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Während es früher beim Thema Datenschutz vorrangig um Adressendatenbanken und -sammler ging, kam später auch der Schutz im Internet vor Datenklau und Identsklau hinzu. Spätestens 2010 brachten die Sozialen Netzwerke, das Social Web, eine neue Qualität in die Debatte. Die User von Facebook, Google, Twitter und Co. mussten vor sich selbst geschützt werden, wenn sie zu viel Persönliches von sich preisgaben. Und die Betreiber der Sozialen Netze sollten ihre Nutzer besser schützen.
Doch entstand auch eine Diskussion, ob nicht die geschützte Privatsphäre ein überholtes gesellschaftliches Modell ist -- wenn es gilt, möglichst viele Follower oder Freunde zu sammeln? Oder zwingt das Mitmachweb nicht erst recht zur Kontrolle?
Neben den folgenden Meldungen von heise ohnline zum Thema Datenschutz finden Sie auf heise online eine Reihe von Hintergrundartikeln zur Debatte Schutz der Privatsphäre vs. Freizügigkeit bei persönlichen Daten, sowie auch Tipps zur Wahrung der Anonymität im Web, so sie gewünscht ist.
Die Mehrheit der Sachverständigen warnte in einer Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus davor, dass mit einer Regelung zum Abhören von Internet-Telefonie (Quellen-TKÜ) "die Büchse der Pandora" geöffnet werden könne.
Die europäischen Datenschützer stoßen sich vor allem daran, dass der Internet-Konzern nach seinen neuen Regeln Daten aus verschiedenen Diensten wie YouTube oder GMail gesammelt auswerten darf.
In der juristischen Auseinandersetzung mit dem schleswig-holsteinischen Datenschützer kann Facebook einen Etappensieg verbuchen. Das Verwaltungsgericht hält deutsches Datenschutzrecht für nicht anwendbar.
Das Amtsgericht Duisburg hat gegen den Online-Redakteur eines Bewertungsportals fünf Tage Beugehaft verhängt, da er sich geweigert hatte, persönliche Daten eines Forennutzers herauszugeben.
Forscher an der University of Washington arbeiten an einem neuartigen mobilen Schlaflabor.
Ein australischer App-Autor berichtet, er habe zu seinen verkauften Programmen persönliche Daten jedes einzelnen Käufers erhalten.
Forscher an der University of Washington arbeiten an einer Rundumerfassung zur Diagnose von Schlafstörungen.
Das Innenministerium drängt auf einen raschen Abschluss der seit anderthalb Jahren laufenden Verhandlungen über eine Selbstverpflichtung sozialer Netzwerke. Insider halten das Vorhaben allerdings für gescheitert.
Auf der Seite Lobbyplag.eu werden Änderungsanträge zur EU-Datenschutzreform gesammelt, die eins zu eins mit Vorschlägen von US-Konzernen oder Organisationen übereinstimmen. Damit soll der Lobby-Einfluss sichtbar werden.
Gefahrenabwehr im Geiste der Rube-Goldberg-Maschine: Mit bizarrem Aufwand gegen Überwachung und Privatsphärendefizite.
Der Datenschutzbeauftragte der Stadt Hamburg hat das Verwaltungsverfahren gegen die von Facebook zwischenzeitlich gestoppte Gesichtserkennung eingestellt.
Anlässlich des Safer Internet Day lotete eine Konferenz in Berlin die Risiken und Chancen von Big Data aus. Datenschützer Peter Schaar forderte unter anderem eine bessere Sicherung der Privatsphäre.
Laut einem Medienbericht arbeitet Facebook an einer Smartphone-App, die den Standort von Nutzern aufzeichnet. Die ermittelten Daten könnten für eine personalisierte Anzeige von Werbung genutzt werden.
US-Regierung und -Konzerne versuchen immer wieder Einfluss auf die EU-Datenschutzreform zu nehmen und Regelungen abzuschwächen. In einem offenen Brief fordern US-Verbraucherschützer ein Ende dieses Lobbyismus.
