Ärzte, Steuerberater oder auch reguläre Angestellte, die zeitweise im Heimbüro arbeiten, laufen Gefahr, dass der virusbefallene PC des Sprösslings über das Netzwerk das eigene Notebook infiziert. Wenn dann unerwartet Kundendaten abwandern, steht Ärger ins Haus. Dem lässt sich mit wenig Aufwand ein Hardware-Riegel vorschieben.
Kurz bevor die IPv4-Adressknappheit bis zu den Teilnehmern durchschlagen könnte, hat die Telekom an DSL-Anschlüssen vorausschauend den gleitenden Übergang zum Nachfolger IPv6 eingeleitet. Wer jetzt einen Router kauft, sollte also schon mal darauf achten, dass er die Dual-Stack-Technik für IPv4 und IPv6 beherrscht.
Privatkunden-Anschlüsse mit analoger und ISDN-Telefonie betrachtet die Telekom als wenig zukunftssicher, der Dual-Stack-Betrieb mit IPv4 und IPv6 für Privatkunden bleibt IP-basierten Zugängen vorbehalten.
Dual-Stack-Einwahl, IPv4- und IPv6-Adressen, Router Advertisments - jetzt ist endlich klar, wie die Telekom IPv6-Parameter zuweist. Manche erwogene Option spielt keine Rolle mehr, darunter auch eine aus Teilnehmersicht wünschenswerte.
Der Hosting-Provider führt ab Februar 2013 eine Gebühr von 1 Euro pro zusätzlicher IPv4-Adresse und Monat ein, die für alle Kunden und unabhängig vom Volumen gelten soll. Alternativ kann man diese Adressen an den Provider zurückgeben.
Der Hosting-Provider Hetzner Online diskutiert derzeit über Preiserhöhungen bei IPv4-Adressen. Im Hetzner-Kundenforum nannte das Unternehmen zwei bis fünf Euro pro Adresse - eine endgültige Entscheidung stehe aber noch aus.
Auch der IPv4-Adresspool des nordamerikanischen Adressverwalters ARIN leert sich inzwischen merklich. Die letzten drei /8-Blöcke werden ab sofort nach verschärften Richtlinien vergeben.
Der IPv4-Adresspool beim RIPE ist auf einen /8-Block zusammengeschmolzen. Diese IPv4-Adressen werden nun nur noch in kleinen Portionen vergeben und auch nur dann, wenn man bereits IPv6-Bereiche besitzt.
Das neue RFC 6724 beschreibt zwei Algorithmen, über die sich entweder die Quell- oder die Ziel-Adresse für Verbindungen in Dualstack tauglichen IP-Netzen auswählen lassen. Es ersetzt das aus dem Jahr 2003 stammende RFC 3484 .
Da der Pool an freien, ungenutzten IPv4-Adressen beim RIPE deutlich zusammenschrumpft, ändert das RIPE planmäßig die Vergaberegeln für die noch verbleibenden Adressen. In gut einem Monat könnten sich diese Regeln jedoch erneut verschärfen.
Der für Nordamerika zuständige Adressverwalter ARIN stellt der IANA weitere, bislang ungenutzte IPv4-Adressbereiche bereit, die offenbar in den Recovered IPv4 Pool fließen.
Wie erwartet, macht sich der heutige World IPv6 Launch Day im weltweiten Datenverkehr kaum bemerkbar: Während das DE-CIX nur wenig Anstieg verzeichnet, war in den Niederlanden deutlich mehr Traffic zu sehen.
Die Veranstalter und Teilnehmer des IPv6 Launch Days begleiten das Ereignis mit Statistiken, Veranstaltungen und Informationen: So erklärt Internet-Pionier Vint Cerf, warum IPv6 für das einst akademische Experiment "Internet" dringend nötig ist.
Als Zugangsprovider nimmt die Telekom nicht am World IPv6 Launch Day teil. IPv6 an den Privatkunden-Zugängen will das Unternehmen aber bis Ende 2012 anbieten – falls die Voraussetzungen stimmen.
