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Während es früher beim Thema Datenschutz vorrangig um Adressendatenbanken und -sammler ging, kam später auch der Schutz im Internet vor Datenklau und Identsklau hinzu. Spätestens 2010 brachten die Sozialen Netzwerke, das Social Web, eine neue Qualität in die Debatte. Die User von Facebook, Google, Twitter und Co. mussten vor sich selbst geschützt werden, wenn sie zu viel Persönliches von sich preisgaben. Und die Betreiber der Sozialen Netze sollten ihre Nutzer besser schützen.
Doch entstand auch eine Diskussion, ob nicht die geschützte Privatsphäre ein überholtes gesellschaftliches Modell ist -- wenn es gilt, möglichst viele Follower oder Freunde zu sammeln? Oder zwingt das Mitmachweb nicht erst recht zur Kontrolle?
Neben den folgenden Meldungen von heise ohnline zum Thema Datenschutz finden Sie auf heise online eine Reihe von Hintergrundartikeln zur Debatte Schutz der Privatsphäre vs. Freizügigkeit bei persönlichen Daten, sowie auch Tipps zur Wahrung der Anonymität im Web, so sie gewünscht ist.
Insgesamt haben die Bundesbürger erhebliche Zweifel am Schutz ihrer Daten. Laut einer Umfrage trauen die Bundesbürger den Behörden sowie Banken und Versicherungen noch am ehesten sorgsamen Umgang mit privaten Daten zu.
In Regionalbereichen der Tochter DB Sicherheit GmbH wurden Listen mit krankheitsbezogenen Daten von Mitarbeitern geführt. Die Bahn hat nach eigenen Angaben bereits personelle Konsequenzen gezogen.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die vor Kurzem begonnene Bündelung der Anlagen zur Telekommunikationsüberwachung deutscher Sicherheitsbehörden scharf kritisiert.
Eine Hamburger Initiative will die vom Betreiber Toll Collect gesammelten Daten auswerten und mit ihnen in einem "Truck Guide Hamburg" den Container-Verkehr im Hafengebiet optimieren.
Die EU-Kommission hat eine öffentliche Befragung zum geplanten Rahmenwerk für das Grundrecht auf den Schutz persönlicher Daten gestartet. Der EU-Datenschutzbeauftragte sammelt zudem Meinungen zur Kameraüberwachung.
In der Diskussion um den Zugriff von US-amerikanischen Terrorfahndern auf europäische Bankdaten fordert nun die EU-Kommision ihrerseits Zugang zu US-amerikanischen Daten.
Neben privaten E-Mail-Konversationen haben Cracker auch tausende Passwörter veröffentlicht, die sie auf Systemen der Security-Experten Dan Kaminsky und Kevin Mitnick gefunden haben wollen.
Auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarkts in Aachen haben Passanten einen offenen Container mit tausenden Kundendaten einer Versicherung gefunden.
In Baden-Württemberg soll ein Feldversuch zu Hausarrest mit elektronischer Fußfessel als Ersatz für Gefängnisaufenthalt unter Beteiligung privater Wachdienste erfolgen. Dies trifft auf den Widerspruch der Gewerkschaft der Polizei.
Geldinstitute sind verpflichtet, Nichtkunden bei einem Geldwechsel ab 15.000 Euro mit einer Liste von Terrorverdächtigen des Bundeskriminalamtes abzugleichen.
Nach dem Willen der EU-Kommission sollen Finanzbehörden in Zukunft grenzüberschreitend Online-Rechnungen kontrollieren können.
Das "Manifest" über die Hoheit der Nutzer über ihre Daten sei "inhaltlich keine neue Forderung", räumte der Chef des Social Networks ein. "Aber wir haben gesehen, dass die Dinge, die wir für einen Industriestandard halten, nicht selbstverständlich sind."
Die EU-Außenminister haben der EU-Kommission das Mandat erteilt, ein temporäres Abkommen mit Washington zum Zugriff auf Überweisungsinformationen des Finanzdienstleisters SWIFT auszuhandeln.
