Thema

Einst sollten Erfindungen durch von Behörden verwalteten Patenten geschützt werden. Inzwischen dienen Patente hauptsächlich zweierlei: Als Wertanlage und als Mittel zur Behinderung möglicher Konkurrenten.
Der Verkauf von Patent-Paketen dient immer häufiger als Notnagel, um wieder liquide zu werden. Andere Unternehmen haben den Aufkauf von Patenten und anschließende Einforderung von Lizenzgebühren zu ihrem Geschäftsmodell erhoben (die sogenannten "Patent-Trolle").
Die ausufernde Patentierung von allem Möglichen, von Entwicklungen in Hard- und Software, von Problemlösungen, Strategien und sogar Geschäftsmodellen, einfach allem, was auch nur einen Hauch einer Chance haben könnte, anerkannt zu werden, ruft sogar in den USA Kritiker auf den Plan. Denn die Patent-Flut behindere inzwischen nicht nur Konkurrenten, sondern auch Forschung und Entwicklung, sie schade sogar dem Markt. Stattdessen verschafft sie einem Heer von Patentanwälten Lohn und Brot.
Über die Hälfte der von deutschen Erfindern und Unternehmen im vergangenen Jahr beim DPMA eingereichten Patentanträge kamen aus Bayern und Baden-Württemberg.
Der Internetkonzern hat Unternehmen dazu aufgerufen, gegenseitig Patente kostenlos zu lizenzieren und damit Patenttrollen ins Handwerk zu pfuschen. Er schlägt vier verschiedene Lizenzierungsverfahren vor.
Die im vergangenen Jahr eingeläutete Patentoffensive der Finnen stößt auf Widerstand vor Gericht: Das Landgericht Mannheim hat die Klagen von Nokia in zwei Fällen abgewiesen.
Eine Beschwerdekammer des EPA hat den Widerruf eines umstrittenen Mobilfunkpatents aufgehoben und eine neue Prüfung angeordnet. Für den Patentverwerter IPCom ist das ein Erfolg.
In mehreren vom US-Patentamt nun veröffentlichten Patentanmeldungen beschreibt der Konzern, wie Nutzer Musik, E-Books und Filme nach dem Kauf wieder loswerden könnten – potenziell gewinnbringend.
In einem britischen Gerichtsverfahren hat der Richter drei von Samsung gegen Apple ins Feld geführte standardrelevante Patente für ungültig erklärt und Samsungs Klage deshalb abgewiesen.
Der Patentverwalter MPEG LA und Google haben sich im schwelenden Streit über mögliche Patentverletzungen durch den von Googles Webvideo-Format WebM genutzten Videocodec VP8 geeinigt.
Das Europäische Patentamt hat seine Statistiken für das Jahr 2012 veröffentlicht: Deutschland liegt bei den europäischen Patentanträgen vorne, weltweit liegt die BRD nach den USA und Japan auf Platz drei. Bei den Unternehmen führt Samsung.
Apple wird nicht müde, Patente zu beantragen. 39 weitere Anträge des iPhone-Herstellers hat das US-Patentamt nun genehmigt.
Patentunklarheiten, falsche Stichtage und anfechtbare Geschworenenberechnungen säen Zweifel an der Richtigkeit der Höhe des von Samsung an Apple zu zahlenden Schadensersatzes. Richterin Lucy Koh hat nachgerechnet.
Google hat erneut das US-Patentsystem kritisiert. 60 Prozent aller Patentstreitigkeiten gingen von Trollen aus, alleine 2011 hätten US-Unternehmen 29 Milliarden US-Dollar für deren Abwehr ausgegeben. Das größte Problem seien Software-Patente.
Ein ehemaliger britischer Richter soll als Experte für Samsung vor der Internationalen Handelskommssion der USA auftreten. Er hatte 2012 die Berufung Apples gegen ein Samsung-freundliches Urteil abgelehnt.
Der Richter im Patentprozess von VirnetX gegen Apple hat die Höhe der von der Jury verhängten Strafe gegen Apple bestätigt und eine neues Verfahren abgelehnt. Die beiden Parteien sollen sich jetzt über Lizenzzahlungen einigen.
