Der japanische Speicherchiphersteller Elpida, der vor der Übernahme durch Micron steht, mindert angeblich den Ausstoß an DRAM-Produkten deutlich.
Mit der Übernahme von Elpida steigt Micron zum zweitgrößten Speicher-Spezialisten auf und kontrolliert gemeinsam mit Samsung und Hynix 90 Prozent des Marktes. EIne Analyse der Auswirkungen.
Die Spatzen pfiffen es vorher schon von den Dächern, nun wurde offiziell mitgeteilt, dass die US-Amerikaner den insolventen DRAM-Fertiger übernehmen dürfen.
Micron soll das Rennen um die Übernahme des angeschlagenen Konkurrenten Elpida gewonnen haben. Lediglich drei Firmen stemmen nun 90% des weltweiten DRAM-Umsatzes.
Mit 1,3 Prozent Zuwachs blieb der Umsatz mit Halbleiterchips hinter den Erwartungen der Marktforscher zurück. Dennoch konnten einzelne Firmen wie Branchenprimus Intel sowie Qualcomm und ON Semiconductor kräftig zulegen.
Der Chiphersteller Micron könnte womöglich den insolventen Konkurrenten Elpida übernehmen.
Der Auftragsfertiger Globalfoundries, dem auch das ehemalige AMD-Werk in Dresden gehört, will angeblich den angeschlagenen taiwanischen DRAM-Produzenten ProMOS übernehmen.
Der krisengeschüttelte DRAM-Hersteller hat Gläubigerschutz beantragt. Das Unternehmen leidet unter den fallenden Chip-Preisen und hat Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe.
Angesichts stockender Verhandlungen über die weitere Finanzierung ergänzt der japanische Speicherhersteller seinen Quartalsbericht und formuliert Zweifel an der Fortführung des Geschäftsbetriebs.
Nach Micron melden nun auch Hynix, Elpida und Nanya teilweise drastische Verluste im Geschäft mit (DDR-)SDRAM-Chips für den Hauptspeicher von PCs, Notebooks und Servern. Auch die Aussichten sind durchwachsen.
Schon 2013 will Elpida die Serienproduktion von 512-MByte-Speicherchips aufnehmen, die Vorzüge von NAND-Flash und DRAM kombinieren: Nichtflüchtig und schnell soll ReRAM sein.
Der Speicherchip-Hersteller ist Berichten zufolge auf weitere staatliche Hilfen angewiesen. Die japanische Regierung soll derweil über einen Zusammenschluss mit Toshibas Flash-Sparte nachdenken.
Die taiwanische Speicherchipbörse DRAMeXchange meldet 1,9 Prozent Umsatzrückgang und über 40 Prozent Samsung-Marktanteil.
Der US-Patentverwerter Intellectual Ventures hat die Speicherhersteller Elpida und Hynix sowie IT-Hersteller und Handelsketten wegen angeblicher Verletzung von insgesamt fünf Patenten zu Speichertechnologie verklagt.
Die Marktkonzentration bei den Computerkomponenten setzt sich fort: Kingston erzielt mehr als die Hälfte aller Umsätze sämtlicher Third-Party-Hersteller von DIMMs für Desktop-PCs, Notebooks und Server.
Branchenprimus Intel konnte seinen Umsatz im Jahresvergleich um 25 Prozent steigern, während die Speicherhersteller mit schwachem Absatz zu kämpfen haben.
Erdbeben, Tsunami, Atomunfall, unsichere Stromversorgung, Behinderungen im Verkehr und eine verunsicherte Bevölkerung wirken sich auf die Produktion japanischer Firmen aus.
Trotz starkem Preisverfall im Speicherchipmarkt steigert die japanische Firma Elpida ihre Fertigungskapazität und vermarktet künftig die komplette DRAM-Produktion des langjährigen taiwanischen Partners.
Der japanische Chip-Hersteller hat in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahrs einen Nettogewinn von knapp 40 Milliarden Yen erzielt.
Die insbesondere in den USA nachlassende PC-Nachfrage bei gleichzeitigem Ausbau der DRAM-Fertigungskapazitäten drückt auf die Preise.
Wachsender Aufwand bei der Strukturverkleinerung und aktuelle Kapazitätsengpässe bei Zulieferern bremsen den Preisverfall bei Speicherchips.
Nach Einschätzung von Branchenkennern wird sich DDR4-Speicher frühestens ab 2015 gegen DDR3-SDRAM durchsetzen können.
Weil sie in den Jahren 1998 bis 2002 durch illegale Absprachen überhöhte DRAM-Preise verlangten, müssen die Chiphersteller Elpida, Infineon, Hynix, Micron und Mosel Vitelic nun 173 Millionen US-Dollar zahlen.
Elpida, UMC und PTI wollen gemeinsam Logik- und DRAM-Strukturen übereinander stapeln. Zum Einsatz sollen die Chipstapel in System-on-Chips mit 28-nm-Strukturen kommen.
Die beiden Halbleiterhersteller lassen ihre gegenseitig erhobenen Vorwürfe der Patentverletzungen fallen.
Der insolvente US-Speicherhersteller Spansion verkauft seine Flash-Sparte an den japanischen DRAM-Hersteller Elpida.
Der Halbleiterhersteller wirft dem japanischen Unternehmen Elpida bei der internationalen Handelskommission der USA die Verletzung von vier Patenten vor.
Weil sowohl Nachfrage als auch Preise kräftig steigen, freuen sich die vor einem Jahr noch krisengeschüttelten Speicherchiphersteller über klingelnde Kassen.
Wenn er Daten so lange speichert, wie seine Entwicklung bisher dauerte, löst Phasenübergangsspeicher in der nächsten Dekade vielleicht Flash-Speicher ab.
Vom Umsatzniveau des Vorjahres oder gar von 2007 ist die DRAM-Branche zwar weit entfernt, doch der Absatz wächst.
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