Weil Google "ungewöhnlichen Datenverkehr" aus den Netzwerken einiger Nutzer beobachtet haben will, sollen diese zunächst einmal ein Captcha knacken.
Auf einer Sicherheitskonferenz haben Hacker ein Skript demonstriert, das Googles Recaptchas mit einer Trefferquote von 99 Prozent knacken konnte. Richtig glücklich waren sie dabei jedoch nicht.
Forscher haben die Sicherheitsabfragen von bekannten Webseiten wie eBay, Wikipedia und Google getestet. Die meisten Captchas konnten sie austricksen, nur zwei von 15 konnten den Angriffen standhalten.
Wer vermeiden will, dass Bots die eigenen Webformulare ausfüllen und Schaden in der Webanwendung anrichten, baut Hindernisse wie Captchas ein, die den Nutzer zwingen, zunächst eine verzerrte Zeichenkette richtig einzugeben. Der Dienst reCaptcha übt neben dieser Aufgabe sogar noch einen Nebenjob aus.
Animierte Captchas sollen die gute Lesbarkeit für den Menschen erhalten, Spambots und automatische Skripte dennoch draußenhalten. Zudem sehen sie schicker aus als herkömmliche Captchas.
Immer dann, wenn man sich im Web irgendwo registriert, muss man einen Code eingeben, um zu beweisen, dass man kein Spam-Roboter ist. Mit der Technik haben Forscher zahlreiche alte Werke transkribiert - inzwischen spart Google damit gutes Geld.
Eine erste Analyse, dass sich Google-Zerrbilder automatisiert erkennen lassen, wies der Suchmaschinenriese noch mit dem Hinweis zurück, dies bezöge sich auf eine veraltete Version. Jetzt hat der Autor sich die aktuellen Captchas genauer angesehen.
Ein kürzlich veröffentlichtes Verfahren ermöglichte eine Trefferquote bei der automatischen Erkennung von Google Captchas von 18 Prozent. Allerdings beruhte die Methode auf alten Captchas, die Google so nicht mehr verwendet.
Google hat den Kauf des Captcha-Spezialisten ReCaptcha bekannt gegeben. Dessen Webseiten-Plug-ins dürften viele Surfer schon einmal genutzt haben - nur wenige wissen allerdings, dass sie dabei auch an einem Digitalisierungsprojekt teilgenommen haben.
Microsoft hat einen neuen Ansatz für Captchas zum Patent angemeldet, bei dem ein Webserver zwischen Menschen und Skripten unterscheiden soll, indem er nach Inhalten von Werbebannern fragt.
Netzwerkausrüster D-Link will einige seiner Router mit einer Firmware nachrüsten, die beim Login nicht nur das Administrator-Passwort, sondern auch eine Ziffernfolge abfragt, die sie dem Nutzer in einem CAPTCHA-Bild präsentiert.
Spammern ist es gelungen, Microsofts Schutz vor automatischen Skripten zum Anlegen von Live Hotmail-Konten auszuhebeln. Damit lässt sich Microsofts Dienst zum massenhaften Versenden von Spam missbrauchen.
US-Forscher arbeiten an einem neuen Verifikationssystem gegen Spambots, das sich weniger leicht aushebeln lassen soll.
Forscher wollen mit einem Handschriftsimulationsverfahren die stetig zunehmende automatisierte Müllmailflut stoppen.
Captchas aus verzerrtem Text sind zwar ein beliebter Sicherheits- mechanismus. Jedoch bereitet ihre Lösung Anwendern häufig zu viel Mühe. Andere Verfahren stören weniger und sind ebenso zuverlässig.
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