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Einst sollten Erfindungen durch von Behörden verwalteten Patenten geschützt werden. Inzwischen dienen Patente hauptsächlich zweierlei: Als Wertanlage und als Mittel zur Behinderung möglicher Konkurrenten.
Der Verkauf von Patent-Paketen dient immer häufiger als Notnagel, um wieder liquide zu werden. Andere Unternehmen haben den Aufkauf von Patenten und anschließende Einforderung von Lizenzgebühren zu ihrem Geschäftsmodell erhoben (die sogenannten "Patent-Trolle").
Die ausufernde Patentierung von allem Möglichen, von Entwicklungen in Hard- und Software, von Problemlösungen, Strategien und sogar Geschäftsmodellen, einfach allem, was auch nur einen Hauch einer Chance haben könnte, anerkannt zu werden, ruft sogar in den USA Kritiker auf den Plan. Denn die Patent-Flut behindere inzwischen nicht nur Konkurrenten, sondern auch Forschung und Entwicklung, sie schade sogar dem Markt. Stattdessen verschafft sie einem Heer von Patentanwälten Lohn und Brot.
Das auf "Entwicklung, Schutz und Monetarisierung geistigen Eigentums" spezialisierte kanadische Unternehmen WiLAN hat zahlreiche Hersteller und Anbieter von Mobiltelefonen und Notebooks in den USA wegen Patentverletzungen verklagt. Grundlage ist ein 1996 vom USPTO erteiltes Patent, das eine Technik zum Aushandeln von Frequenzsprungmustern unter Funkmodulen beschreibt.
IBM wirft den Vermarktern eines als Open Source entwickelten Mainframe-Emulators vor, eigene Patente zu verletzen. Zwei dieser Patente hatte IBM selbst zur Nutzung durch Open-Source-Projekte freigeben.
Das texanische Unternehmen EMG will seine im November 2008 eingereichte Klage erweitern, da Apple auch im nun erhältlichen iPad geschützte Techniken unerlaubt verwende.
Ein US-Bundesgericht hat die von Microsoft beantragte Wiederaufnahme des Patentstreits mit dem kleinen kanadischen Unternehmen i4i abgelehnt. Damit dürfte auch der letzte Versuch gescheitert sein, die Niederlage in dem Rechtsstreit um "Custom XML" abzuwenden.
Wenige Tage nach der Verurteilung Microsofts zu Millionenzahlungen wegen Patentverletzungen in Windows Vista ging die nächste Klage gegen den Software-Riesen bei einem US-Gericht ein.
Im Patentstreit mit Apple will sich der taiwanische Smartphone-Spezialist mit "allen rechtlichen Mitteln" verteidigen, sagte HTC-Chef Peter Chou. Apple wirft HTC vor, mit seinen Touchscreen-Smartphones zahlreiche iPhone-Patente zu verletzen.
Mehrere MPEG-2-Patentinhaber haben vor dem Landgericht Düsseldorf Patentrechtsklagen gegen Aldi und Lidl eingereicht. Beide Discounter-Ketten sollen PCs, Laptops, DVD-Player, TV-Empfänger und -Geräte verkauft haben, ohne MPEG-2-Lizenzgebühren zu zahlen.
Der texanische Patentverwerter Fenner Investments Ltd. ist endgültig mit einer Klage gegen die Unternehmen Microsoft und Nintendo wegen angeblicher Verletzungen von Schutzrechten bei der Entwicklung von Joysticks gescheitert.
Ein US-Geschworenengericht hat den Softwarekonzern wegen mutwilliger Patentverletzung in zwei Fällen zu Schadensersatz in Höhe von insgesamt 105 Millionen US-Dollar verurteilt. In den fraglichen Patenten des Kläger VirnetX geht es um VPN-Verbindungen.
US Court of Appeals for the Federal Circuit hält die Entscheidung der Vorinstanz aufrecht, nach der Microsoft wissentlich das von i4i gehaltene Patent auf "Custom XML" verletzt hat.
Das US-Patentamt hat angekündigt, die Änderungsvorschläge des Online-Händlers an seinem umstrittenen gewerblichen Schutzrecht anzunehmen und das Patent in weiten Teilen zu bestätigen.
