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Während es früher beim Thema Datenschutz vorrangig um Adressendatenbanken und -sammler ging, kam später auch der Schutz im Internet vor Datenklau und Identsklau hinzu. Spätestens 2010 brachten die Sozialen Netzwerke, das Social Web, eine neue Qualität in die Debatte. Die User von Facebook, Google, Twitter und Co. mussten vor sich selbst geschützt werden, wenn sie zu viel Persönliches von sich preisgaben. Und die Betreiber der Sozialen Netze sollten ihre Nutzer besser schützen.
Doch entstand auch eine Diskussion, ob nicht die geschützte Privatsphäre ein überholtes gesellschaftliches Modell ist -- wenn es gilt, möglichst viele Follower oder Freunde zu sammeln? Oder zwingt das Mitmachweb nicht erst recht zur Kontrolle?
Neben den folgenden Meldungen von heise ohnline zum Thema Datenschutz finden Sie auf heise online eine Reihe von Hintergrundartikeln zur Debatte Schutz der Privatsphäre vs. Freizügigkeit bei persönlichen Daten, sowie auch Tipps zur Wahrung der Anonymität im Web, so sie gewünscht ist.
Unbekannte behaupten in einem Posting auf einer Mailing-Liste, im Besitz von Datenbankinhalten, vertraulichen Dokumente und Serverprogrammen zu sein. Man wolle die Daten an den höchstbietenden verkaufen.
Per E-Mail verschickte Auftragsbestätigungen, Rechnungen oder Kündigungen gelten rechtlich als Handelsbriefe, die für die Finanzämter elektronisch archiviert werden müssen. Die Archivierung stellt sich jedoch juristisch geradezu als Minenfeld dar.
Ein Student hat in der Iserlohner Innenstadt eine Festplatte mit unverschlüsselten Patientendaten aufgelesen. Das Fundstück führt zu einiger Verwirrung im Klinikum Lüdenscheid, dem die Platte zugeordnet werden konnte.
Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat nach Gesprächen mit Google rechtliche Schritte angedroht, die einen Transfer von in Deutschland aufgenommenen Street-View-Bildern in die USA künftig verhindern könnten.
Laut der University of California in Berkeley hat allein der Suchmaschinenriese Google auf 92 der meistbesuchten 100 Webseiten die umstrittenen Mini-Grafiken zur Analyse von Surferspuren platziert.
Wolfgang Bosbach sagte gegenüber der ARD, einen gesetzgeberischen Handlungsbedarf für Online-Durchsuchungen durch den Verfassungsschutz sehe er derzeit nicht. Unter anderem sei ja noch eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe anhängig.
Die Gesellschaft für Versicherte und Patienten und der Centralverband Deutscher Berufsphotographen bemängeln, dass die von den Versicherten eingeschickten Fotos für die Gesundheitskarte nicht überprüft werden.
Die geplante gesetzliche Verankerung der Regierungsübereinkunft zur Weitergabe sensibler personenbezogener Informationen über Deutsche an die USA wird nur von der Union ohne Abstriche befürwortet.
Der vom BKA-Referat KI 15 verfasste 160-Seiten-Bericht "Auswirkungen gesetzlicher Neuregelungen auf die Ermittlungspraxis der Strafverfolgungsbehörden" ist ein Versuch, aus konkreten Vorfällen ein generelles Vorgehen der Polizei zu destillieren.
Mit dem Vorstoß im Rahmen einer Reform des Bundesdatenschutzgesetzes soll das zunehmend in der Wirtschaft eingesetzte Scoring für die Kreditwürdigkeit transparenter werden. Ein Antrag der Grünen zu "Datenschutz ins Grundgesetz" wurde abgelehnt.
Mit großer Mehrheit hat der bayerische Landtag den Vorschlag der Staatsregierung angenommen. Der stellvertretende Berliner Datenschutzbeauftragte war zuvor beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Kiel tätig.
Das Bundesinnenministerium argumentiert, dass ein verdeckter Zugriff auf informationstechnische Systeme auch den Staatsschützern nützlich sein könne - etwa wenn IT-Systeme für Anschlagsvorbereitungen genutzt würden.
