Die Bilanz der verschiedenen Filterkonzepte falle miserabel aus, sagte Peter Dengate Thrush beim Treffen der Internet-Verwaltung in Sydney. Die Filter seien zu leicht zu umgehen, andererseits die Kosten beträchtlich.
Der Umzug einer Domain von einem Provider zu einem anderen könnte nach der Einführung des Sicherheitsprotokolls DNS Security Extension erhöhte Vorsicht erfordern. Darauf haben Experten während des ICANN-Treffens in Sydney hingewiesen.
Bereits für das Jahr 2000 versprach die US-Regierung eine komplett privatisierte Internetverwaltung. Seither werkelte die ICANN unter US-Oberaufsicht vor sich hin, entwickelte byzantinische Strukturen und verschlungene Entscheidungsfindungswege.
Auf der ICANN-Tagung in Sidney streiten Regierungsvertreter um mehr Einfluss bei der Einführung neuer Top-Level-Domains. Dabei geht es auch um moralische Fragen: Was ist, wenn eine beantragte Domain das sittliche Empfinden verletzt?
Immer häufiger bekommen Internetnutzer statt eines Hinweises, dass eine Domain nicht existiert, alternative Linklisten zu sehen. Diese bei Providern und Registries übliche Praxis stößt in der Internetverwaltung auf Kritik.
Zwar sollten die Staaten nicht in die operativen Bereiche der Internetverwaltung hineinregieren, doch fordert die EU-Kommission in einem Strategiepapier neben mehr Transparenz auch mehr politischen Einfluss auf eine reformierte ICANN.
Der künftige erste Mann bei der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) heißt Rod Beckström. Es handelt sich um den ehemaligen Chef des National Cybersecurity Center beim US-amerikanischen Heimatschutzministerium (DHS).
Wenige Monate vor Ablauf des ICANN-Vertrages mit der US-Regierung tobt die Debatte um eine eventuelle Verlängerung und mögliche Alternativen weiter. US-Abgeordnete wollen ICANN nicht aus der Kontrolle der Regierung entlassen.
EU-Kommissarin Viviane Reding hat in Prag ihren Vorschlag bekräftigt, das Ende September auslaufende Joint Project Agreement zwischen der US-Regierung und der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers nicht zu verlängern.
Die EU-Kommissarin hat ihre Pläne für eine unabhängigere Internetverwaltung offenbar nicht mit Brüssel abgestimmt wird nun zu einer Klarstellung gedrängt.
DNSSEC sichert durch ein Public-Private-Key-Paar DNS-Abfragen ab, damit der Anfragende autorisierte und auf dem Weg nicht weiter veränderte Antworten erhält. Nun will die US-Regierung VeriSign die Verwaltung aller notwendigen Schlüssel übergeben.
Viviane Reding will die Netzverwaltung ICANN vollständig privatisieren und vor allem unabhängig machen, wenn das bisherige Abkommen der Netzverwaltung mit der US-Regierung im Herbst ausläuft.
Zum ITU World Telecom Policy Forum fordert die Bundesregierung mehr Einfluss für die Regierungen bei ICANN, klare Grenzen für das Mandat der Internationalen Fernmeldeunion und eine Beteiligung der Zivilgesellschaft in Netzverwaltungsfragen.
Die Registrierung bekannter Marken durch Cybersquatter nimmt nach Informationen der World Intellectual Property Organisation weiter zu. Als Cybersquatting bezeichnet man die missbräuchliche Verwendung von Marken in Domainnamen.
Religiöse TLDs könnten zu bitteren Streitigkeiten zwischen theologischen und religiösen Traditionen führen, heißt es demnach in einem Brief des Vatikan-Vertreters im ICANN-Regierungsbeirat an den ICANN-Chef.
Zum Abschluss der ICANN-Konferenz in Mexiko zogen die Nutzervertreter eine positive Bilanz ihres ersten Gipfeltreffens und forderten mehr Einfluss auf die Arbeit der ICANN.
Der Australier Paul Twomey, seit sechs Jahres Chef des ICANN-Büros, will seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits.
Im zweiten Entwurf für die Bewerberregeln hat die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers einige Korrekturen vorgenommen, einige Grundsatzfragen aber noch ausgespart.
Die ICANN glaubt nicht an ein schnelles Ende der Attacken, die der Internet-Wurm Conficker gegen Windows-Rechner unternimmt. Eine Arbeitsgruppe soll Gegenmaßnahmen vorschlagen.
Laut einem Zwischenbericht der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers zu country code Top Level Domains sind Russland, Schweden, Bulgarien, der Iran und Sri Lanka bereit für die Einrichtung landessprachlicher Länderadresszonen.
Große Firmen, Medienkonglomerate und Wirtschaftsverbände hegen wegen Marken- und Namensrechten schwere Bedenken gegen die Einführung neuer Adresszonen im Internet, mit der nahezu beliebige Begriffe als TLD möglich werden sollen.
ITU-Generalsekretär Touré hat im Interview mit heise online eingeräumt, mit seiner Kritik an der ICANN und dem Internet Governance Forum möglicherweise provokativ gewesen zu sein. Er weist aber von sich, der ICANN Zuständigkeiten abnehmen zu wollen.
Auf dem dritten Internet Governance Forum gaben Regierungsvertreter die Empfehlung, die USA möge im kommenden Jahr die Kontrolle über die ICANN aufgeben. Für manche Vertreter wie zum Beispiel aus dem Iran reichte das nicht aus.
Das Internet Architecture Board, zentrales Gremium der Standardisierungsorganisation Internet Engineering Task Force, fordert ein einfaches System für das Signieren der DNS-Rootzone und Mitspracherechte für die Interessengruppen der ICANN.
Auch auf der ICANN-Tagung vergangene Woche in Kairo war die Sicherung der Rootzone ein Thema. Microsoft will DNSSEC mit dem Vista-Nachfolger Windows 7 unterstützen.
Der Regierungsbeirat der privaten Netzverwaltung fordert, die Einführung neuer geografischer Top-Level-Domains auf Eis zu legen, drängt aber bei nicht-englischen Domains auf eine schelle Zulassung.
Die International Telecommunication Union will das zerrüttete Verhältnis zur privaten Netzverwaltung kitten. Dennoch sparte Generalsekretär Hamadoun Touré auf dem ICANN-Treffen in Kairo nicht mit scharfer Kritik am ungeliebten Partner.
Bisherige Entwürfe der ICANN für die TLD-Zulassungsverfahren erscheinen Kritikern zu teuer, zu langsam und noch zu vage in den Details.
Die ICANN hat dem US-Anbieter EstDomains die Zulassung als Registrar entzogen. Die Domains von EstDomains tauchten in der Vergangenheit häufig in Spam-Datenbanken auf oder dienten als Ausgangspunkt für Phishing-Angriffe.
Nach jahrelangen Diskussionen hatte die ICANN grünes Licht für die Einführung neuer Adresszonen (TLDs) im Netz gegeben; nahezu beliebige Domain-Endungen sollen möglich werden. Das Antragsverfahren aber wird teuer und kompliziert.
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