In einem von mindestens einem Dutzend Rechtstreitigkeiten hat ein Richter in Japan nun für Apple entschieden. Ein Samsung-Patent zur Übertragung von Daten betreffe nicht die von Apple verwendete Technologie.
Ein US-Unternehmen verklagt sieben IT-Konzerne, weil sie angeblich gegen ein Patent zur Verschlüsselung von Dateien verstoßen haben. Mit Microsoft gab es bereits vor fünf Jahren eine außergerichtliche Einigung.
Nikon darf jetzt Microsoft-Patente für seine Kameras mit Android-Betriebssystem nutzen. Bei den Details des Abkommens halten sich die Vertragspartner bedeckt.
Richterin Koh hat Apple und Samsung aufgegeben, den Umfang der Klagen im zweiten US-Patentprozess zu reduzieren. Es soll um maximal 25 Patentansprüche und ebenso viele Produkte gehen.
Im Verfahren um die VoiceOver-Technik hat ein Richter am Landgericht Mannheim Samsungs Ansinnen abgelehnt, Apple die Vorlese-Software für iOS zu verbieten. Samsungs Patent sei vermutlich angreifbar.
Auch Apple hat angeblich bereits Pläne für eine "connected" Armbanduhr in der Schublade. Patentanträge des Herstellers geben weitere Hinweise.
Auf Einspruch der Google-Tochter Motorola hat die International Trade Commission beschlossen, ein vorläufig für ungültig erklärtes Patent erneut zu untersuchen. Google versucht bei der ITC ein Einfuhrverbot für Apple-Geräte durchzusetzen.
Eine große Mehrheit der EU-Mitgliedsländer hat sich hinter das Übereinkommen für eine neue europäische Patentgerichtsbarkeit gestellt. Mindestens 13 Staaten müssen den Vertrag nun auch tatsächlich ratifizieren.
Der US-Präsident hat Patent-Trolle als eines der Probleme bezeichnet, die mit der jüngsten Novelle des Patentrechts noch nicht beseitigt worden seien. Bürgerrechtler drängen derweil darauf, bislang erteilte Ansprüche einzuschränken.
Im zweiten Patentstreit zwischen Apple und Samsung hat die Richterin beide Parteien aufgefordert, den Prozess bis zur Entscheidung über die Berufung im ersten Verfahren ruhenzulassen.
Der Internetkonzern reichte in den USA Klage gegen die ehemals staatliche britische Telefongesellschaft ein. Sie soll vier Patente verletzt haben, die Google von anderen Firmen erworben hat. Vorangegangen waren Patentklagen von BT gegen Google.
Oracle klagt vor dem Bezirksberufungsgericht weiter gegen Google. Von Patenten ist nicht mehr die Rede – es geht nur noch darum, ob Android Oracles Copyright an Java verletzt.
Sowohl mit dem Like-Button als auch mit der Timeline soll Facebook die Patentrechte eines 2004 verstorbenen Niederländers verletzen. Dieser hatte wohl bis zu seinem Tod an einem eigenen sozialen Netzwerk gearbeitet.
In einem Prozess zwischen Google und Microsoft, in dem es um standardrelevante Patente geht, hat der Richter mehrere Patentansprüche aus Google-Patenten für "unbestimmt" und deshalb unwirksam erklärt.
Das Bundeskabinett hat beschlossen, das Übereinkommen für eine neue europäische Patentgerichtsbarkeit zu unterzeichnen. Es stellt einen zentralen Teil zur Durchsetzung des geplanten Einheitspatents dar.
Das ist der Gipfel: Samsung und LG haben sich darauf geeinigt, ihren Patentkrieg über die Herstellung von OLED-Displays außergerichtlich beizulegen. In einem persönlichen Treffen vereinbarten Unternehmensvertreter ein Ende der Streitereien.
Maya-Systems hat mehrere Patente und Patentanträge an den iPhone-Hersteller verkauft, die eine "achsenbasierte Bedienoberfläche" abdecken.
heise online Themen