Die Datenskandale bei Lidl oder der Deutschen Bahn haben zu einem immensen Imageschaden geführt. Juristische Konsequenzen gibt es jedoch kaum. Denn das Bundesdatenschutzgesetz regelt Mitarbeiterüberwachung nur unzureichend
Zwischen CDU/CSU und SPD gibt es Streit über die Novellierung des Datenschutzgesetzes. Dem Verbraucherzentrale Bundesverband wäre ein Scheitern des Vorhabens recht. Er sieht in dem gegenwärtigen Entwurf einen "Schlag ins Gesicht der Verbraucher".
Das Präsidium des Bundestags befasst sich mit möglichen Konsequenzen daraus, dass das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl am Samstag bereits vor der offiziellen Bekanntgabe im Internet zu lesen war.
Bereits am Freitag hatte die Deutsche Bank von "möglichen Verstößen" im Bereich der Konzernsicherheit gesprochen. Medienberichten zufolge wurden Nachforschungen über Mitarbeiter angestellt. Zu den Betroffenen könnten auch Vorstandsmitglieder gehören.
"Ich setze die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes, diese Durchsuchungen nur als ultima ratio, also als letztes Mittel einzusetzen, konsequent um", sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke.
Der britischen Luftwaffe sind im September 500 Datensätze mit Informationen über Bedienstete abhanden gekommen, die die Betroffenen erpressbar machen könnten. Der Datenverlust wurde jetzt erst bekannt.
Ziel des kleinen Ablegers Chaos Communication Congress war es, "dass Techniker mit Kulturschaffenden reden und mit Politikern". Mit der Hackerbewegung sei man "ein bisschen im Mainstream angekommen".
Der CCC beklagt, dass Ermittlungsbehörden die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zum "Recht auf digitale Intimsphäre" weitgehend ignorieren oder umgehen, indem sie andere Rechtsnormen heranziehen, um etwa Abhörmaßnahmen zu rechtfertigen.
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts hat dem Gesetzgeber auf einer Podiumsdiskussion zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes eine zu starke Verschiebung der Balance hin zur Sicherheit vorgeworfen.
Das Fernsehmagazin der c't zeigt in seiner morgigen Sendung, was es mit der Digitalisierung in Gesundheitswesen auf sich hat und worauf die Patienten sich demnächst gefasst machen müssen.
Ziel der Maßnahme ist nach Angaben des Department of Homeland Security (DHS) die Identifikation von gefährlichen ausländischen Straftätern, die nach Verbüßung ihrer Haftzeit abgeschoben werden sollen.
Der Internetdienstleister hat das Ultimatum des Hamburger Datenschutzbeauftragten erfüllt und die Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen zugesichert. Der Datenschutzbeauftragte sieht aber noch ein Problem bei den Rohdaten.
Mit ihrem jetzt veröffentlichten Programm für die Bundestagswahl im Herbst streben die Liberalen den Ausbau Deutschlands zum Vorreiter in Sachen Internetkompetenz und eine Renaissance des Schutzes der Privatheit an.
Auf der Festplatte, die aus dem National Archive verschwunden ist, waren Sozialversicherungsnummern, Adressen sowie interne Vorschriften des Geheimdienstes und des Weißen Hauses abgespeichert.
Die Deutsche Telekom soll laut einem Bericht des "Handelsblatts" auch das Privatleben potenzieller Mitarbeiter durchleuchtet haben. Demnach seien im Ausland auch Informationen über das Intimleben gesammelt worden.
In rund 20 deutschen Städten finden am 60. Geburtstag des Grundgesetzes Aktionen des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung und von Partnerorganisationen statt.
Wenige Tage vor dem 60. Geburtstag des Grundgesetzes rügte Winfried Hassemer, Ex-Vizepräsident des Verfassungsgerichts, bei der Vorstellung des Grundrechte-Reports 2009 Politik und Verwaltung: Zu häufig werde zu Lasten bürgerlicher Freiheiten entschieden.
Johannes Caspar hat Google aufgefordert, bis kommenden Mittwoch 10.00 Uhr den Datenschutz in seinem Straßenansichtsdienst schriftlich zu garantieren. Sollte dies nicht erfolgen, dürfe Google das Projekt Street View in Hamburg nicht mehr fortsetzen.
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