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Während es früher beim Thema Datenschutz vorrangig um Adressendatenbanken und -sammler ging, kam später auch der Schutz im Internet vor Datenklau und Identsklau hinzu. Spätestens 2010 brachten die Sozialen Netzwerke, das Social Web, eine neue Qualität in die Debatte. Die User von Facebook, Google, Twitter und Co. mussten vor sich selbst geschützt werden, wenn sie zu viel Persönliches von sich preisgaben. Und die Betreiber der Sozialen Netze sollten ihre Nutzer besser schützen.
Doch entstand auch eine Diskussion, ob nicht die geschützte Privatsphäre ein überholtes gesellschaftliches Modell ist -- wenn es gilt, möglichst viele Follower oder Freunde zu sammeln? Oder zwingt das Mitmachweb nicht erst recht zur Kontrolle?
Neben den folgenden Meldungen von heise ohnline zum Thema Datenschutz finden Sie auf heise online eine Reihe von Hintergrundartikeln zur Debatte Schutz der Privatsphäre vs. Freizügigkeit bei persönlichen Daten, sowie auch Tipps zur Wahrung der Anonymität im Web, so sie gewünscht ist.
Der Datenschutzbeauftragte des Bundes, Peter Schaar, hat sich dagegen ausgesprochen, dass Mitarbeiter von Jobcentern in sozialen Netzwerken und Suchmaschinen nach Daten von Beziehern von Arbeitslosentgelt II suchen.
Zwei linke sächsische Landtagsabgeordnete haben das Bundesverfassungsgericht angerufen, nachdem das Landgericht Dresden die umstrittene Funkzellenabfrage von 2011 größtenteils unbeanstandet gelassen hatte.
Mitarbeiter des US-Magazins "Scripps" hatten nach eigenen Angaben über eine einfache Suchmaschinenanfrage Zugriff auf vertrauliche Daten von Telefonfirmen. Diese drohen dem Magazin nun mit einer Klage.
Der maßgeblich von Innenminister Hans-Peter Friedrich ausgearbeitete Vorschlag der Bundesregierung, die Selbstregulierung der Wirtschaft mit der EU-Datenschutzreform auszubauen, hat im EU-Rat keine Mehrheit gefunden.
Wenn Unternehmen Datenschutz dauerhaft aushebelten, müsse letztlich die Politik eingreifen, sagte der Bundeswirtschaftsminister während seiner Firmenbesuche in Kalifornien.
Die Gratis-App Clueful warnt vor Android-Programmen, die es mit dem Datenschutz nicht ganz so genau nehmen und etwa persönliche Daten an Werbenetze schicken.
Morgen, so verdichten sich die Gerüchte, wird Yahoo die Übernahme von Tumblr bekannt geben. Derweil musste das Unternehmen den möglichen Diebstahl von 22 Millionen User-IDs einräumen.
Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) warnt vor übertriebener Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen – und greift vor der nächsten Innenministerkonferenz die Union an.
Bisher durften 2000 Menschen eine Google Glass vorbestellen. Demnächst sollen 8000 Besitzer hinzukommen. Derweil melden Politiker Datenschutzbedenken an und wurden erste Anwendungen für die Datenbrille vorgestellt.
In der Diskussion um einen modernen Datenschutz sehen Experten auch jeden Einzelnen in der Pflicht. Die Stärkung der Medienkompetenz sehen sie dabei im Vordergrund.
Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften hat Empfehlungen für Privatheit im Internet veröffentlicht und den Prototyp eines Privacy-Agenten entwickelt.
Der Bundesrat will nun rechtlich prüfen, ob es eine Handhabe gegen ausländische Unternehmen gibt, die in der Schweiz gesammelte Personendaten im Internet veröffentlichen.
Wer glaubt, ein Skype-Chat wäre privat, unterliegt einem unter Umständen folgenschweren Irrtum. Wie heise Security feststellten musste, wertet Skype beziehungsweise Microsoft alle verschickten Daten aus.
