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Während es früher beim Thema Datenschutz vorrangig um Adressendatenbanken und -sammler ging, kam später auch der Schutz im Internet vor Datenklau und Identsklau hinzu. Spätestens 2010 brachten die Sozialen Netzwerke, das Social Web, eine neue Qualität in die Debatte. Die User von Facebook, Google, Twitter und Co. mussten vor sich selbst geschützt werden, wenn sie zu viel Persönliches von sich preisgaben. Und die Betreiber der Sozialen Netze sollten ihre Nutzer besser schützen.
Doch entstand auch eine Diskussion, ob nicht die geschützte Privatsphäre ein überholtes gesellschaftliches Modell ist -- wenn es gilt, möglichst viele Follower oder Freunde zu sammeln? Oder zwingt das Mitmachweb nicht erst recht zur Kontrolle?
Neben den folgenden Meldungen von heise ohnline zum Thema Datenschutz finden Sie auf heise online eine Reihe von Hintergrundartikeln zur Debatte Schutz der Privatsphäre vs. Freizügigkeit bei persönlichen Daten, sowie auch Tipps zur Wahrung der Anonymität im Web, so sie gewünscht ist.
Die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern haben sich gegen "grundrechtsfreie Räume" in Europa ausgesprochen. Anläufe für einen Selbstregulierungskodex für soziale Netzwerke betrachten sie als gescheitert.
Der Datenschutz soll europaweit einheitlich geregelt werden, so sieht es die EU-Kommission vor. Die IT-Unternehmen in Deutschland setzen dabei auf die eigene Selbstverpflichtung, auch um einer Regulierung durch die Politik zuvorzukommen.
Zu sechs Jahren Haft wurde ein 34-jähriger vom Bonner Landgericht für das Ausspähen von T-Online-Kundendaten und dem Einkaufen mit geklauten Kreditkartennummern verurteilt.
Googles Datenbrille wirft neue Datenschutz-Sorgen auf. Schließlich kann man damit seine Umwelt noch unauffälliger filmen und fotografieren als mit Smartphones. Während die ersten Geräte an interessierte Tester gehen, fängt die Debatte gerade erst an.
Wer über Avast.de eine Virenschutzsoftware gekauft hat, hat ein Problem: Im Netz kursieren offenbar die Daten von über 16.000 Kunden; darunter auch Zahlungsinformationen und Passwort-Hashes.
Die EU-Justizkommissarin und der Bundesinnenminister haben inhaltliche Widersprüche in der geplanten Verordnung für die Privatsphäre der EU-Bürger beiseite geräumt, doch im Ministerrat gibt es noch viel Konfliktpotenzial.
Der katholische Klerus wählt einen neuen Papst. Die Kirche im globalen Dorf hat andere Lenker gefunden – und andere Formen der Inbrunst: Wir beichten nun ohne Sünde.
Das Bundesbeschaffungsamt hat den zwei Bewerberkonsortien um die zweite Generation verschlüsselnder Behördenhandys jeweils ein Los der Ausschreibung zugeteilt. Damit kommen jetzt Android- und BlackBerry-Modelle zum Zug.
Die Verbraucherzentrale Sachsen hat iOS- und Android-Nutzer aufgefordert, App-Berechtigungen kritisch zu überprüfen. Neugierige Anwendungen solle man am besten gar nicht installieren.
Hans-Peter Friedrich hat härtere Datenschutzauflagen für die großen sozialen Netzwerke wie Facebook und Google+ gefordert. Hoffnungen setzt er dabei vor allem auf die geplante Datenschutzreform der Europäischen Union.
Ein US-Gesetz soll Nutzern mehr Kontrolle darüber geben, wer ihre Aktionen im Web protokolliert. Die Autoren wollen nicht länger warten, bis die Werbeindustrie das von ihr vor zwei Jahren angekündigte Verfahren vorstellt.
Nir Goldshlager experimentierte mit dem Klau von Tokens des OAuth-Verfahrens und entdeckte, dass die Facebook-Messenger-App für jeden Facebook-Account gefährlich sein kann.
Kunden des Schnäppchenportals Groupon beschweren sich über plötzliche Spam-Mails mit Werbung für Glücksspiel-Seiten. Die betroffenen E-Mail-Adressen seien nur für Groupon benutzt worden.
Bund und Länder haben sich nach monatelangem Tauziehen darauf geeinigt, dass Einwohnermeldeämter persönliche Daten der Bürger nur an Firmen weiter geben, wenn die Betroffenen ausdrückliche eingewilligt haben.
Die europäischen Datenschutzregeln sind nicht auf der Höhe der Zeit. Das will EU-Justizkommissarin Reding ändern. Für ihre Reformvorschläge erhält sie öffentliche Unterstützung von Bundesverbraucherministerin Aigner.
Die Abgeordneten haben sich mehrheitlich gegen Anträge der Linken und Grünen ausgesprochen, wonach die Rasterung von Handy-Daten abgeschafft beziehungsweise eingeschränkt werden soll.
In einer Untersuchung zu Strafverfolgung und Datenschutz in der Cloud weisen Forscher darauf hin, dass der Datentransfer in die Cloud und extreme US-Überwachungsgesetze tückisch zusammenwirken können.
Der BKA-Vizepräsident trug die Ansicht vor, dass jeder, der sich mit dem Internet verbinde, seine Privatheit verlasse und damit eigentlich der Datenspeicherung zustimme. Nahezu alle Redner forderten Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung.
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz kritisiert Medienberichte, in denen immerzu der Ruf nach Vorratsdatenspeicherung laut wird. Dabei werde nicht gründlich und ohne Berücksichtigung der eigentlichen Fakten debattiert.
Die Mehrheit der Sachverständigen warnte in einer Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus davor, dass mit einer Regelung zum Abhören von Internet-Telefonie (Quellen-TKÜ) "die Büchse der Pandora" geöffnet werden könne.
Die europäischen Datenschützer stoßen sich vor allem daran, dass der Internet-Konzern nach seinen neuen Regeln Daten aus verschiedenen Diensten wie YouTube oder GMail gesammelt auswerten darf.
In der juristischen Auseinandersetzung mit dem schleswig-holsteinischen Datenschützer kann Facebook einen Etappensieg verbuchen. Das Verwaltungsgericht hält deutsches Datenschutzrecht für nicht anwendbar.
Das Amtsgericht Duisburg hat gegen den Online-Redakteur eines Bewertungsportals fünf Tage Beugehaft verhängt, da er sich geweigert hatte, persönliche Daten eines Forennutzers herauszugeben.
Forscher an der University of Washington arbeiten an einem neuartigen mobilen Schlaflabor.
Ein australischer App-Autor berichtet, er habe zu seinen verkauften Programmen persönliche Daten jedes einzelnen Käufers erhalten.
Forscher an der University of Washington arbeiten an einer Rundumerfassung zur Diagnose von Schlafstörungen.
Das Innenministerium drängt auf einen raschen Abschluss der seit anderthalb Jahren laufenden Verhandlungen über eine Selbstverpflichtung sozialer Netzwerke. Insider halten das Vorhaben allerdings für gescheitert.
Auf der Seite Lobbyplag.eu werden Änderungsanträge zur EU-Datenschutzreform gesammelt, die eins zu eins mit Vorschlägen von US-Konzernen oder Organisationen übereinstimmen. Damit soll der Lobby-Einfluss sichtbar werden.
Gefahrenabwehr im Geiste der Rube-Goldberg-Maschine: Mit bizarrem Aufwand gegen Überwachung und Privatsphärendefizite.
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