Das Bundesinnenministeriums soll für 147.000 Euro Software zur Durchführung von Abhörmaßnahmen bei Elaman/Gamma eingekauft haben. Dabei sieht der Generalbundesanwalt keine ausreichende Rechtsgrundlage für den Einsatz.
Der Innenexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, und die Deutsche Polizeigewerkschaft haben nach dem Bombenanschlag an der US-Ostküste erneut die Einführung der Vorratsdatenspeicherung gefordert.
Genau wie der Generalbundesanwalt sieht auch die Bundesanwaltschaft keine bestehende Rechtsgrundlage für den Einsatz der Quellen-Telekommunikationsüberwachung mittels Staatstrojaner. Beide widersprechen damit der Bundesregierung.
Bis die selbstentwickelte Software zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung fertig ist, greift das BKA offenbar auf externe Kompetenz zu: Laut vertraulichen Unterlagen wurden Produkte der Firma Gamma (Finfisher/Finspy) angeschafft.
Der Chaos Computer Club (CCC) sieht mit Berichten von Datenschützern zur Quellen-TKÜ seine schlimmsten Befürchtungen rund um das Ausforschen von Rechnern bestätigt. Die ausgelöste Debatte gehe aber in die richtige Richtung.
André Schröder, Fraktionsvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt bekräftigte in einer Mitteilung den Willen, das umstrittene, geplante Polizeigesetz einzuführen, räumte aber die Möglichkeit zu Änderungen ein.
Die Abschaltung von Handynetzen soll künftig im Polizeigesetz von Sachsen-Anhalt genau geregelt werden. Bei Geiselnahmen sollen die Systeme ausgeschaltet werden können – bei Demonstrationen nicht.
Harald Range, Chefankläger beim Bundesgerichtshof, sieht derzeit keine ausreichende Rechtsgrundlage für das Abhören von Internet-Telefonie mithilfe der Quellen-Telekommunikationsüberwachung.
Beim Dienstsitz der Strafverfolgungsbehörde in Köln sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt für zwei Jahre zwei Stellen mit dem Aufgabenschwerpunkt Quellen-Telekommunikationsüberwachung zu besetzen.
Die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag beleuchtet, wie Länder- und Bundesbehörden bei der Entwicklung von Abhörmethoden und -technik zusammenarbeiten.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte wollte den Trojaner zur Quellen-TKÜ durch staatliche Stellen in Augenschein nehmen - bekam den Programmcode aber nie zu Gesicht, wie der CCC berichtet. Schaar bekräftigte seine massive Kritik an dem Staatstrojaner.
Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri hat "Trojaner-Gesetze" in Bund und Ländern gefordert. Das Münchner Innenministerium lehnt dies entschieden ab und will weiter abhören wie bisher. In Berlin sind die Reaktionen verhaltener.
Ozapftis: Die bayerischen Strafverfolgungsbehörden haben im Zeitraum von 2008 bis 2011 in 23 Fällen nach richterlicher Anordnung eine Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) mit Trojaner-Software der Firma Digitask durchgeführt.
Die Innenministerkonferenz hat sich auf die Einrichtung eines Kompetenzzentrums zur Bekämpfung der Internetkriminalität geeinigt. Es soll auch den Rahmen für eine Überwachungs-Software ausarbeiten.
Der bayerische Innenminister habe ihn um eine Prüfung aller Fälle ersucht, in denen ein Trojaner auf den Rechner von Verdächtigen aufgespielt worden war, sagte Landesdatenschützer Thomas Petri.
Die SPD will eine Änderung der Strafprozessordnung vorschlagen, sodass der umstrittene Trojanereinsatz für die sogenannte Quellen-TKÜ unter engen Bedingungen erlaubt wird. Politiker anderer Oppositionsparteien sind kritisch.
Das Parlament hat mit den Stimmen von Schwarz-Gelb und der SPD einen Antrag der Linken abgelehnt, mit dem die Befugnis des Bundeskriminalamts zu heimlichen Online-Durchsuchungen aufgehoben werden sollte.
Nach einer ausgiebigen Analyse einer neueren Staatstrojaner-Versionen kommt der CCC zu dem Schluss, dass eine rechtskonforme Erhebung von Beweismitteln auf diesem Weg prinzipbedingt nicht möglich sei.
Das Innenministerium von Sachsen-Anhalt hat in der Diskussion um Bundes- und Landestrojaner defensiv Stellung bezogen: Software zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung stelle ein unverzichtbares Instrument dar, um Straftaten aufzuklären und zu verhüten.
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) kündigte die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für die sogenannte Quellen-TKÜ beim Bundeskriminalamt (BKA) an.
Ein TÜV für den Trojaner? Die Innenminister von Bund und Ländern wollen über strengere Kontrollen für staatliche Schnüffel-Software sprechen. Es könnte aber schon weit vor dem Einsatz zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein: bei der Auftragsvergabe.
Politiker fast aller Fraktionen sahen m Parlament das Vertrauen in den Staat durch Trojanereinsätze erschüttert - zumal den Ermittlern der Quellcode der eingesetzten Software bislang nicht vorliegt.
Zahlen des Nachrichtenmagazins Spiegel zufolge haben verschiedene Behörden in den vergangenen Jahren mehr als 50 mal auf Trojaner zur Bürgerausspähung zurückgegriffen. Die Bundesjustizministerin fordert eine Sonderkonferenz zum Thema.
Während der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion Hans-Peter Uhl in der Debatte um die aufgedeckte Spionagesoftware vor "Hysterie" warnt, verteidigt Innenminister Hans-Peter Friedrich den Trojaner-Einsatz und kritisiert den CCC scharf.
Während der niedersächsische Innenminister bekanntgab, das Bundesland habe bereits den Lieferanten für die staatliche Spionagesoftware ausgewechselt, geht die Debatte um juristische und politische Konsequenzen aus der Entdeckung der Staatstrojaner weiter.
Die Programmierer des Staatstrojaners stehen schon seit geraumer Zeit in der Kritik. Bürgerrechtler reiben sich am Produktportfolio, der CCC stellt die technische Qualität der Schnüffelsoftware in Frage. Die Firma weist Kritik an ihrer Arbeit zurück.
Der Deutsche Richterbund und die Gewerkschaft der Polizei machen sich für eine rasche Neuauflage der Protokollierung von Nutzerspuren stark. Generalbundesanwältin Monika Harms will darüber hinaus erweiterte Befugnisse für Online-Durchsuchungen.
Die FDP-Bundestagsfraktion hat Eckpunkte zur Verbesserung der Kriminalitätsbekämpfung im Internet verabschiedet. Weiter ausgebaut haben die Liberalen darin auch ihre Position zum "Löschen statt Sperren" von Kinderpornographie im Internet; Online-Durchsuchung und Quellen-TKÜ lehnt die FDP ab.
Der Bundesinnenminister hat ein umfangreiches neues Paket zur inneren Sicherheit geschnürt. Er fordert demnach erweiterte Befugnisse zum Einsatz des Bundestrojaners und der Quellen-TKÜ sowie Ausdehnung der Anti-Terror-Paragraphen.
Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat am Donnerstag in Mainz den Entwurf zur Novellierung des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG) verabschiedet. In der POG-Neufassung werden unter anderem die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung und die Online-Durchsuchung verankert.
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