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Während es früher beim Thema Datenschutz vorrangig um Adressendatenbanken und -sammler ging, kam später auch der Schutz im Internet vor Datenklau und Identsklau hinzu. Spätestens 2010 brachten die Sozialen Netzwerke, das Social Web, eine neue Qualität in die Debatte. Die User von Facebook, Google, Twitter und Co. mussten vor sich selbst geschützt werden, wenn sie zu viel Persönliches von sich preisgaben. Und die Betreiber der Sozialen Netze sollten ihre Nutzer besser schützen.
Doch entstand auch eine Diskussion, ob nicht die geschützte Privatsphäre ein überholtes gesellschaftliches Modell ist -- wenn es gilt, möglichst viele Follower oder Freunde zu sammeln? Oder zwingt das Mitmachweb nicht erst recht zur Kontrolle?
Neben den folgenden Meldungen von heise ohnline zum Thema Datenschutz finden Sie auf heise online eine Reihe von Hintergrundartikeln zur Debatte Schutz der Privatsphäre vs. Freizügigkeit bei persönlichen Daten, sowie auch Tipps zur Wahrung der Anonymität im Web, so sie gewünscht ist.
Die Mitarbeiter von mehreren tausend Filialen der Australian Post sollen künftig digitale Gesichtsbilder und Fingerabdrücke etwa für Bankkontoeröffnungen oder die Beantragung von Reisedokumenten erfassen dürfen.
Im Zusammenhang mit dem Abgriff der Daten von möglicherweise Millionen Nutzern des sozialen Netzwerks hat die Berliner Polizei am Sonntag einen Tatverdächtigen festgenommen.
Die städtischen Wiener Linien dürfen fortan ihre U-Bahn-Stationen mit Videokameras überwachen und die Aufnahmen auch speichern. Mehr als 1.100 Kameras kommen dabei zum Einsatz.
Meine Daten gehören mir? Der Fall zeige, dass man sich überlegen muss, wo man Daten preisgibt, speziell im Internet, kommentierte der Bundesdatenschutzbeauftrage nach dem automatisierten Datenabgriff beim Social Network SchülerVZ.
Mit den Big Brother Awards werden alljährlich jene bedacht, die sich nach Ansicht einer Jury besonders im Bereich der Kontrolle, Überwachung und Bevormundung hervorgetan haben. Nach Deutschland sind nun auch Österreich und die Schweiz dran.
Telekom-Vorstand Manfred Balz will sich mit den Konzernchefs aller Telekommunikationsunternehmen zusammensetzen, um den Schutz von Kundendaten zu verbessern.
Zum zehnten Mal werden in Bielefeld die Big Brother Awards für "Leistungen" zur Aushöhlung des Datenschutzes vergeben. Das Jubiläumsjahr 2009 war reich an prominenten Kandidaten.
Nach dem bisherigen Stand der Verhandlungen über den Austausch von Zahlungsverkehrsdaten ist laut dem ARD-Hörfunkstudio in Brüssel vorgesehen, dass auch Daten über nationale Zahlungen einsehbar wären.
Nach einem längeren Tauziehen hat die für die Innen- und Rechtspolitik zuständige Koalitionsarbeitsgruppe einen Kompromiss ausgearbeitet, wonach die geplanten Blockaden kinderpornographischer Seiten faktisch passe sind.
Die Wiesbadener Polizeibehörde hat die seit 1. Januar bestehende Möglichkeit zur heimlichen Online-Durchsuchung bisher noch kein einziges Mal genutzt. Sie hält sie aber weiterhin für ein unverzichtbares polizeiliches Instrument.
"Es ist keine Einigung in der Innenpolitik in Sicht", erklärte ein Mitarbeiter der FDP-Spitzenpolitikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger; er wies Berichte zurück, wonach die Liberalen Zugeständnisse beim Sperrgesetz sowie bei der Visa-Warndatei gemacht hätten.
Im Zuge der "Aufräumarbeiten" nach den Datenskandalen bei der Telekom wurde nun bekannt, dass Datensätze von hunderttausenden Kunden ins Ausland gelangt seien. Der Bonner Konzern betont, er habe bereits 2008 Systeme mit Schwachstellen abgeschaltet.
