Der stationäre Händler war für die Hersteller schon immer mehr als lediglich ein Vertriebspartner. Er war auch immer auch ein Repräsentationspartner. Wenn nun die Zahl der stationären Händler immer weiter zurückgeht, müssen die Hersteller darauf reagieren – mit eigenen Stores?
Kurz vor Weihnachten sagte heise-resale-Kolumnist Damian Sicking voraus, dass die IT-Fachhandelskooperation Synaxon in Kürze eine reine Service-Gesellschaft an den Start bringen werde. Jetzt, ein paar Wochen später, darf sich Sicking auf die Schulter klopfen: Die neue Synaxon-Tochter einsnulleins GmbH in Hamburg macht ziemlich genau das, was er vorausgesagt hat.
Ein deutliches Plus von 6,9 Prozent verzeichnete die Expert AG zum Jahresende 2012 und zeigte sich insbesondere mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Mit Blick auf 2013 sind die Mitglieder des Mittelstandsverbundes jedoch nur verhalten optimistisch.
Die Übernahme von Gravis durch Freenet sei "ein Befreiungsschlag für Freenet" und werde "die Vertriebslandschaft für kleine und große Computer in Deutschland mit einem Schlag verändern". Geradezu euphorisch feierte die Wirtschaftswoche den Eigentümerwechsel bei dem IT-Filialisten aus Berlin. Heise-Kolumnist Damian Sicking sieht das wesentlich nüchterner.
Vor kurzem raunte Synaxon-Chef Frank Roebers unserem Kolumnisten Damian Sicking zu, er und seine Leute arbeiteten gerade an einem neuen Betriebstypen. Alles aber noch streng geheim. Doch Sicking ahnt, was kommen wird: ein "SEK" aus Ostwestfalen: das mobile "Synaxon-Einsatz-Kommando".
Erfolgreiche Firmen machen alles richtig. Kein Wunder daher, dass auch die Apple-Stores von vielen als Vorbild für den stationären IT-Fachhandel betrachtet werden. Doch jetzt gibt es erste Stimmen, die behaupten, dass Apple die besten Zeiten schon wieder hinter sich habe. Und andere meinen, dass sich zwar ein Hersteller, nicht aber ein Händler kostspielige Lifestyle-Läden leisten könne.
Neukunden sind gefragt, auch bei den Distributoren. Also-Actebis-Chef Gustavo Möller-Hergt ist bei der Suche nach Neukunden fündig geworden, und er musste gar nicht mal so lange suchen: Es sind die IT-Hersteller, mit denen er ohnehin schon Geschäft macht. Doch das Ganze ist leichter gesagt als getan.
Der Fachhandel ist sauer. Grund: Die AVM-Produkte werden über Amazon günstiger verkauft, als sie Reseller bei ihren Distributoren einkaufen können. Jetzt wehren sich die Händler, nehmen die Werbung für AVM aus ihren Schaufenstern und empfehlen Mitbewerberprodukte.
Motivationssysteme haben ausgedient. Sie waren ein verständlicher Fehltritt als Zwischenlösung bei der Anstellung ehemaliger Handelsvertreter, aber jetzt ist es Zeit für den Abschied, meint Stephan Heinrich.
Fast täglich locken Distributoren ihre Handelspartner mit der Aussicht auf Reisen oder andere Vergnügungen, sich für die Produkte eines bestimmten Herstellers besonders ins Zeug zu legen. Für heise-resale-Kolumnisten Damian Sicking handelt es sich dabei um eine Infantilisierung des IT-Handels.
Mit der Einführung des neuen eReader Pyrus unterstützt Trekstor Wiederverkäufer beim Aufbau eines eigenen eBook-Shops – der Hersteller zahlt eine Provision pro verkauften eBook. Bedingung ist die Abnahme einer Mindestmenge bei der Erstbestellung.
Plötzlich, als er durch die Messehallen der CeBIT schlenderte, ging unserem Kolumnisten Damian Sicking ein Licht auf: Wenn der stationäre IT-Fachhandel wieder attraktiv für seine Kunden werden will, dann muss sein Laden genauso aussehen wie ein CeBIT-Stand.
Die Arctic Switzerland AG hat mindestens 2 deutsche Händler per Abmahnung aufgefordert, den Vertrieb und die Werbung für Computerprodukte mit der Marke "Fusion" zu unterlassen. Gegen den MediaMarkt-Webshop wurde sogar eine Einstweilige Verfügung erwirkt.
50 Jahre wird die Handelskooperation Expert in diesem Jahr, und im Gegensatz zu manchem Konkurrenten strotzt sie vor Kraft. Jetzt zieht Expert mit einem Online-Shop nach. Doch viel spannender sind die Ideen für das Expert-Geschäft von morgen: Autos, Fahrräder und Energie.