Der ehemalige Sun-CEO schildert in seinem Weblog, wie Ansprüche von Apple und Microsoft zur Durchsetzung an geistigem Eigentum von Sun abgewehrt wurden.
Der japanische Konzern will sich eine Technik patentieren lassen, bei der eine Demoversion zunächst spielbar ist, mit zunehmender Nutzung aber zunehmend eingeschränkt wird.
Das finnische Unternehmen will sich vom US-Patentamt eine Technik schützen lassen, bei der kinetische in elektrische Energie umgewandelt und dem Akku eines mobilen Geräts zugeführt wird.
Der taiwanische Smartphone-Spezialist bestätigt die Klage des iPhone-Herstellers und weist in einer knappen Stellungnahme auf das eigene Patentportfolio hin. Beobachter gehen davon aus, dass Apple eigentlich Android im Visier hat.
Der Zivilprozess zwischen Nokia und Apple, die sich gegenseitig Patentverletzung vorwerfen, ruht bis zu einer Entscheidung der US-Handelsaufsichtsbehörde ITC, die sich parallel mit dem Streit beschäftigen muss.
Apple wirft dem taiwanischen Hersteller HTC vor, mit seinen Smartphones gegen 20 Patente von Apple verstoßen zu haben, mit denen das iPhone geschützt ist.
Der Verwaltungsrat des Europäischen Patentamtes hat den bisherigen Chef des französischen Institut National Propriété Intellectuelle (INPI), Benoit Battistelli, im vierten Anlauf an die Spitze der Münchner Behörde gewählt.
Das US-Patentamt hat ein von Facebook-Mitarbeitern (darunter Mark Zuckerberg) beantragtes Patent erteilt, in dem eine Technik zur dynamischen Benachrichtigung von Nutzeraktivitäten in einem Sozialen Netzwerk beschrieben wird.
Der US-amerikanische Dokumenten-Management-Spezialist behauptet, die beiden Unternehmen sowie die Google-Tochter YouTube nutzten unerlaubt geschützte Technik.
Der US-Softwarekonzern und der Online-Einzelhändler räumen sich gegenseitig Nutzungsrechte an geschützten Techniken ein. Außerdem zahlt Amazon an Microsoft einen nicht genannten Geldbetrag.
Der Halbleiterhersteller wirft dem japanischen Unternehmen Elpida bei der internationalen Handelskommission der USA die Verletzung von vier Patenten vor.
In einem offenen Brief an Google appelliert die Free Software Foundation an den Suchmaschinenriesen und Videoportalbetreiber, den mit der Übernahme von On2 Technologies erworbenen Videocodec VP8 freizugeben und bei YouTube einzusetzen, um Flash den "Todesstoß zu versetzen".
Die US-amerikanische International Trade Commission will der Beschwerde Kodaks nachgehen, laut der die beiden Smartphone-Anbieter Technik des Fotospezialisten unerlaubt in ihren Geräten verwenden.
Für eine Technik, die Anwendern je nach Herkunft Dokumente ganz, teilweise oder gar nicht präsentiert, hat Google in den USA ein Patent erhalten.
Nach Angabe der israelischen Firma Emblaze verletzt Microsofts "Smooth Streaming" eines ihrer Patente, das die Segmentierung von Multimedia-Inhalten in kleine Päckchen beschreibt. Im Dezember hatte Emblaze bereits Apples "HTTP Live Streaming" aufs Korn genommen.
Mit dem vom EU-Parlament in dieser Woche diskutierten Freihandelsabkommen der EU mit Südkorea könnte ein strenger Schutz von Patenten, Urheber- und Markenrecht verabschiedet werden.
Black Duck Software hat ein Patent auf die automatische Erkennung und Auflösung von Konflikten erhalten, die sich aus der Kombination von unterschiedlich lizenziertem Open-Source-Code ergeben können.
Laut einer US-Studie über Patentstreitigkeiten haben Firmen, die nur ein Patentportfolio verwalten, in den vergangenen Jahren deutlich höhere Schadensersatzzahlungen zugesprochen bekommen als Patentanwender.
Der ständige Patentausschuss der Weltorganisation für geistiges Eigentum will einen Vorschlag Brasiliens zur Einschränkung von Patentansprüchen weiter verfolgen, um einem "moralischen Stillstand" im Patentwesen zuvorzukommen.
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