Associated Press wirft der US-Regierung vor, sich heimlich und ungesetzlich Verbindungsdaten von 20 Anschlüssen der Nachrichtenagentur beschafft zu haben.
Die irische Ratspräsidentschaft hat vorgeschlagen, das Erfordernis der "expliziten Einwilligung" in die Verarbeitung personenbezogener Informationen aufzuweichen. Soziale Netzwerke sollen von einer "Haushaltsgenehmigung" profitieren.
Netzreklame, die Nutzern von Website zu Website folgt, wird immer häufiger eingesetzt. Doch der Versuch, Werbung stets an den Kunden anzupassen, kann auch nach hinten losgehen, warnen Experten.
Netzreklame, die Nutzern von Website zu Website folgt, wird immer häufiger eingesetzt. Doch der Versuch, Werbung stets an den Kunden anzupassen, kann auch nach hinten losgehen, meinen Experten.
US-Staatsanwälte haben sich mehrfach in Eigenregie den kompletten Internetverkehr Verdächtiger von Providern aushändigen lassen, ohne zuvor eine gerichtliche Genehmigung eingeholt zu haben. Bürgerrechtler kritisieren derlei Vorgehen als verfassungswidrig.
Unbekannte haben sich Zugriff auf die Kundendatenbank verschafft, in der auch Kreditkartendaten gespeichert sind. Name.com soll etwa 500.000 Domains verwalten.
Die vor wenigen Tagen verabschiedete Neuregelung ist laut den Hauptbeschwerdeführern Katharina Nocun und Patrick Breyer in sechs Punkten verfassungswidrig. Sie rufen dazu auf, sich der Verfassungsbeschwerde kostenlos anzuschließen.
Verbraucherschützer haben gegen 15 Klauseln aus der aktuellen Datenschutzrichtlinie auf Apples Website geklagt. Zuletzt waren sie vor dem Berliner Landgericht erfolgreich. Apple muss genauer über die Verwendung der Daten informieren.
Facebook hat Path den Zugriff auf seine API eingeschränkt, nachdem das mobile soziale Netzwerk mit spamartigem Verhalten für Schlagzeilen gesorgt hatte.
Aus dem freiwilligen Kodex für Soziale Netzwerke wird vorerst nichts: Facebook, Google, LinkedIn und Xing wollen nicht mitmachen. Die Bundesregierung schimpft: "Lippenbekenntnisse" und "Verweigerungstaktik".
Niemand weiß genau, was Google, Microsoft und Co. mit persönlichen Daten in den Clouds so anstellen. Für wenig Geld bieten deutsche Hoster höhere Sicherheit sowie mehr Leistung und Flexibilität.
Die Länderkammer hat das umstrittene Gesetz zur Reform der Bestandsdatenauskunft abgesegnet. Ermittler von Bundesbehörden dürfen demnach zahlreiche Informationen über Anschlussinhaber von Providern abfragen.
Der im Bundesrat zur Abstimmung stehende Gesetzentwurf zur Reform der Bestandsdatenauskunft könnte Polizei und Geheimdiensten prinzipiell auch Zugang zu "vertraulicher Kommunikation" eröffnen, heißt es aus Schleswig-Holstein.
Die kleine Stadt Schneverdingen wollte eigentlich nur ein Softwareproblem lösen. Ihr Programm für Veranlagungsdaten enthielt Bugs. Software und Daten wanderten zur Herstellerfirma nach Berlin - und wurden dort gestohlen.
An israelischen Flughäfen dürfen Sicherheitskräfte von ausländischen Einreisenden Einsicht in ihre E-Mail-Accounts verlangen und sie eventuelle nicht einreisen lassen, wenn sie sich weigern.
Im EU-Parlament wird momentan um neue Datenschutzregeln für die Europäische Union gerungen. Die Bundesjustizministerin hofft auf eine baldige Einigung, denn die Regeln würden die Rechte von Verbrauchern stärken.
In seinem Tätigkeitsbericht für die vergangenen zwei Jahre führt Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz, einige Baustellen an, auf denen die Bundesregierung weiterarbeiten sollte.
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