Von Prognosen halte ich als Mittelständler wenig, wohl aber von Projektionen: Wo möchte ich stehen im kommenden Jahr? Was kann die Familie / die Firma / meine Branche erreichen? Was muss (s)ich ändern?
Das Jahr 2012 wird für den ITK-Handel super. Kann aber auch sein, dass es grottenschlecht wird. Oder irgendwas dazwischen. Man muss mit allem rechnen.
Die Möglichkeiten des Internet machen das Leben des Händlers vor Ort schwer, doch wer nicht wie das Kaninchen auf die Schlange starrt, sondern auch die Chancen des Internet erkennt, wird auch als stationärer Händler erfolg haben.
Quo vadis, stationärer IT-Fachhandel? Tja, wohin geht er? Geht er überhaupt irgendwo hin? Oder tritt er einfach nur auf der Stelle? Eines ist für heise-resale-Kolumnist Damian Sicking sicher: In einer für ihn zunehmend lebensfeindlichen Biosphäre findet der IT-Fachhandel nur in der Nische ausreichend Nahrung.
Die Stimmung unter den HP-Partner ist bereits seit einiger Zeit getrübt. Mit seinen jüngsten Direktvertriebsaktivitäten dürfte der amerikanische IT-Hersteller die Enttäuschung, Entrüstung und Wut seiner Geschäftsfreunde noch weiter schüren. HP verschickt massenhaft E-Mails und fordert die Anwender auf, "zu Sonderkonditionen direkt beim Hersteller" einzukaufen.
Nach einer neuen, von Ricoh gesponserten, Studie befürchtet ein Drittel aller IT-Firmen in Europa, das Jahr 2020 nicht mehr zu erleben. Das ist zunächst einmal eine schlechte Nachricht. Die gute: Es sind noch acht Jahre hin und man kann etwas tun. Ricoh weiß auch was. Raten Sie mal.
Der "Anspruch auf die Preisführerschaft" ist nach Aussage von Media-Saturn-COO Michael Rook "seit Anbeginn in unserem Markenkern verankert". Doch kann ein stationärer Handel angesichts der Konkurrenz aus dem Internet heute noch eine Preisführerstrategie fahren, ohne zugrunde zu gehen? Wohl kaum. Aber allein mit "inneren Werten" geht es auch nicht.
Der Zusammenschluss ist rechtlich vollzogen. Die beiden Distributoren Also und Actebis firmieren jetzt unter ALSO Actebis GmbH. Zuvor wurden IT-Infrastruktur und Onlineshop auf Vordermann gebracht.
Die Distribution ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Jetzt übernehmen die Distributoren schon ihre eigenen Fachhändler. Zumindest ist der Anfang getan: Also Actebis verstärkt sich mit dem Berliner Systemhaus Druckerfachmann.de. Wo soll das nur enden?
Das Geniale an Steve Jobs ist, dass er eine entscheidende Frage anders gestellt hat. Er fragte nicht "Was sind die Probleme meiner Kunden und wie kann ich sie lösen?", sondern er fragte "Wie kann ich das Leben der Menschen bereichern und verschönern?" Von dieser Frage sollte sich auch der IT-Handel inspirieren lassen.
Kleine und junge Unternehmer haben es besonders schwer an Geld zu kommen. Wer bei einer Bank abblitzt, findet im Internet Millionen möglicher Investoren.
Der Expert-Vorstand gibt sich entspannt: Mit 1,89 Milliarden Euro erzielte die Verbundgruppe ein Umsatzplus von 10 Prozent – der Außenumsatz liegt bei 4 Milliarden. Investitionen in die Steigerung der Beratungs- und Servicequalität zahlten sich aus.
Die wahren Helden der IT-Branche sind die Inhaber der kleinen Handels- und Dienstleistungsbetriebe, Menschen, für die sich kein Journalist interessiert und die nie für fette Schlagzeilen sorgen. Sie machen einfach ihren Job, und zwar so gut wie möglich.
Da hat sich die Synaxon AG ein stolzes Umsatzziel gesetzt: In den nächsten Jahren will der Kooperations-Multi mit dem PC-Spezialist-Onlineshop 100 Millionen Euro umsetzen – mit dem Segen der PC-Spezialist-Händler. Die sollen sogar davon profitieren.
Der Tübinger IT-Anbieter konnte im Geschäftsjahr 2010 nicht nur zweistelliges Umsatzwachstum erzielen, sondern auch den Konzernfehlbetrag deutlich verringern.
Das Wort ist komplett aus dem Sprachgebrauch der IT-Branche verschwunden: "Loyalität". Aber nicht nur das Wort ist verschwunden, sondern die Loyalität selbst ist irgendwann in den vergangenen 20 Jahren auf der Strecke geblieben. Die loyalen Firmen sind alle bankrott gegangen.
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