Der britische Datenschutzbeauftragte Christopher Graham hat die eigenen, im Mai 2005 aufgestellten Bestimmungen zum Einsatz von Cookies gelockert: Statt einer expliziten Nutzereinwilligung soll nun ein impliziertes Akzeptieren ausreichen.
Die Federal Trade Commission der USA hat einen Maßnahmenkatalog zum besseren Schutz von Nutzerdaten auf Smartphones und Tablets veröffentlicht. Darin fordert die FTC unter anderem auch eine "Do-Not-Track-Funktion" für Software auf Mobilgeräten.
Die Opposition hat den Regierungsentwurf zur Novelle der Bestandsdatenauskunft scharf kritisiert, da er rechtsstaatliche Grundsicherungen nicht einhalte. CDU-Politiker verteidigten das Vorhaben.
Seit Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Internet-Firma Unister. Jetzt gibt es neue Verdachtsmomente: Es geht um Adresshandel und gefälschte Preisangaben.
Das Europaparlament hat in ersten Positionen zur EU-Datenschutzreform Stellung bezogen. Die stoßen bei Deutschlands Datenschutzbeauftragtem Schaar auf Wohlwollen. Kritik aus den USA lässt ihn kalt.
Die Datenschützer bemängeln unter anderem, dass WhatsApp stets das komplette Adressbuch des Mobiltelefons und dabei auch die Daten Dritter verarbeitetet, mit denen WhatsApp keinen Vertrag habe.
In dem Sozialen Netzwerk können Nutzer eine Art anonyme Kontaktanzeige veröffentlichen. Wenn ein anderer den Gesuchten kennt, kann er einen Hinweis geben. Der baden-württembergische Landesdatenschützer sieht darin eine Gefahr.
Ohne ausdrückliche Zustimmung darf Werbung auch per Fax nicht verschickt werden. Auch eine Datenabfrage kann dabei als unzumutbare Belästigung gewertet werden.
Die Regierungskoalition hat die Gesetzesinitiative erneut von der Tagesordnung des Innenausschusses und des Plenums des Bundestags genommen. Das Vorhaben soll gründlich überarbeitet werden.
Je näher die Graphsuche Facebooks rückt, desto unruhiger werden einige Nutzer. Facebook nimmt nun Stellung: In der Graphsuche sehen Nutzer nur, was für sie freigegeben ist.
Die Anfragen nach Nutzerdaten liefen typischerweise im Zusammenhang mit strafrechtlichen Ermittlungen auf, Twitter folgte etwas mehr als der Hälfte der Aufforderungen. Die Zahl der Beschwerden wegen Copyright-Verletzungen ging leicht zurück.
John Rodgers, US-Botschaftsrat für Wirtschaft, befürchtete auf einer Konferenz zum 7. Europäischen Datenschutztag, dass es etwa aufgrund des geplanten Rechts auf Vergessenwerden international "richtig knallen könnte".
Der diesjährige Datenschutztag steht im Zeichen der hart umkämpften EU-Datenschutzreform und des Cloud Computing.
Am Montag nimmt das im Sommer 2011 beschlossene Expertengremium seine Arbeit auf, das die Gesetzgebung zur Terrorismusbekämpfung insbesondere seit dem 11. September 2001 aus rechtspolitischer Sicht bewerten soll.
Ein anonymer Mitarbeiter eines für eBay arbeitenden Callcenters hat schwere Vorwürfe erhoben, beispielsweise sollen die Mitarbeiter des Dienstleisters alle privaten eBay-Nachrichten lesen können. Eine eBay-Sprecherin nahm nun Stellung.
Zahlreiche Bürgerrechtsorganisationen zeigen sich empört über den schwunghaften Handel mit persönlichen Daten und stellen Forderungen an die geplante EU-Datenschutzverordnung. Die Deklaration steht zur Unterzeichung offen.
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