Jüngste Fälschungen von Sicherheitszertifikaten für Internetseiten zeigen: Die gängigen Schutzmechanismen für den Geschäftsverkehr im Web reichen nicht aus – Firmen müssen sensible Daten besonders sichern.
Ein Dienst der Forschungsgruppe DCSec der Uni Hannover zeigt, welche Kryptoverfahren die Browser bevorzugen. Das Ergebnis: Keiner mag RC4 - trotzdem machen es alle.
Der vorgestellte Angriff auf das häufig eingesetzte Verschlüsselungsverfahren RC4 ist zwar noch nicht wirklich praktikabel, erschüttert aber das Fundament für sichere Internet-Verbindungen.
Heute mit: der bewegten Vergangenheit von SSL/TLS, einem UPnP-Exploit, analogem Rauschen, einem Blick hinter die Jailbreak-Kulissen, einem Gratis-Schmöker und Erinnerungen an den Internet Explorer 6.
Die gerade veröffentlichte, stabile Version 2.3.0 der SSL-VPN-Software OpenVPN beherrscht nun vollständig das Internet Protocol Version 6 (IPv6).
Zwei für Kunden ausgestellte SSL-Zertifikate eigneten sich dazu, Zertifikate für beliebige Domains auszustellen. Mit einem der beiden wurde ein Wildcard-Zertifikat für Google.com erzeugt.
Nach den Vorfällen um den Zertifikats-Anbieter Diginotar plant die EU-Kommission durch eine Regulierung das Vertrauen in die Verschlüsselung wieder herzustellen. Doch die Regelung greife viel zu kurz, meint der Forscher Axel Arnbak auf dem 29C3.
Eine neue Cross-Site-Scripting-Lücke (XSS) bei Yahoo ist für sich genommen nichts Ungewöhnliches, doch fehlendes HTTPS und eine Fülle an XSS-Lücken lassen aufhorchen: Yahoo fällt in Sachen Sicherheit gegenüber der Konkurrenz zurück.
Das neue RFC 6797 beschreibt die HTTPS-Sicherung HTTP Strict Transport Security (HSTS), das Angriffe auf verschlüsselte HTTP-Verbindungen erschwert. Gegen einige der im RFC beschriebenen Attacken braucht es aber trotz HSTS noch weitere Maßnahmen.
Twitter, Gmail und Hotmail haben es vorgemacht, Facebook folgt jetzt: HTTPS wird Standard.
Mit einer seit Jahren bekannten Angriffstechnik kann man die SSL-Verschlüsselung im Browser austricksen. Wie eine Untersuchung zeigt, setzt kaum jemand den ebenfalls bekannten Schutzmechanismus ein. Auch unterstützen diesen nicht alle aktuellen Browser.
Mit Version 1.5 hat PortSwigger seinem kostenlosen Netzwerkanalyse-Werkzeugkasten einige neue Tricks beigebracht, die bislang nur die kostenpflichtige Version kannte.
Amerikanische Forscher haben bei vielen Programmen mit Verschlüsselung Schwachstellen ausgemacht, die die übertragenen Daten massiv gefährden. Verantwortlich dafür seien vor allem schlechte Bibliotheken.
Bei zu vielen Apps konnten Forscher die Verschlüsselung des Netzwerkverkehrs knacken und erbeuteten dabei unter anderem Bank- und Kreditkartendaten.
Experten haben ein Problem bei der im Web üblichen SSL-Verschlüsselung ausgemacht, das auftritt, wenn der Inhalt zuvor komprimiert wurde. Zum Glück haben die betroffenen Browser-Hersteller bereits reagiert.
Die neue Version des Burp-Proxies enthält vor allem einen Workaround für ein Problem, das bislang das Analysieren von verschlüsselten SSL-Verbindungen von Android-Handys verhinderte.
Ein unabhängiges Projekt bereitet den sicherheitstechnischen Zustand der wichtigsten Websites im Netz grafisch auf. Das soll die Aufmerksamkeit von Entwicklern erhöhen und so zu sichereren SSL-Implementierungen führen.
Wenn der Browser beim Besuch der HTTPS-Ausgabe von Google oder Facebook eine Zertifikatswarnung anzeigt, ist das nicht zwangsläufig die Folge eines Angriffs.
Nach einer mehrmonatigen Versuchsphase in den USA schaltet Google nun nach und nach SSL-Verschlüsselung für die Suche in allen seinen weltweiten Domains ein. Voreingestellt ist die Funktion jedoch nur für angemeldete Nutzer.
HTTPS Everywhere forciert jetzt auch unter Google Chrome verschlüsselte Verbindungen, sofern der Webserver sie anbietet.
Die Mozilla Foundation verlangt von Certification Authorities, alle für Dritte ausgestellten CA-Unterzertifikate zurückzuziehen, die zum Abhören verschlüsselter Verbindungen benutzt werden können.
Ein Team von Krypto-Spezialisten hat über 10 Millionen Public Keys untersucht und bei einigen der eingesammelten X.509-Zertifikate ernsthafte Probleme entdeckt; über 12.000 ließen sich sogar einfach knacken.
Ab sofort aktiviert Twitter die im März 2011 eingeführte Option "Nur HTTPS" standardmäßig für alle Nutzer. Damit werden Daten zwischen Browser und Twitter-Server SSL-verschlüsselt übertragen
Wer im Iran E-Mails oder Webseiten von ausländischen Servern laden will, muss derzeit unsichere, abhörbare Verbindungen nutzen. Verschlüsselung mit SSL/TLS oder das anonymisierende Tor-Netzwerk lässt der Staat diversen Berichten zufolge stören.
Der Webserver Personal Net 0.9 von cFos führt Javascript-Programme aus, verschlüsselt die Übertragung per SSL und versteht IPv6.
Wegen des von Trustwave ausgestellten Schnüffel-Zertifikats fordert ein Bug-Report nun die Entfernung des Herausgeber-Zertifikats aus allen Mozilla-Produkten.
Der Zertifikatsherausgeber Trustwave hat einer Firma ein CA-Zertifikat ausgestellt, mit dem sich diese selbst Zertifikate für beliebige Server wie Google ausstellen konnte, um damit den verschlüsselten Datenverkehr ihrer Mitarbeiter zu überwachen.
Weil sie ohnehin nicht richtig funktionieren will Google die Online-Checks auf Gültigkeit von SSL-Zertifikaten in Chrome demnächst abschalten.
Vor dem Potential für eine internationale Krise warnt der Leiter des Computernotfallteams des Bundes, während ein Vertreter der Zertifikatsherausgeber die neuen Minimalanforderungen präsentiert.
Wer Netzwerkbegrenzungen umgehen will, kann dafür Protokolle nutzen, die immer zur Verfügung stehen – etwa HTTPS. Ein SSL-Tunnel verbindet sich so zu einem speziell konfigurierten Apache-Webserver, der als externer Proxy Anfragen annimmt.
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