden. Diese Funktion war durch einen Softwarefehler gestört.
Das BKA greift gegen Skriptkiddies durch: Polizeibeamte haben die Wohnungen von 106 Beschuldigten durchsucht, die sich an Anonymous-Angriffen auf Server der Verwertungsgesellschaft Gema beteiligt haben sollen.
Trend Micro hat einen Lösegeld-Trojaner entdeckt , der sich im Master-Boot-Record (MBR) der Festplatte einnistet, um den Boot-Vorgang zu blockieren.
Details aus dem per Leak im Netz gelandeten Bericht des Bundesdatenschutzbeauftragten zum "Staatstrojaner" werfen neue Fragen über die Legitimität der Software auf. Zudem bestätigen sie Beobachtungen des Chaos Computer Clubs.
Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamts, hat auf einer Veranstaltung zum Europäischen Datenschutztag die Ergebnisse einer Studie über die "gefühlte Nützlichkeit" der Protokollierung von Nutzerspuren in Frage gestellt.
Das Bundeskabinett hat den vom Bundesinnenministerium (BMI) vorgelegten Gesetzentwurf zur Verbesserung der Bekämpfung des Rechtsextremismus akzeptiert.
Für die neue Einheit, die ein eigenes Programm zur sogenannten "Quellen-Telekommunikationsüberwachung" entwickeln soll, sind 30 Stellen vorgesehen.
Das Bundeskriminalamt hat eine Zugriffsblockade auf seine Webseite für Nutzer von VPNs wieder aufgehoben. Eine Servervoreinstellung soll Schuld gewesen sein.
Der Chaos Computer Club hat nicht die Absicht, Kriterien für einen verfassungsgemäßen Einsatz einer Software zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung aufzuzeigen.
Christian Bahls, Vorsitzender der Vereinigung von Missbrauchsopfern MOGiS, kritisierte auf dem Hacker-Kongress Pläne der in Niedersachsen beheimateten Initiative, zentrale Filter gegen Missbrauchsdarstellungen zu installieren.
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