Der Supreme Court hat ein während der Amtszeit von Arnold Schwarzenegger als Gouverneur Kaliforniens verabschiedetes Gesetz zum Schutz Minderjähriger vor besonders gewalthaltigen Computerspielen für verfassungswidrig erklärt.
Forderungen nach mehr Medienkompetenz und Bürgerbeteiligung gehören seit Jahren zur öffentlichen Debatte um Medienpolitik. Auf dem Medienforum zeigte sich: Bis heute hat die Politik kaum Rezepte gefunden und kann allenfalls mit Experimenten aufwarten.
EU-Kommissarin Neelie Kroes zeigte sich enttäuscht darüber, dass die meisten sozialen Netze nicht dafür sorgen, die Profile Minderjähriger standardmäßig nur den Mitgliedern auf deren genehmigten Kontaktlisten zugänglich zu machen.
Am Dauerstreitthema Jugendschutz im Netz entzündete sich auch auf dem Politcamp 2011 am Wochenende in Bonn die Debatte, die Ansätze reichen von staatlicher Zurückhaltung bis zu öffentlicher Teilhabe.
Pornografische und rechtsradikale Angebote gehörten laut jugendschutz.net auch im Jahr 2010 zu den größten Bedrohungen für Kinder und Jugendliche im Internet. Der Jugendschutzbericht 2010 weist auch auf neue Gefahren hin.
Die Internetwirtschaft hat überwiegend positiv auf die Maßgaben der Kommission für Jugendmedienschutz zur Anerkennung nutzerautonomer Jugendschutzfilter reagiert, es gibt aber auch Skeptiker.
Der Gesetzgeber dürfe höchstens auf europäische oder globale Bestimmungen setzen, waren sich Branchenvertreter bei der Eröffnung der Deutschen Gamestage einig.
Am Wochenende haben sich Politiker, Netzaktivisten und Pädagogen getroffen, um über einen Neubeginn zu beraten. Das Barcamp zeigte: Die Lager sind noch weit voneinander entfernt.
Die neue Regierungskoalition in Baden-Württemberg verspricht eine "fortschrittliche Netzpolitik" auf Basis von Medienkompetenz, informationeller Selbstbestimmung und einer Absage an Zensurinfrastrukturen.
Zu viele Kinder und Jugendliche verraten zu viel Privates über sich im Netz, folgert die EU-Kommission aus einer neuen Studie und fordert die Betreiber sozialer Netzwerke auf, die Profile Minderjähriger besser zu schützen.
CDU und SPD haben in Magdeburg in ihrem Koalitionsvertrag einen neuen Anlauf bei der "dringend notwendigen" Überarbeitung der Regeln zum Jugendschutz in den Medien vereinbart. Breitbandversorgung sehen sie als "Element der Daseinsvorsorge".
Eine Mutter schreit vor laufender Kamera ihr Kind an und schlägt zu. Diese Szene aus der RTL-Sendung "Super Nanny" verstößt für Jugendschützer gegen die Menschenwürde. Auch noch in 31 anderen Fällen wurden Rügen an Sender und Internetanbieter verteilt.
Die Internet-Beschwerdestelle der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) hat im vergangenen Jahr zwar insgesamt mehr Eingaben erhalten, die Hinweise auf Bilder von sexuellem Kindesmissbrauchs sanken aber.
Das Internetportal, auf dem anonym über Mitschüler oder Kollegen hergezogen werden kann, ist auf Antrag des Bundesfamilienministeriums auf den Index für jugendgefährdende Medien gesetzt worden.
Britische Kunden von O2 müssen sich seit Kurzem authentifizieren, wenn sie vermeintlich jugendschädliche Webseiten über das Mobilfunknetz abrufen wollen – ein System, das z.B. auch ein Einkaufsportal für frisches Gemüse sperrte.
Internet Service Provider in dem Land müssen ab 3. März dafür sorgen, dass zwischen 22 und 8 Uhr keine Online-Spiele möglich sind.
Laut einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest machen sich Eltern zwar Sorgen um das Verhalten ihrer Kinder im Internet, unternehmen aber wenig zu deren Schutz.
2844 Titel prüfte die Selbstkontrolle der Unterhaltungssoftwarebranche im vorigen Jahr. Den Rückgang erklärt sie unter anderem mit fehlender Kennzeichnungsmöglichkeit für Online-Spiele.
Anlässlich des Safer Internet Day kümmert sich die Initiative klicksafe mit dem "Aufwachen in sexualisierten Lebenswelten" und gibt Eltern Tips im Umgang mit ihrem Nachwuchs.
Nach dem Scheitern des neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrags sollen Jugenschutzprogramme nach den alten Regeln beurteilt werden. Kritiker monieren, dass seit 2003 noch kein Programm diese Hürde genommen hat.
Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat im vierten Quartal 2010 insgesamt 45 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) festgestellt.
Laut einer Umfrage der Universität Leipzig sind 70 Prozent der Jugendlichen auf zwei oder mehr Plattformen und ein Drittel auf drei oder mehr Plattformen unterwegs.
Vor allem im Web 2.0 zeigt Software zur Kindersicherung noch Schwächen, hat eine Vergleichsanalyse im Auftrag der EU-Kommission ergeben. Laut einer weiteren Untersuchung setzt nur ein Viertel der Eltern auf entsprechende Hilfen.
Als klar wurde, dass der Neuentwurf des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags überraschenderweise scheitern würde, hätte ich eigentlich in Party-Laune sein müssen.
Ein novellierter Jugenmedienschutz-Staatsvertrag sollte dafür sorgen, dass alle deutschen Website-Betreiber ihre Inhalte klassifizieren müssen. Die Neuregelung ist gescheitert, damit steht die Jugendschutz-Politik vor einem Scherbenhaufen.
Eltern stecken in einer Zwickmühle: Die lieben Kleinen sollen möglichst früh spielerisch den Umgang mit dem Computer erlernen, dabei aber sicher vor dem Schmutz des Internet sein. Und Papa will außerdem verhindern, dass der Nachwuchs den mühevoll eingerichteten Familien-Mac nach eigenen Wünschen umkonfiguriert. Das geht alles, sogar mit Bordmitteln.
Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat am Donnerstag der Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) einstimmig die Zustimmung verweigert. Damit kann der umstrittene neue Staatsvertrag nicht wie geplant am 1. Januar 2011 in Kraft treten, sondern ist vorerst vom Tisch.
Bislang galt als sicher, dass die Neuregulierung des Jugendschutzes im Web, nämlich der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, am 1. Januar in Kraft tritt. Zuerst funkte nun die NRW-CDU dazwischen, dann erklärten auch die SPD und Grüne in NRW, sie würden den Vertrag nun ablehnen. Sie kündigten gleichzeitig eine rot-grüne Initiative für "verbesserten, aber wirkungsvollen Jugendschutz" an.
Mit bunten Adventskalendern gehen Firmen im Netz auf Datenfischzug: Die Verbraucherzentrale NRW wirft den Anbietern vor, dabei gezielt die geschäftliche Unerfahrenheit von Kindern auszunutzen.
Dieser Tage steht eine Gesetzesänderung vor dem Abschluss, die deutsche Website-Betreiber mehr beschäftigen wird, als es ihnen lieb sein dürfte. Voraussichtlich müssen sie ihre Inhalte bewerten und jeder Seite ein Mindestalter-Label verpassen.
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