Mit der größten österreichischen Frequenz-Versteigerung aller Zeiten soll der Mobilfunk-Wettbewerb neu angekurbelt werden. Angesichts des niedrigen Preisniveaus ist offen, ob sich ein neuer Anbieter findet.
Die österreichische Regulierungsbehörde hat eine für den Herbst geplante Versteigerung umfangreicher Frequenznutzungsrechte verschoben. Grund ist die geplante Neuordnung des nationalen Mobilfunk-Marktes.
Nach der Versteigerung von neuen Mobilfunkfrequenzen freuen sich alle Beteiligten über ein erfolgreiches Ergebnis. Das mag auch daran liegen, dass ohnehin nur die vier Netzbetreiber zugelassen waren. Bei der Digitalen Dividende ging allerdings E-Plus leer aus.
Privatsender und Funkmikrofonhersteller erwarten große Probleme bei der Nutzung der "digitalen Dividende" aus dem Rundfunkbereich für mobile Breitbandanbindung und fordern die Einrichtung von Finanztöpfen, um den Nutzern zu helfen.
Die österreichische Regulierungsbehörde hat Mobilfunk-Frequenzen im 2,6-GHz-Band ausgeschrieben. Sie sollen voraussichtlich im September versteigert werden.
Bis zum Freitagmittag haben die vier deutschen Mobilfunkbetreiber lediglich Höchstgebote von insgesamt 185 Millionen Euro für die verschiedenen Frequenzpakete abgegeben.
Arnd Weber vom Karlsruher Institut für Technologie sieht eine verfehlte Regulierungspolitik in Europa.
Schon lange kommen die Innovationen im Mobilfunk nicht mehr aus Europa. Eine der Ursachen ist die Regulierungspolitik, meint Innovationsforscher Arnd Weber.
Die Bundesnetzagentur weist neue Frequenzen für die Veranstaltungstechnik zu, die im Zuge der Versteigerung der digitalen Dividende aus ihrem angestammten Spektrum verdrängt wird. Es bleiben aber zahlreiche offene Punkte.
Das Kölner Verwaltungsgericht hat einen Eilantrag des Kabelnetzbetreibers Kabel Baden-Württemberg gegen die geplante Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur abgelehnt. Das Unternehmen machte in dem Antrag mögliche Störungen im eigenen Kabelnetz geltend.
Dass die vier Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus bei der Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen im Frühjahr mitmischen werden, war klar - doch wer sind die anderen beiden Interessenten, die sich bei der Bundesnetzagentur angemeldet haben?
Als großen Impuls zur Versorgung ländlicher Regionen mit schnellem Internet hat Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns die bislang größte Auktion von Mobilfunkfrequenzen in Deutschland begrüßt.
Bevor neue Frequenzen überhaupt zur Nutzung freigegeben werden, müsse es eine gesetzliche Umweltverträglichkeitsprüfung geben, fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland.
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