Mit einer Unterschriftenaktion will der FoeBuD die FDP dazu bewegen, gegenüber CDU und CSU an ihren vor der Bundestagswahl formulierten Prinzipien zur Innen- und Sicherheitspolitik festzuhalten.
Eine Koalitions-Arbeitsgruppe hat sich laut einem Zeitungsbericht grundsätzlich auf Nachbesserungen beim Datenschutz verständigt. Gegensätzliche Auffassungen herrschten dagegen noch immer bei den Themen Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren.
Die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern haben auf ihrer 78. Konferenz die Politik aufgefordert, der "zunehmenden Überwachung" und der "ausufernden Verknüpfung von Daten in Staat und Wirtschaft" entgegenzuwirken. Vorratsdatenspeicherung und heimliche Online-Durchsuchung seien zurückzunehmen.
Mehrere Vertriebspartner im Festnetzbereich hätten vertragswidrig Dritte mit telefonischer Kundenakquise beauftragt, teilte die Telekom mit. Man habe deshalb Strafanzeige erstattet und Abmahnungen erteilt.
Bei den Verhandlungen zwischen Brüssel und Washington über die Weitergabe von Daten des Finanzdienstleisters SWIFT zeichnet sich laut einem Bericht eine baldige Einigung ohne Mitsprache des EU-Parlaments ab.
Er sorge sich darum, dass wir uns zu einer privaten Überwachungsgesellschaft internationalen Ausmaßes verwandeln, sagte Hans-Jürgen Papier im hessischen Landtag. Aber auch der Staat müsse den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wahren.
Laut der Jahresstatistik über den Einsatz von Maßnahmen zur akustischen Wohnraumüberwachung haben Strafverfolger von Bund und Ländern 2008 in sieben Ermittlungsverfahren zu entsprechenden Mitteln gegriffen.
Laut Jahresbericht der Datenschutzbehörde des Department of Homeland Security sind an Flughäfen weniger Laptops durchsucht worden als von Datenschützern befürchtet.
Mit dem neuen Media Center werden Windows-7-Anwender Zugriff auf Microsofts Online-Services haben. Wer allerdings die TV- und VoD-Dienste nutzen möchte, sollte nicht nur einen Blick auf die zugehörige Datenschutzerklärung werfen.
Im vergangenen Jahr wurde der EU-Datenschützer Peter Hustinx öfter als sonst von europäischen Behörden zu Rate gezogen. Unter anderem mit den Verhandlungen zur Weitgabe von Bankdaten sieht Hustinx große Aufgaben auf die EU zukommen.
Heimliche Online-Durchsuchungen und Zugriff auf Daten aus der Verbindungsdatenspeicherung für den Verfassungsschutz, der genetische Fingerabdruck als erkennungsdienstlicher Standard - die Wünsche aus dem Bundesinnenministerium gehen sehr weit.
Die US-Polizeibehörde arbeitet mit einem National Security Branch Analysis Center (NSAC) laut einem Bericht weiter an Data-Mining-Projekten im Stil des "Total Information Awareness"-Systems, dem der Kongress den Hahn abgedreht hatte.
Der Informatiker Benjamin Erhart ist mit seiner Klage beim Verwaltungsgericht München gescheitert. Das Gericht hält die vom Innenministerium angeführten Bestimmungen für das Kennzeichen-Scanning für ausreichend.
Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland 5348 Verfahren gegeben, in denen Telefongespräche und Computerkommunikation abgehört oder überwacht wurden. Das sind 11 Prozent mehr als 2007.
Die ÖBB haben seit Jahren rechtswidrigerweise Daten über Krankheiten tausender Mitarbeiter gesammelt. Nicht Leistung, sondern Gesundheit soll häufig die Karriereentwicklung entschieden haben.
Das soziale Netzwerk beerdigt nach seinen jüngsten Gewinnen endgültig das Werbeprogramm "Beacon" und will den Rechtsstreit mit einer Stiftungsgründung beilegen.
Die Länder haben "grundsätzliche Bedenken" gegen die von der EU-Kommission geplante Errichtung einer "Agentur für das Betriebsmanagement von IT-Großsystemen" im Bereich innerer Sicherheit vorgebracht.
Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch sagte in einem Radiointerview, es lasse sich nicht ausschließen, dass die Polizisten überreagiert hätten. Allerdings sei die Vorgeschichte der Übergriffe noch nicht abschließend geklärt.
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