Während fast 3000 Inhalteanbieter am kommenden Mittwoch in den gleichzeitigen Betrieb von IPv4 und IPv6 starten, beteiligen sich nur wenige Internetzugangsanbieter und Netzwerkausrüster am World IPv6 Launch Day.
Lancoms neuer Managed Switch GS-2352 spannt Netze per IPv4 und IPv6 auf und verbindet sich über SFP+-Module auch in Glasfaser-Netze.
Mit der neuen Arbeitsgruppe Sunset4 will die Internet Engineering Task Force (IETF) letzte Hand an das "Auslaufprotokoll" IPv4 legen und das allmähliche Auslaufen des IPv4-Internets absichern
Gegenüber heise Netze bestätigte KDG, dass derzeit IPv6-Tests bei ersten Kunden laufen, die mit passender Technik ausgerüstet seien. Welches der getesteten Verfahren es in den IPv6-Regelbetrieb schafft, sei hingegen noch unklar.
Zur Eröffnung des 64. RIPE-Treffens in Ljubljana sprach sich der slowenische Wissenschaftsminister Žiga Turk dafür aus, IPv4 zum "historischen Standard" herunterzustufen.
Unscharfe Termini in Internet-Standards erschweren die Umstellung auf IPv6, beklagt das neue RFC 6540. So gebe es immer noch neue Geräte und Programme, die sich als Internet-tauglich bezeichnen, aber ausschließlich auf IPv4 setzen.
Die IANA soll ungenutzte IPv4-Adressen in einem Pool sammeln und sie jährlich über eine Formel an die regionalen Adressverwalter zur Wiederverwertung verteilen.
Der zu OpenBSD gehörende Paketfilter pf wird in der kommenden Version 5.1 des freien Unix-Derivats zwischen IPv4 und IPv6 übersetzen können. Das NAT64 genannte Verfahren erleichtert die Nutzung von IPv4-Systemen in reinen IPv6-Netzen.
Das gerade veröffentlichte RFC 6441 fordert Netzwerkadministratoren auf, die ehemals üblichen Filter auf ungenutzte IPv4-Netze aus Routern zu entfernen. Nach dem Leerlaufen des IPv4-Adresspools haben sie sich erübrigt.
Die vor allem in den USA und China geforderte Verbindungsdatenspeicherung verursacht bei auf Network Address Translation setzenden Providern immense Datenmengen und damit Kosten. Einige Entwickler wollen mit einem IETF-Standard das Problem abmildern.
Der Datenschutz ist ein Kind der modernen Kommunikation. Trotz der Gnade der späten Geburt versäumte der Datenschutz die Anpassung an die Revolution des Internets nahezu völlig. Viele Konzepte und Denkschemata des Datenschutzes stammen auf der Prä-Internet-Zeit. Deswegen lohnt es sich, diese Kommunikationstechniken zur rekapitulieren.
Ein Broker bietet seit einigen Tagen über die Mailingliste der Netzwerkbetreiber in Nordamerika (Nanog) drei /20-Blöcke an. Eine Adresse soll 11,25 US-Dollar kosten.
Der Testlauf war ein Erfolg: Über 90 Prozent aller Teilnehmer waren über IPv4 und IPv6 erreichbar. Und die befürchteten Zugriffsprobleme hielten sich anscheinend in sehr engen Grenzen. Dafür erlebte IPv6 ein großes Medienecho.
Etwa 40 Prozent aller am World IPv6 Day teilnehmenden Webserver lassen sich bereits heute auch per IPv6 abfragen. Außerdem: Google startet eine eigene Testseite und erläutert Hilfen bei Verbindungsproblemen.
Über 11 Euro bezahlte Microsoft für jede der 666.624 IPv4-Adressen aus der Konkursmasse des insolventen Netzwerkausrüsters Nortel. Seitdem ist die Zahl der IPv4-Adressverkäufe sprunghaft angestiegen und Adressbroker wittern das große Geschäft.
Der dritte deutsche IPv6-Kongress in Frankfurt/Main ist ausgebucht. Auf der vom 12. bis 13. Mai stattfindenden Veranstaltung werden 500 Teilnehmer erwartet, die sich in Vorträgen und Tutorials über IPv6 informieren wollen.
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