Unbekannte haben beim Registrar und Hosting Provider Network Solutions über 500.000 Datensätze mit Kreditkartennummern gestohlen indem sie speziellen Code in gehostete Web-Shops einschleusten.
Die EU-Kommission will Fahndern zum Zweck der Terrorismusbekämpfung den Zugriff auf Bankverbindungsdaten des internationalen Finanzdienstleisters Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (Swift) zu ermöglichen.
Alle vom Verfassungsgericht befragten Experten sind sich einig, dass ein ungerechtfertigter Zugriff auf die gespeicherten Telekommunikations-Verbindungsdaten nicht zu verhindern ist. Auch das Justizministerium will Missbrauch nicht ausschließen.
Das Bundesinnenministerium hat auf Anfrage der Linksfraktion eine Aufstellung der beim BKA und der Bundespolizei vorhandenen Datensammlungen für Zwecke der Prävention und Strafverfolgung veröffentlicht.
Ein britischer Ex-Polizist hat laut einem Medienbericht die weltweit erste umfassende Datenbank mit sensitiven Einträgen bis hin zu Kreditkartennummern erstellt, die rechtswidrig im Internet angeboten werden.
US-Wissenschaftler haben ein Programm entwickelt, mit dem automatisch Postings, Emails oder Chat-Kommunikation nach einer gewissen Zeit unwiderruflich gelöscht wird.
In der Datenaffäre des Geldinstituts hat das Regierungspräsidium Darmstadt laut einem Zeitungsbericht die Strafverfolger eingeschaltet, weil es Anhaltspunkte für Straftaten sehe. Der Aufsichtsratsvoristzende Clemens Börsig gerate zunehmend unter Druck.
Harald von Bose, Landesdatenschutzbeauftragter von Sachsen-Anhalt, sieht einen fortschreitenden Präventionsstaat. "Noch befinden wir uns nicht in einem 'Überwachungsstaat', doch ist die bisherige Entwicklung besorgniserregend."
Die EU-Kommission plant laut einem Zeitungsbericht, sensible Finanzinformationen aus einem neuen Rechenzentrum des Finanznetzwerks Swift US-amerikanischen Behörden zur Verfügung zu stellen.
Behörden lesen online mit: Während in Belgien der Fiskus soziale Netzwerke zur Recherche nutzt, sprengte die britische Polizei eine per Facebook angekündigte kleine Grillparty.
Die kanadische Datenschutzbeauftragte Jennifer Stoddart hat im Rahmen einer Untersuchung "schwerwiegende Datenschutzlücken" in dem sozialen Netzwerk ausfindig gemacht und dem Betreiber eine Frist zur Behebung eingeräumt.
Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und des elektronischen Personalausweises gehört Deutschland zu den Spitzenreitern bei Smartcard-Großprojekten in Europa.
Es solle keine neuen Eingriffsbefugnisse für die Sicherheitsbehörden in Europa und stattdessen mehr Datenschutz beim Austausch von Informationen geben, betonen EU-Vertreter in einer Reaktion auf Kritik von Bürgerrechtlern am Stockholm-Programm.
Datenschützer und EU-Parlamentarier kritisieren das vor kurzem offiziell gestartete Überwachungssystem, mit dem London alle Ein- und Ausreisebewegungen zu Land, Wasser und in der Luft zentral erfassen will.
Nachdem der Verbraucherzentrale Bundesverband bei einigen Social Networks Datenschutzmängel monierte, hat nun das Karrierenetzwerk reagiert.
Der Suchmaschinenbetreiber Google hat umgesattelt: Für seinen Visualisierungsdienst Street View lässt das Unternehmen Mitarbeiter jetzt auf Fahrrädern strampeln, um 360-Grad-Aufnahmen auch von abgelegenen Kulturstätten machen zu können.
Bürger sollten es nicht klaglos akzeptieren, wenn sie in ihrer Eisdiele, im Schwimmbad, im Wartezimmer oder im Zug per Videokamera beobachtet werden, meint Edgar Wagner, Landesbeauftrager für den Datenschutz in Rheinland-Pfalz.
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