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Während es früher beim Thema Datenschutz vorrangig um Adressendatenbanken und -sammler ging, kam später auch der Schutz im Internet vor Datenklau und Identsklau hinzu. Spätestens 2010 brachten die Sozialen Netzwerke, das Social Web, eine neue Qualität in die Debatte. Die User von Facebook, Google, Twitter und Co. mussten vor sich selbst geschützt werden, wenn sie zu viel Persönliches von sich preisgaben. Und die Betreiber der Sozialen Netze sollten ihre Nutzer besser schützen.
Doch entstand auch eine Diskussion, ob nicht die geschützte Privatsphäre ein überholtes gesellschaftliches Modell ist -- wenn es gilt, möglichst viele Follower oder Freunde zu sammeln? Oder zwingt das Mitmachweb nicht erst recht zur Kontrolle?
Neben den folgenden Meldungen von heise ohnline zum Thema Datenschutz finden Sie auf heise online eine Reihe von Hintergrundartikeln zur Debatte Schutz der Privatsphäre vs. Freizügigkeit bei persönlichen Daten, sowie auch Tipps zur Wahrung der Anonymität im Web, so sie gewünscht ist.
Die Deutsche Telekom soll seit 2001 über mehrere Jahre Kontobewegungen von Mitarbeitern, deren Angehörigen und von Dritten ausspioniert haben.
Über ein pikantes Detail am Rande des Datenskandals bei der Deutschen Bahn berichtet der Spiegel.
Die Deutsche Telekom soll der Lufthansa Verbindungsdaten für interne Ermittlungen gegen einen Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt haben. Die Lufthansa will nur Flugdaten genutzt haben.
Die IT-Unternehmen rühren im Internet, mit einer Bustour und auf anderen Wegen bei Medizinern für die Digitalisierung des Gesundheitssystems.
Die Länderkammer hat den Gesetzesentwurf zur Durchführung des für 2011 geplanten Zensus, das Gendiagnostikgesetz und eine kritische Stellungnahme zum Abkommen mit den USA zur Weitergabe sensibler Personendaten verabschiedet.
Millionen Menschen veröffentlichen in sozialen Netzwerken im Internet private Daten und Fotos. Die meisten vergessen, dass hinter Communitys Unternehmen stehen, die in erster Linie an Profit interessiert sind.
Mit einer Empfehlung zum Datenschutz will die EU-Kommission einen Interessenausgleich zwischen Verbrauchern und RFID-Anwendern bewirken.
Bevor Google Bilder von griechischen Straßen online stellen kann, will die Datenschutzbehörde den Schutz von Persönlichkeitsrechten garantiert sehen.
US-Forscher haben eine Software entwickelt, die zuvor anonymisierte Daten aus Twitter und Flickr allein durch Freundesverbindungen zurückverfolgen kann.
US-Forscher haben eine Methode entwickelt, mit der sich die Identität von Personen feststellen lässt, die bei Twitter, Flickr & Co. eigentlich unerkannt bleiben wollten.
Die Magistratsabteilung 15 der Stadt Wien will vertrauliche Gesundheitsdaten von tausenden Schülern und deren Eltern für eine Studie auswerten.
Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, besteht auf einem großangelegten Test mit mindestens 100.000 Teilnehmern, bevor die elektronische Gesundheitskarte mit zumindest rudimentären Funktionen eingeführt wird - und das dürfte dauern.
Die Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog hat den Kartellwächtern des US-Justizministeriums eine interne Google-Präsentation übergeben, in der sich der Konzern gegen Monopol-Vorwürfe wappnet.
Im Rahmen einer Studie fanden Forscher auf einer bei eBay ersteigerten Festplatte brisante Informationen eines US-Rüstungskonzerns. Keine Ausnahme: Ein Drittel der getesteten gebrauchten Datenträger enthielten noch sensible Daten der Vorbesitzer.
Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach glaubt nicht einmal mehr jeder zwölfte Deutsche, dass Daten, die bei Unternehmen gespeichert sind, ausreichend geschützt werden. Und auch der Staat kommt derzeit nicht gut weg beim Volk.
Zwar erkennt das Home Office an, dass die Datenbank in die Privatsphäre eingreift, da die Daten aber für die Polizeiarbeit von hohem Wert sind, will man auch die DNA-Profile von Nichtverurteilten länger behalten.
Karsten Neumann, Datenschutzbeauftragter des Landes, will die Aufnahmen von Straßenzügen weiter beobachten. Er zeigte sich unzufrieden mit der Unkenntlichmachung von Gesichtern.
Vor den Verhandlungen der Regierungsparteien über die Datenschutznovelle warnen Daten- und Verbraucherschützer davor, die geplante Neuregelung des Datenschutzes durch Ausnahmeregelungen aufzuweichen und fordern einen Paradigmenwechsel.
Die Zentralstelle beim niederländischen Justizministerium, an die Telekommunikationsanbieter Rufnummern und Anschriften ihrer Kunden melden, ist nach eigenen Angaben für die mögliche Aufnahme von IP-Adressen zur Vorratsdatenspeicherung erweiterbar.
Kriminelle sollen die Daten von 8 Millionen amerikanischen Schmerzpatienten vom Server des Virginia Prescription Monitoring Program gestohlen haben Der Server dient zur Überwachung der Herausgabe von Rezepten für Schmerzmittel wie Opiate.
Die Street-View-Autos rollen wie angekündigt auch wieder durch Deutschland, Google macht Aufnahmen in Kiel und Lübeck. Unterdessen sehen Datenschützer weiteren Klärungsbedarf.
Gegen den Datenaustausch mit anderen Staaten im Rahmen der europäischen Cybercrime-Convention richtet sich eine Verfassungsbeschwerde zweier Juristen, die in Karlsruhe anhängig ist.
Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaussicht prüft die Vorgänge beim Kabelnetzbetreiber KDG, der Kundendaten an Dienstleister weitergegeben und damit kompromittiert haben soll.
Die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte Bettina Sokol stellte einem Zeitungsbericht zufolge Strafanzeige gegen die Kölner Privatdetektei, die im Auftrag des Konzerns Kontodaten eines Bahn-Mitarbeiters ausspioniert haben soll.
Die Pläne zur Verschärfung des Datenschutzes gehen den obersten Datenschützern in Hamburg und Schleswig-Holstein nicht weit genug. Gleichzeitig mahnte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts mehr Schutz der Privatsphäre an.
Laut einer Analyse der Electronic Frontier Foundation (EFF) umfasste das Investigative Data Warehouse (IDW) der US-Polizeibehörde 2008 rund eine Milliarde einzelne Dokumente aus über 53 Datenquellen.
Laut der Umfrage einer schwedischen Tageszeitung wollen über 5 Prozent der Befragten bei der Europawahl ihr Kreuz bei der Piratenpartei machen. Damit könnte die "Piratenpartiet" ihren Spitzenkandidaten Christian Engström ins Europaparlament entsenden.
Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix wirft der Bahn rechtswidrige Speicherung von personenbezogenen Daten beim wiederholten Abgleich von Mitarbeiterdaten vor.
Drei schwedische ISP wollen keine Daten mehr speichern, die eine Identifizierung der Anschlussinhaber anhand der IP-Adresse erlauben, und damit die Privatsphäre ihrer Kunden schützen.
Das Gericht hat die erstmals im März 2008 beschlossenen und im Oktober 2008 erweiterten Auflagen zum eingeschränkten Zugriff auf verdachtsunabhängig vorgehaltene Verbindungs- und Standortdaten in der Telekommunikation um ein halbes Jahr verlängert.
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