Das Bundeskriminalamt hat zwischen 2001 und 2008 in 38 Fällen auf der eigenen Webseite IP-Adressen von Besuchern gespeichert und ausgewertet sowie Polizeistellen der Länder in weiteren 138 Fällen Amtshilfe geleistet.
Der für Nordamerika zuständige Adressverwalter ARIN stellt der IANA weitere, bislang ungenutzte IPv4-Adressbereiche bereit, die offenbar in den Recovered IPv4 Pool fließen.
Juristen betonen, dass die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur Abfrage von Bestandsdaten hinter IP-Adressen bei Copyright-Verstößen keinen pauschalen Zugriff auf Vorratsdaten erlaubt.
Das RIPE NCC lässt gerichtlich klären, ob es eine Rechtsgrundlage für die Blockade der Server für die DNS-Changer-Malware gibt. Derweil kritisieren viele RIPE-Mitglieder das anfängliche Einknicken der Adressverwaltung als Sündenfall.
Das fürs tägliche Geschäft zuständige RIPE NCC kümmert sich seit Anfang 1992 um die Vergabe von IP-Adressen in Europa und vertritt inzwischen 8000 RIPE-Mitglieder gegenüber anderen Organisationen wie der UN.
Mit Hilfe der ukrainischen Website youhavedownloaded.com lässt sich feststellen, ob über eine bestimmte IP-Adresse Bittorrent-Tauschereien gelaufen sind. So wurde angeblich der Élysée-Palast erwischt.
Die nordamerikanische IP-Adressverwaltung ARIN hat eine Ende Juni eingeführte Änderung bei der Ausgabe seiner Whois-Datenbank rückgängig gemacht, die bei Nutzern des Kommandozeilentools whois zu einiger Verwirrung führte.
Nach Vorstellungen der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers soll die US-Regierung künftig unter anderem weniger Einfluss auf die Vergabe von IP-Adressblöcken nehmen.
Ende September läuft der bisherige Vertrag über den IANA-Betrieb aus, der unter anderem die Verwaltung der DNS-Rootzonen und die Vergabe von IP-Adressblöcken regelt. Die US-Regierung fragt nach Änderungswünschen, die aber nicht zu weit gehen sollten.
Mit der Zuweisung zweier /8-IPv4-Adressblöcke an das Asia-Pacific Network Information Centre (APNIC) startet nun automatisch die letzte Phase der Vergabe noch unbelegter IPv4-Adressen aus dem IANA-Pool.
Der Hamburger Datenschutzbeauftragte hat seinen Web-Auftritt am gestrigen Tag vom Netz genommen. Grund ist der Vorwurf, er nehme es selbst mit dem Datenschutz nicht so genau, weil er die IVW-Zählmethode einsetze.
Nach dem Vorreiter APNIC bieten seit Anfang 2011 auch die europäische Adressvergabestellle RIPE NCC sowie AfriNIC und LACNIC Zertifikate für die von ihnen verwalteten IP-Adressen an, die Routing-Manipulationen verhindern sollen. Einzig die nordamerikanische Registry ARIN hat den Start verschoben.
Auf dem RIPE-Treffen in Rom diskutiert die Branche intensiv, ob und wie der Transfer von IPv4-Adressen zwischen Providern nach der bevorstehenden Erschöpfung des Adressvorrats geregelt werden soll.
Ab Januar 2011 wollen alle IP-Adressvergabestellen Zertifikate für IP-Adressen standardmäßig anbieten. Das dafür geplante System stand am Rande des Internet Governance Forum zur Diskussion.
Nach konsequenter Auslegung der einschlägigen Vorschriften fallen IP-Adressen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit unter die personenbezogenen Daten. Damit überschreiten aber viele IT-Anwendungen die Grenzen des datenschutzrechtlich Zulässigen.
Beim einem IETF-Treffen haben US-Kabelnetzanbieter um zusätzliche IPv4-Blöcke gebettelt, die sie für Kunden mit reiner IPv4-Hardware einsetzen wollen. Experten sind jedoch erstaunt, denn Adressbereiche für solche Zwecke sind bereits vorhanden.
Provider dürfen die ihren Kunden zugewiesenen IP-Adressen sieben Tage lang speichern, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt und bestätigte damit das Urteil der Vorinstanz.
Das gestrige BGH-Urteil zur Haftung von WLAN-Betreibern wirft einmal mehr die Frage auf, ob sich IP-Adressen überhaupt zweifelsfrei einem "Halter" zuordnen lassen.
Falsch vorkonfigurierte Kabel-TV-Receiver erlaubten es, bei einem österreichischen Provider mit fremden IP-Adressen im Internet zu surfen.
Einige kürzlich freigegebenen IPv4-Adressbereiche sind offenbar für die Nutzung in Produktionsumgebungen ungeeignet. Während BGPmon zahlreiche nicht genehmigte Routing-Ankündigungen registriert, überlastete ein Test beim RIPE Lab ein für die Übertragung von Routing-Informationen zuständiges Verwaltungsnetz.
Noch gibt es 400 Millionen IPv4-Adressen, doch der Vorrat schwindet. Hochrechnungen zufolge geht er Anfang 2013 nur Neige. Experten warnen allerdings, das Ende der Fahnenstange könnte auch schon im kommenden Jahr erreicht werden.
Die regionalen IP-Adressverwalter und die Number Ressource Organisation wollen das Kapern von IP-Adressen mit einer Public-Key-Infrastruktur erschweren. Einer zentralen Zertifizierungsstelle steht die Nähe der IANA zur US-Regierung im Wege.
Der VPN-Anbieter Steganos muss die IP-Adresse eines Kunden, der unter falscher Identität ein Webhosting-Paket bestellt hat, nicht an die Staatsanwaltschaft herausgeben.
Einbrecher lesen auch Twitter, Sicherheitsproblem durch private IP-Adressen, Botnet-Allerlei
Auf der IETF-Konferenz in San Francisco stritten Experten erneut über die Frage, ob dem absehbaren Ende des IPv4-Vorrats mit Adressteilung auf Port-Ebene beizukommen sei.
Das Bundesinnenministerium hat die Überwachung von Verbindungsdaten auf der Homepage des Bundeskriminalamts untersagt, weil es sie für einen schwerwiegenden "Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung" hält.
Welche rechtlichen Anforderungen für den Umgang mit IP-Adressen gelten, ist umstritten. Seit Kurzem liegt ein neues Urteil dazu vor. Doch die Pflichten und damit auch Risiken für Website-Betreiber sind unklarer denn je.
Die Einführung von Zertifikaten für IP-Adressen und AS-Nummern soll das Routing sicherer machen. Doch der IP-Adressverwaltung als Wächter der Zertifikate könnte dies auch Forderungen von Behörden nach Sperrung von IP-Adressbereichen einbringen.
Im Streit um die rechtliche Einordnung von dynamisch vergebenen IP-Adressen liegen mit einer aktuellen Entscheidung des Amtsgerichts München nun zwei entgegengesetzte Urteile zu der umstrittenen Frage vor.
Eine Arbeitsgruppe der International Telecommunication Union beschäftigt sich mit der Standardisierung eines Verfahrens zur Nachverfolgung von IP-Adressen, das auf einer Initiative eines chinesischen Experten beruht.
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