Mobbing bekommt über das Internet eine neue Dimension. Üble Gerüchte, peinliche Fotos und Videos werden vor aller Augen verbreitet. Eine Cybermobbing-Studie zu Schülern gibt Aufschluss über die Attacken, Opfer, Täter und die Rolle von Eltern und Schulen.
Systematische Erniedrigungen und Ausgrenzungen im Job sind Mobing. Das hat das Arbeitsgericht Siegburg bestätigt und einem IT-Mitarbeiter 7.000 Euro Schmerzensgeld zugestanden.
Schubsen und Hänseleien auf dem Schulhof kennt jeder aus seiner Schulzeit. Heute findet Mobbing vielfach im Internet statt - eine Flucht gibt es für Kinder und Jugendliche nicht mehr.
Vor dem Landesgericht Düsseldorf musste sich eine frühere Stadtangestellte belehren lassen, dass nicht jede Kritik des Vorgesetzen eine Persönlichkeitsverletzung ist.
Zwei Studien aus der Schweiz zufolge ist Cybermobbing nicht so schlimm, wie es von der Öffentlichkeit eingeschätzt wird. Eher solle es als Fortführung des herkömmlichen Mobbings gesehen werden.
Lästern, Beleidigen und Flirten ist im Job an der Tagesordnung. Die Hemmschwelle ist besonders gering, wenn die Kommunikation nicht von Angesicht zu Angesicht erfolgt.
Mitarbeiter sollten bei der Zeiterfassung lieber nicht schummeln. Manipulationen können nämlich zur sofortigen Kündigung führen.
Mobbing am Arbeitsplatz kann einen Arbeitnehmer krank machen. Auf eine Anerkennung der Diagnose als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall dürfen Betroffene aber nicht hoffen.
In Zusammenarbeit mit klicksafe bietet Facebook eine Anwendung für alle, die sich gegen Mobbing engagieren wollen.
Jahrelang wurde Amanda Todd gehänselt – in der Schule und online. Mit 15 nahm sie sich das Leben. Ein zuvor veröffentlichtes Youtube-Video der Kanadiern wird jetzt weltweit zum Symbol gegen Cybermobbing und sogar Anonymous jagt ihren Peiniger.
Ein Gerücht auf Facebook war in den Niederlanden offenbar Anlass für einen Mord unter Teenagern. Solche extremen Fälle sind selten – Mobbing im Netz aber nicht. Opfer fühlen sich oft hilflos, wie der Berliner Psychologe Herbert Scheithauer ausführt.
Die für Bewohner der Halbinsel seit 2007 geltende Pflicht, Internet-Postings nur unter ihrem wirklichen Namen abzugeben, haben Südkoreas Verfassungshüter jetzt gekippt: Die Vorteile des Systems wögen dessen Nachteile nicht auf.
Ein Forschungsprojekt der Universität Bielefeld hat 1881 Schüler online befragt. 14 Prozent von ihnen hat angegeben, bereits Opfer von Cyberbullying geworden zu sein. Besorgniserregend sei die häufige Neigung zu Suizidgedanken unter ihnen.
Gegen Didier Lombard wurde ein offizielles Anklageverfahren eingeleitet. Er und andere Topmanager sollen 2008 und 2009 das Leben der Beschäftigten unmittelbar in Gefahr gebracht haben.
Anonyme Hasstiraden und Online-Mobbing werden offenbar ein immer größeres Problem für soziale Netzwerke und Internetplattformen. So will Twitter laut Berichten Schutzfilter einführen und Youtube erwägt, das Kommentarsystem zu überarbeiten.
Im Zuge einer Gesetzesreform soll auch die rechtliche Verfolgung von übler Nachrede im Netz einfacher werden. Provider und Webseitenbetreiber sollen bei der Identifizierung von Cybermobbern helfen.
Mobbing in der Schule findet seine Fortsetzung oft im Internet – und lässt sich dort nur schwer entfernen. Auf der Online-Plattform der Landesmedienanstalt helfen Jugendliche gleichaltrigen Betroffenen und können eigene Projekte präsentieren.
Als Zeugen von Cybermobbing bleiben viele Jugendliche nach einer Studie der TU Berlin eher passiv.
Auf einer von der Techniker Krankenkasse organisierten Tagung zum Thema Cybermobbing haben Experten gefordert, schon mit Kindern im Grundschulalter über die Gefahren von Mobbing im Internet zu sprechen.
Weil sich ein Mann bei Facebook und YouTube über Todesfälle lustig gemacht hat, wurde er von einem britischen Gericht ins Gefängnis geschickt.
Ganz am Anfang war das Internet ein friedlicher Ort, an dem sich ein paar Wissenschaftler trafen. Heute ist es ein Massenmedium. Und der Umgangston ist deutlich rauer. Professor Thomas Hoeren fordert Umdenken.
Nach einer Woche hat sich das Ultimatum von mutmaßlichen Hackern an die Betreiber der Mobbing-Website als Bluff herausgestellt.
Nach dem Hacking-Angriff lassen die Betreiber von iShareGossip über dessen Ende abstimmen - oder ist das alles nur ein Hoax?
Kein Wunder, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen steigt: Die Mehrheit der Arbeitnehmer wurde schon mal Opfer von Mobbing-Attacken. Zumindest werden Auseinandersetzungen mit Kollegen oft als absichtliche Schikane empfunden.
Die Opposition gab dem rot-roten Senat eine Mitverantwortung an eskalierendem Mobbing. In Berlin seien weder Schüler noch Lehrer oder Eltern genügend aufgeklärt und vorbereitet, um solchen Phänomenen vorzubeugen.
Krankmachendes Mobbing ist in Unternehmen an der Tagesordnung. Viele Opfer wissen nicht, wie sie sich gegen den Psycho-Terror durch Vorgesetzte oder Kollegen wehren können. Rechtsanwalt Alexander Bredereck zeigt, welche Möglichkeiten Betroffene haben.
Wer gemobbt wird, muss nicht nur um seinen Arbeitsplatz bangen, sondern auch um seine psychische Gesundheit. Wir sprachen mit Diplom-Psychologin Madeleine Leitner über ihre Erfahrungen mit Mobbing-Opfern und die Folgen der Schikane für die Psyche.
Mehr als ein Drittel aller europäischen Kinder und Jugendlichen zwischen 9 und 16 Jahren ist bereits mit Online-Risiken wie Mobbing, Datenmissbrauch, Porno-Inhalten sowie unerwünschten sexuellen Kontaktversuchen in Berührung gekommen, wie die Umfrage "EU Kids Online" ergeben hat.
Lehrer sollten Nachhilfe im Twittern, Chatten und im Umgang mit Social Networks nehmen, um Schüler besser vor Mobbing im Internet schützen zu können, sagten Experten auf einer Tagung in Hannover.
Jeder vierte jugendliche Nutzer hat Cyber-Mobbing erlebt, heißt es in der aktuellen Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest. Gleichwohl wächst die Bedeutung der Online-Communities ständig.
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