Top-Themen:
Die Sonne scheint, die Deiche weichen auf, das Land stinkt Hal Faber in die Nase. Deutschland im Wachkoma namens Wahlkampf. Hier könnte Obama verkünden: Ich bin auch nur ein überwachter Berliner.
Die Aufregung ist groß. Ja, die USA zapfen alles an, was nur irgendwie anzapfbar ist. Darauf pfeift sich Hal Faber eins, zu einer Melodei von den Beatles: Wi oall liff in ä Blaffdeil Dätabeis, Blaffdeil Dätabeis, Blaffdeil Dätabeis.
Wenn die Wiedereinführung des Start-Knopfs das meistdiskutierte Thema der Woche ist, wozu braucht es dann Informatik, fragt sich Hal Faber.
Ja, es hat schon was Beschwerliches, das mit dem Glücklichsein, stimmt Hal Faber zu. Vollkörperkontakt mit Politikern allerdings gehört definitiv nicht dazu. Da sei ... ach, wer noch gleich ... vor? Der Towel Day tröstete auch nicht wirklich.
Was ist schon gerecht, meckert Hal Faber. Aber Fußball und Kunst, beziehungsweise Musik, was haben die auch schon mit Gerechtigkeit zu tun. Zumal es Wichtigeres gibt. Die Netz-Kompetenzteam-Beauftragte Steinbrücks gehört nicht dazu.
So ein Bussi-Marathon kann schon anstrengend sein. Nach ein paar Tagen mit den Digital Natives im Berliner Postbahnhof ist Hal Faber, der alte Immigrant, äh, Sack, ganz schön müde.
Das rechtsstaatliche Elend hat eine lange Tradition, hält Hal Faber fest. Wer kann da noch gut schlafen, angesichts einer Woche, die für das, was allgemein als Netzpolitik bezeichnet wird, keine gute Woche war.
Visionen, ja, das ist was für Leute von gestern, für Leute vom Schlage eines Bill Gates, beklagt Hal Faber. Der Weg nach vorn ist heutzutage gepflastert mit immersiver Technik, die den Vordenkern der neuen Zeit keine Anmerkung mehr wert ist.
Von der Technik zur Taktik ist der Höllenpfad mit guten Vorsätzen gepflastert, meint Hal Faber, der nicht mehr ganz so schlank ist wie die Prozesse. Wird er trotzdem anerkennende Pfiffe ernten von Mann, Frau und postgenderischen Transhörnchen?
Gern bejammert man derzeit die Nische, in der sich die Netzpoltik manövriert habe. Dabei gibt's nix zu jammern, kluge Köpfe wissen, dass die Selbstsetzung der Netzpolitik aller Übel Ursprung ist, kommentiert Hal Faber. Manchmal kann man doch alles haben.
Ein Eisernes Kreuz! Feuchter Traum nur von kalten und heißen Kriegern! Wer sagt, dass IT-Nerds davon ausgeschlossen sein sollen? So verändern sich die Zeiten, befürchtet Hal Faber.
Ein Artikel in c't hat viele, viele Leserinnen und Leser provoziert und ihnen den Glauben an das Gute im IT-Journalisten genommen. Ihnen zu Ehren folgt eine Collage aus den Leserbriefen und den Gratulations- und Kritik-Mails, die die Redaktion erhielt.
Immer wieder die leichteste Übung des Guten Deutschen, Beelzebub ausfindig zu machen. Manchmal reicht auch ein konstruierter Internet-GAU. Leichte Übungen sind aber auch zu Ostern nicht unbedingt Glanztaten unabhängiger Geister, merkt Hal Faber an.
Frühling! Alter Junge, wie haben wir Dich herbeigesehnt! Ach was, das Sehnen ist noch lange nicht vorbei? Leider ist das nicht die einzig traurige Nachricht der Woche, meckert Hal Faber.
Der Schnee schmilzt in der schönsten Stadt der Welt^H^H^H^Hnorddeutschen Tiefebene. Hal Faber schleppt einen Stapel Lochkarten auf den Parkplatz des kleinen Verlags. Vielleicht wäre die Datassette die bessere Wahl gewesen.
Ein Berlin-Mitte ohne Hipster, was für ein herrlicher, unerfüllbarer Traum! Könnte aber wahr werden, behauptet Hal Faber, schaute man weiter nach Osten. Überhaupt: Scheuklappen, was für schreckliche Dinger.
"Mit den Clowns kamen die Tränen." Naja, nicht jeder zur Redewendung gewordene Buchtitel passt jederzeit. Aber zum Heulen ist derzeit vieles, barmt Hal Faber, während ein erst zweifelnder, dann verzweifelnder Mann in die Geschichte eingehen wird.
Ach, Europa. Wer solche Verteidiger hat, braucht sich über seine Feinde keine Sorgen zu machen, grummelt Hal Faber. Und hört lieber black classical music.
Die norddeutsche Tiefebene taut langsam, ganz langsam auf. Aus der Hauptstadt von Lenaland wird der Euroschrott nach Malmö verschifft. Hal Faber fröstelt und denkt an den Denkspaßmacher.
Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein ... Die amerikanische Regierung jedenfalls nimmt sich die Freiheit, per Drohnenangriff zu töten - auch Amerikaner.
Nach dem #Aufschrei ist über der norddeutschen Tiefebene noch ein gequältes Aufstöhnen zu hören. Doch Hal Faber geht weiter an die Schmerzgrenze und guckt "Beauty & The Nerd", natürlich aus rein wissenschaftlichen Gründen.
Hochtrabende Worte kommen immer später, wenn Geschichte schon gemacht ist, hält Hal Faber fest. An Geschichte aber erinnern sich immer weniger. Als ob's unwichtig wäre dafür, wie wir leben wollen. Sind denn alle Berater, die sich ihre Welt schönrechnen?
Promigeschichten? Hier doch nicht. Hal Faber ist schließlich keine Klatschbase. Das einzige, was hier klatscht, sind zum double facepalm ins Gesicht geschlagene Hände, wenn es über Estland Meteoriten regnet.
Sautalentierte Leute leben in einer geilen Zeit. Oder so. Wenn Bobos schon mal von Ethik reden und einem neuen, transhumanistisch-hyperlibertären Ich... Da fällt Hal Faber nur Goethe ein: Getretner Quark wird breit, nicht stark.
The Bobos are back. Hal Faber blättert gerührt in alten Fotoalben. Wo ist Dotcomtod, wenn man es braucht? Und ist beim Kinderwagentragen helfen nun alte Schule oder alter Chauvi?
Das Internet vertändelt sich in Sackgassen, während das neue Jahr bald sein rosiges Haupt erhebt. Hal Faber zweifelt aber doch sehr daran, ob zwischen Geschichtsfarce und Spökenkiekerei die Zukunft zu erkennen ist.
Im Sinne einer transparenten wie vernetzten Gesellschaft wünscht Hal Faber schöne Feiertage. Und will kurz vor Weihnachten anregen, sich aus Distanz mit dem Krimskrams von Hard- und Software zu befassen, aus dem der tägliche Strom der Nachrichten besteht.
Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie hat keine Schüler: Was krachend scheitert, muss noch lange nicht aus der Welt sein, und Kosten sind nicht immer eine Geldfrage befürchtet Hal Faber, der die ersten Jahresendprognosen wagt.
heise online Themen