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Während es früher beim Thema Datenschutz vorrangig um Adressendatenbanken und -sammler ging, kam später auch der Schutz im Internet vor Datenklau und Identsklau hinzu. Spätestens 2010 brachten die Sozialen Netzwerke, das Social Web, eine neue Qualität in die Debatte. Die User von Facebook, Google, Twitter und Co. mussten vor sich selbst geschützt werden, wenn sie zu viel Persönliches von sich preisgaben. Und die Betreiber der Sozialen Netze sollten ihre Nutzer besser schützen.
Doch entstand auch eine Diskussion, ob nicht die geschützte Privatsphäre ein überholtes gesellschaftliches Modell ist -- wenn es gilt, möglichst viele Follower oder Freunde zu sammeln? Oder zwingt das Mitmachweb nicht erst recht zur Kontrolle?
Neben den folgenden Meldungen von heise ohnline zum Thema Datenschutz finden Sie auf heise online eine Reihe von Hintergrundartikeln zur Debatte Schutz der Privatsphäre vs. Freizügigkeit bei persönlichen Daten, sowie auch Tipps zur Wahrung der Anonymität im Web, so sie gewünscht ist.
Bayerns Innenminister Herrmann hat versichert, die Bürger könnten sich gegen die Veröffentlichung von Aufnahmen ihrer Wohnhäuser wehren. Die FDP und die Opposition fordern, die Aufnahmen notfalls auch zu verbieten, falls die Privatsphäre verletzt wird.
Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat an die Länder appelliert, dem Gesetz zur Umsetzung des Abkommens zum Datentransfer nicht zuzustimmen. Auch das Gesetz zu Web-Sperren steht auf der Tagesordnung.
Zu den Forderungen aus dem Wahlprogramm der noch jungen politischen Vereinigung gehören ein Grundrechte-TÜV für Sicherheitsgesetze, die Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung und ein Verbot von Internetfiltern.
Protovis, ein Programmpaket zur Datenvisualisierung mit eigener Skriptsprache, das an der Stanford University entsteht, hat das Alpha-Stadium erreicht.
Eine neue Software, die an der Stanford University entsteht, soll es erleichtern, komplexes Zahlenmaterial interaktiv aufzubereiten.
Für Millionen Facebook-Benutzer waren persönlichste Details über den künftigen Mi6-Chef öffentlich zugänglich.
Der Bundestag hat mit den Stimmen der großen Koalition die umstrittene Regierungsübereinkunft zur Weitergabe sensibler personenbezogener Informationen über Deutsche an die USA abgenickt.
Das Parlament hat den Gesetzesentwurf zur Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes angenommen, mit dem die Weitergabe von personenbezogenen Daten an Dritte an strengere Maßgaben geknüpft wird.
Mit einer Selbstverpflichtung für den verantwortungsvolleren Umgang mit Verbraucherdaten wollen die großen Verbände der US-Werbewirtschaft offenbar einer möglichen Regulierung durch die Regierung zuvorkommen.
Die Opposition warf der Koalition vor, mit Gesetzen etwa zu Online-Durchsuchungen die Grenzen der Verfassung zu sprengen. "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Freiheit klaut", umschrieb Jörg Tauss von der Piratenpartei verbreitete Ansichten.
Der Webanalyse-Dienst Insights for Search des Suchmaschinendienstleisters bilde Entwicklungen in der Gesellschaft schnell ab, erläutert Google-Manager Hal Varian. Er beteuert, dass der Datenschutz eingehalten und Daten nicht verkauft würden.
Das Geldinstitut soll laut einem Bericht des WDR einem Unternehmensberater sensible Daten ohne Anonymisierung und ohne Unterzeichnung einer Vertraulichkeitserklärung überlassen haben.
Der Innenausschuss des Bundestags hat mit den Stimmen der großen Koalition doch noch eine gekürzte Fassung des geplanten neuen Bundesdatenschutzgesetzes auf den Weg gebracht – ohne den umstrittenen Datenschutz-Audit.
Am 12. September wollen der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und andere Bürgerrechtler ihren Forderungen nach Abbau der Überwachung mit einem Protestmarsch und einer Kundgebung vor dem Roten Rathaus Ausdruck verleihen.
Solange die Karte keine weitergehenden Funktionen als die herkömmliche Krankenversicherungskarte habe, sei ihr Einsatz sinnlos und werde allein aus politischen Gründen betrieben, meint Jürgen Wasem kurz vor einer Bundestagsdebatte über ein eGK-Moratorium.
Die indische Regierung will alle Einwohner des Subkontinents mit Identitätsdokumenten ausrüsten und die Ausweisnummern zentral erfassen. Als Projektleiter ist der Infosys-Gründer Nandan Nilekani vorgesehen.
Im Verfahren gegen die verdachtsunabhängige Protokollierung von Nutzerspuren sind beim Bundesverfassungsgericht neue kritische Stellungnahmen eingegangen.
Trotz des jüngsten Entgegenkommens des kalifornischen Internet-Konzerns blieben immer noch Fragen offen; eine weitere Stärkung der Rechte von Betroffenen sei zu prüfen, meinte Karl Peter Bruch.
CDU und CSU entschärfen ihr geplantes "Regierungsprogramm" etwas und drängen nicht mehr auf ein Kappen von Netzverbindungen im Kampf gegen Urheberrechtsverletzer, doch Datenschutz wird weiter mit Täterschutz in Verbindung gebracht.
Die "Artikel-29-Datenschutzgruppe" ist besorgt darum, dass sich Social Networks an die in Europa gültigen Datenschutzbestimmungen halten. In einer Stellungnahme zeigen sie auf, worauf die Betreiber zu achten haben.
Ein heute von CDU und FDP vorgestellter Entwurf zur Änderung des Gesetzes über die Öffentliche Sicherheit und Ordnung verschafft eine neue Rechtsgrundlage für den Einsatz automatisierter Kennzeichenerfassung.
Eine Lehrerin scheiterte mit ihrer Klage gegen spickmich.de auch vor dem BGH: Die Lehrer-Bewertungen stellten Meinungsäußerungen dar, die die berufliche Tätigkeit der Klägerin betreffen, für die nicht der gleiche Schutz wie in der Privatsphäre gelte.
Ein aktueller Gesetzesentwurf zur Bekämpfung von gewaltbereiten Jugendbanden fordert schärfere Strafen und bessere Überwachung.
In der Auseinandersetzung um die Lehrerbenotungen auf spickmich.de wird vom Bundesgerichtshof ein Grundsatzurteil erwartet, wie weit Bewertungsportale im Internet in das Persönlichkeitsrecht eingreifen.
Bis zum 15. Juli können Bürger Personen oder Organisationen nominieren, die voriges Jahr besonders durch Datenschutzvergehen aufgefallen sind.
"Mitarbeiter zu überwachen, ist eine sehr weit verbreitete Praxis", betonte der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar laut "Tagesspiegel". Ein Indiz dafür sei der starke Absatz von Spionagesoftware, die angeblich der Wartung der EDV diene.
Google Street View hat der holländischen Polizei einen entscheidenden Hinweis bei den Ermittlungen zu einem Überfall gegeben.
Wer die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen am PC beachtet, hat vor Gericht jetzt einen viel besseren Stand.
Zu den Teilnehmern eines Anwendungstests des künftigen elektronischen Personalausweises gehören neben Banken und Versicherungen (ID-Funktionen) auch Automatenbetreiber und Glücksspielanbieter, die sich vor allem für die Altersverifikation interessieren.
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