Eine Regierungskommission legt neue Vorschläge zur Kulturpolitik vor; darunter auch die Abschaffung der Internetsperre nach dem Three-Strikes-Modell
Erstmals haben die Reporter ohne Grenzen auch Unternehmen in ihrer Liste "Feinde des Internet" geführt. Zwei der genannten Firmen wehren sich jetzt gegen die Vorwürfe.
Die iranischen Behörden weiten ihre Kontrolle über das Internet aus: Netzzugänge über VPN werden gesperrt. Lediglich behördlich registrierte VPN-Zugänge sind im Land noch legal.
Viele Kinder und Jugendliche surfen heute mobil auf dem Smartphone, sodass Eltern schlechter über die Online-Aktivitäten der Kleinen wachen können. Doch auch auf den Mobilplattformen kann man seiner Fürsorgepflicht nachkommen.
Um Kinder vor teuren Abzockfallen und den dunklen Ecken des Web zu schützen, gibt es technische Lösungen, doch die können den Eltern das Hinschauen nicht abnehmen.
Die Propaganda-Behörden des Großraums Peking starten laut Berichten eine Social-Media-Initiative: Mit der Meinungsmacht von über zwei Millionen staatsfreundlichen Microbloggern will man "positive Energie" verbreiten.
Das Beispiel China zeigt: Eine lückenlose Zensur des Internets ist gar nicht nötig. Es reicht, die menschliche Bequemlichkeit zu nutzen.
David Cameron will trotz Bedenken in den eigenen Reihen nicht von seiner Initiative ablassen, wonach auf Rechnern in Haushalten mit Kindern von vornherein Pornographie-Filter eingerichtet werden sollen.
Auch wenn das Internet in Syrien Ende November praktisch zwei Tage lang tot war, waren einige wenige Rechner weiter online. Das hat die Caida-Gruppe ermittelt, die weltweit Rechner beobachtet, die mit Malware infiziert sind.
Nach einer Intervention von Bürgerrechtlern hat der Verband der britischen Musikindustrie Provider gebeten, dass sie die Plattform für Künstler nicht länger blockieren sollen.
Im dänischen Folketing formiert sich eine Mehrheit gegen ein Gesetz, das zur Bekämpfung des illegalen Medikamentenhandels auch auf Websperren setzte.
Das oberste russische Gericht meint, selbst illegale Inhalte zu verbreiten sei gleichzusetzen damit, den Zugang zu ihnen zu ermöglichen.
Der Spezialist für Internet-Sicherheit übernimmt die Berliner eleven, Hersteller des Mailfilters "eXpurgate", und verstärkt damit hierzulande sein Standbein im Bereich "Security as a Service".
In Großbritannien sollen laut einem Zeitungsbericht auf allen Rechnern in Haushalten, in denen auch Kinder leben, Pornographie-Filter eingerichtet werden. Eltern sollen aber bestimmen dürfen, wie strikt diese Filter eingerichtet sind.
Der Kommunikationsminister des Kontinents, Stephen Conroy, hat die großen Zugangsanbieter dazu verpflichtet, eine Filterliste von Interpol für Webseiten mit Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs einzusetzen.
Nach 4 Jahren Vorbereitung soll das "Six Strikes"-Verfahren zur Bekämpfung von Copyright-Verletzungen in den kommenden Wochen von großen US-Providern implementiert werden. Eine unabhängige Überprüfung von Anschuldigungen kostet 35 US-Dollar.
Chris Dodd, Chef der Motion Picture Association of America (MPAA), hat sich von den umstrittenen Anti-Piraterie-Gesetzentwürfen distanziert und sie für erledigt erklärt. Auf den Philippinen sorgt derweil ein Cybercrime-Gesetz für Unmut.
Google Brasilien weigert sich, von einem Gericht inkriminierte Wahlvideos aus Youtube zu entfernen. Das Wahlgericht hatte geurteilt, die Videos verletzten die Persönlichkeitsrechte eines Politikers.
Nach einem zwischenzeitlichen Dementi will die iranische Regierung nun wohl doch ein "nationales Internet" aufbauen. Berichten zufolge sollen zunächst alle Ministerien und Behörden vom Internet getrennt werden.
Ein interner Bericht des Chef-Piratenjägers der Lobbyvereinigung IFPI war kurzzeitig übers Internet einsehbar und enthüllte ihre Strategie im Kampf gegen illegale Downloads.
Der EU-Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx und Abgeordnete stellen sich gegen das Vorhaben der EU-Kommission, über eine Kinderschutzkoalition einen "sauberen Netzzugang" ohne gesetzliche Grundlage durchzusetzen.
Der indonesische Informationsminister hat kurz vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan eine Bilanz der Sperrbemühungen gegen pornografische Angebote gezogen.
Die sechs größten Internetprovider Großbritanniens wurden per Gerichtsbeschluss zur Blockade von Pirate Bay verpflichtet. Auf den P2P-Datenverkehr hat das offenbar nur kurzfristigen Effekt gehabt.
Behörden können künftig ohne gerichtliche Entscheidung Webseiten sperren lassen. Für üble Nachrede drohen weitaus drastischere Strafen. Bürgerrechtler warnen vor Missbrauch und Druck auf Regierungsgegner.
Ein Gesetz, das zurzeit im russischen Parlament beraten wird, sieht zentrale Sperrlisten vor. Die Online-Enzyklopädie protestierte dagegen, indem sie offline ging.
Fünf große britische Provider blockieren bereits auf Gerichtsanordnung The Pirate Bay – jetzt ist der Netzbetreiber BT dazugestoßen. Die Piratenbucht soll aber schon alternative Webadressen bereitgestellt haben.
Nach acht Jahren im Einsatz lässt der schwedische Netzbetreiber die Filterlisten der schwedischen Behörden von einer Universität untersuchen, für eine regelmäßige Prüfung wird noch einem geeigneten Partner gesucht.
Von Juli bis Dezember 2011 hat der Suchmaschinenanbieter mehr als 1000 staatliche Anfragen zur Löschung von Webinhalten bekommen. Das geht aus dem aktuellen "Transparency Report" des Unternehmens hervor.
Google hat detaillierte Zahlen zu Domains veröffentlicht, die aufgrund von Urheberrechtsverletzungen aus dem Suchindex entfernt wurden. Die Liste der Rechteinhaber führt mit deutlichem Abstand Microsoft an, auf Platz vier steht ein Pornoproduzent.
Kein Erfolg für den verurteilten Mörder des Schauspielers Walter Sedlmayr: Der Bundesgerichtshof erklärt sich zwar für zuständig, bei einer Klage gegen eine österreichische Webseite – entscheidet aber in der Sache für die Meinungsfreiheit.
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