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Nachdem der mutmaßliche DigiNotar-Hacker behauptet hat, auch GlobalSign unter seiner Kontrolle zu haben, hat die CA Untersuchungen eingeleitet. Unterdessen schützen Microsoft und Mozilla ihre Kunden mit neuen Patches vor falschen Zertifikaten.
DigiNotar hatte laut einem ersten Zwischenbericht den Angreifern durch mangelnden Schutz Tür und Tor geöffnet. Ein Bekennerschreiben deutet darauf hin, dass der oder die Täter auch für den Einbruch bei einem Comodo-Reseller verantwortlich sind.
Mit dem Ziel, sich unbefugt SSL-Zertifikate auszustellen, haben Unbekannte offenbar versucht, die Server von StartSSL zu kompromittieren. Laut Anbieter sei dies jedoch nicht gelungen.
Durch eine SQL-Injection-Lücke ließ sich die Datenbank eines brasilianischen Resellers auslesen. Die Angreifer sollen sich diesmal jedoch keine Zertifikate selbst ausgestellt haben.
Das Konzept für sichere Internet-Verbindungen ist nicht erst seit dem SSL-Desaster von Comodo angeschlagen. Derzeit werden eine Reihe Vorschläge zur Verbesserung der Situation diskutiert.
Wie Comodo bei Tests im Gefolge des SSL-Debakels festgestellt hat, wurden zwei weitere Registrare gehackt. Dabei seien jedoch keine weiteren gefälschten Zertifikate erstellt worden.
Ein vorgeblich einzelner Hacker hat eine Beschreibung des Angriffs veröffentlicht. Festkodierte Zugangsdaten bei einem italienischem Reseller von SSL-Zertifikaten sollen deren unautorisierte Ausstellung begünstigt haben.
Während andere Hersteller bereits mit Updates auf die kompromittierten Comodo-Zertifikate reagiert haben, warten Safari-Anwender immer noch auf Hilfe von Apple. Erschwerend hinzu kommt, dass unter Mac OS X die Zertifikatsprüfung ausgeschaltet ist.
Betroffen sind Domains von Yahoo, Google und Skype. Laut Comodo steckt vermutlich die iranische Regierung hinter dem Angriff, die Oppositionelle ausspähen will. Microsoft hat die betroffenen Zertifikate per Browser-Update nun ebenfalls gesperrt.
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