Das niederländische Parlament hat eine Änderung des nationalen Telekommunikationsgesetzes verabschiedet, die es Mobilfunkbetreibern untersagt, für einzelne Internetdienste zusätzliche Gebühren zu erheben oder sie zu blockieren.
Auf dem Medienforum in Köln erläuterte Günther Horzetzky, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium in NRW, die Pläne der Landesregierung zur Netzneutralität. Bei einem Provider riefen sie Skepsis hervor.
Der schwedische Außenminister Carl Bildt hat beim UN-Menschenrechtsrat eine Erklärung abgegeben, in der ein Bericht des Sonderbeauftragten der UN zum Schutz der Meinungsfreiheit unterstützt wird. Deutschland hat die Erklärung bislang nicht unterzeichnet.
Mehr als ein Jahr nach der ersten Sitzung kommt die Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft nicht so schnell voran wie geplant. Zwei Drittel der Arbeit liegen zur Halbzeit noch vor den Delegierten.
Die Brüsseler Regierungseinrichtung hat eine Mitteilung zur Gewährleistung des offenen Internets veröffentlicht, in der sie zusätzliche Regulierungsmaßnahmen erwägt. Zunächst sollen aber die Transparenzvorschriften aus dem Telecom-Paket greifen.
Die Länderkammer fordert umfangreiche Nachbesserungen am Regierungsentwurf zur Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG), die sich auch auf die Sicherung der Netzneutralität und den Verbraucherschutz beziehen.
Rundfunkveranstalter, Musikindustrie und GEMA, der Buchhandel und die Filmwirtschaft haben sich zusammengeschlossen, um die technisch getriebene Netzpolitik auf die Bedeutung der Inhalte auszurichten und gemeinsame Kernforderungen durchzusetzen.
Mit der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes werden EU-Richtinien zur elektronischen Kommunikation in innerstaatliches Recht umgesetzt. Der Entwurf enthält zwar einige verbraucherfreundliche Regelungen, den Kernfragen der Netzneutralität weicht er aber aus.
Das von den Republikanern dominierte US-Repräsentantenhaus hat in einer Entschließung festgehalten, dass die FCC-Regeln zum offenen Internet "keine Rechtswirkung" haben sollen.
Ein US-Berufungsgericht in Washington hat die Klagen der Netzbetreiber Verizon und MetroPCS als verfrüht abgewiesen. Die Neutralitätsauflagen der FCC seien noch nicht offiziell veröffentlicht und damit nicht in Kraft.
Gegen das Internet hat sich die klassische Telekommunikationsbranche lange gewehrt; jetzt umarmen die Ewiggestrigen es so, dass es zu ersticken droht. Offiziell wird der Abschied von der Netzneutralität heruntergespielt, doch in Wirklichkeit geht es um eine fundamentale Weichenstellung für die Informationsgesellschaft.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat ein Eckpunktepapier zu "Fragen der digitalen Welt" verabschiedet. Die Wirtschaftsvereinigung glaubt demnach, dass ein stärker Schutz von Verlegern im Netz Anreize für die Wissensproduktion geben kann.
heise Netze bietet eine deutsche Version des Netzwerk-Intensivtests Netalyzr an. Er prüft die Qualität von Internetzugängen und hilft bei der Fehlersuche.
Erstmals bricht in Deutschland ein führender TK-Manager mit dem Branchen-Konsens und spricht sich öffentlich für die Erhaltung der Netzneutralität aus.
Hätten die Netzbetreiber ihre Netze rechtzeitig geplant und aufgebaut, hätten sie also ihre eigentliche Aufgabe wahrgenommen, gäbe es keine nennenswerte Diskussion um Netzneutralität, meint der Geschäftsführer des City-Carriers wilhelm.tel.
Britische Kunden von O2 müssen sich seit Kurzem authentifizieren, wenn sie vermeintlich jugendschädliche Webseiten über das Mobilfunknetz abrufen wollen – ein System, das z.B. auch ein Einkaufsportal für frisches Gemüse sperrte.
Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, will sich mit der Branche an einen Tisch setzen und ohne gegenseitige Vorwürfe über nötige Schritte beim Breitbandausbau sprechen. "Da sind noch Hausaufgaben zu machen", sagte Kroes auf der CeBIT
SPD, Linke und Grüne wollen ein "Zwei-Klassen-Internet" verhindern und das Prinzip des offenen Internets gesetzlich festschreiben; die schwarz-gelbe Koalition sieht keinen Handlungsbedarf und warnt vor einer Scheindiskussion.
Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutierten am Donnerstag in Berlin über die Frage, ob und wie die Netzneutraliät im Gesetz zu verankern sei. Die Vize-Chefin der Bundesnetzagentur sieht keinen Handlungsbedarf.
Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) spricht sich in ihrem Jahresgutachten für eine klare Verankerung der Netzneutralität im Telekommunikationsgesetz aus.
Auf der INET-Konferenz haben Redner wie Rick Falkevinge und Andi Müller-Maguhn vor dem stärker werdenden Einfluss von Unternehmen und Regierungen auf das Internet gewarnt. Er gefährde zunehmend die freie Kommunikation im Internet.
Die Deutsche Telekom hat von der Berliner European School of Management and Technology die Möglichkeit eines nachhaltigen Internetmodells ausloten lassen. Die Autoren kritisieren ein angebliches Umgleichgewicht bei den Einnahmen im Internet.
Die Demokraten Maria Cantwell und Al Franken haben einen Gesetzesentwurf in den US-Senat eingebracht, der das offene Internet gewährleisten und eine bevorzugte Durchleitung von Inhalten oder Breitband-Diensten gegen Aufpreis untersagen will.
Eine Kommission der Landesmedienanstalten hat sich gegen eine bevorzugte Durchleitung spezieller Inhalte im Internet ausgesprochen, da sonst die vorgeschrieben Offenheit für Medienplattformen verletzt sein könnte. Dies müsse auch für den Mobilfunk gelten.
Der Betreiber von Fest- und Mobilfunknetzen zieht gegen die Leitlinien der FCC vor Gericht und argumentiert, die Regulierungsbehörde überschreite ihre Kompetenzen. Damit hatte bereits ein Kabelnetzbetreiber vor demselben Gericht punkten können.
Mit Wucht hat das Internet die Printmedien durcheinandergewirbelt. Nun droht den etablierten Verteilwegen des Fernsehens Ungemach. IPTV und Web-TV werden immer attraktiver, damit wächst das Interesse am P2P-Streaming – im nicht mehr ganz offenen Internet.
In den USA hat die Kommunikationsbehörde FCC erstmals Regelungen zur Erhaltung der Netzneutralität erlassen. Die Entscheidung ist ein Paradebeispiel für den aktuellen "Hauptsache irgendwas gemacht"-Trend.
Die Hackergemeinde diskutiert über eine einheitliche Linie zur Festschreibung der Netzneutralität. Während die Möglichkeit, "Expresspakete" im Netz zu verschicken, umstritten ist, herrscht Einigkeit, dass es eine Durchleuchtung des Datenverkehrs nicht geben darf.
Der Internet-Rechtsexperte glaubt nicht, dass das Prinzip der Datendemokratie noch lange Bestand haben wird.
Der Internet-Rechtsexperte Lawrence Lessig glaubt nicht, dass das Prinzip der Netzneutralität noch lange Bestand haben wird. Schuld sind für ihn vor allem die Regulierungsbehörden.
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