Der Patentverwalter MPEG LA und Google haben sich im schwelenden Streit über mögliche Patentverletzungen durch den von Googles Webvideo-Format WebM genutzten Videocodec VP8 geeinigt.
Nach einem Aufruf des MPEG-LA-Konsortiums im Februar haben sich mehrere Unternehmen gemeldet, die glauben, dass WebM gegen von ihnen gehaltene Patente verstößt.
Google, Matroska und die Xiph.Org Foundation haben ein Kreuzlizenzierungsabkommen für WebM zur Bildung eines freien Patentpools ins Leben gerufen, um sich gegen etwaige Patentklagen zur Wehr zu setzen.
Wie versprochen hat Google die Vorabversion einer Software-Komponente veröffentlicht, mit deren Hilfe der just erschienene Internet Explorer 9 HTML5-Videos auch im offenen VP8/WebM-Format abspielen kann.
Das WebM Project hat eine neue Version des VP8-Entwicklungskits für das freie Webvideoformat VP8 veröffentlicht. Das "Bali" genannte Release soll bessere Kodier-Performance bei gleichzeitig gesteigerter Videoqualität liefern.
Nach Untersuchungen der Videosuchmaschine MeFeedia werden inzwischen fast zwei Drittel aller Videos in einem HTML5-tauglichen Format ausgeliefert.
Um die Spezifikation des designierten Webvideo-Standards WebM einer breiteren Masse zugänglich zu machen, haben Googles Codec-Entwickler den "VP8 Data Format and Decoding Guide" als Internet Draft bei der Internet Engineering Task Force veröffentlicht.
Die quelloffene Multimedia-Framework FFmpeg 0.6 "Works with HTML5" unterstützt zahlreiche neue Audio/Video-Codecs inklusive des von Google im Rahmen des Open Web Media Project veröffentlichten VP8/WebM-Formats.
Google hat die Entwicklerversion 6.0.422.0 seines Webbrowsers Chrome veröffentlicht. Sie unterstützt nun das jüngst von Google gemeinsam mit Mozilla, Opera und 40 weiteren Firmen als Web-Videostandard für HTML5 vorgeschlagene VP8/WebM-Format.
Google wird gerne als Beispiel angeführt, wie ein Unternehmen gleichzeitig Nutznießer und Unterstützer von Open Source sein kann. Trotzdem gibt es immer wieder Spannungen mit anderen Akteuren der Open-Source-Community.
Erst kürzlich verkündete Microsofts General Manager für den Internet Explorer, Dean Hachamovitch, dass der kommende Internet Explorer nur H.264 als Format zur Wiedergabe von HTML5-Video nutzen werde. Doch nun will auch Microsoft Googles VP8/WebM unterstützen und ebnet so möglicherweise den Weg für offene Medienformate im Web.
Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz Google I/O stellte Google den jüngst erworbenen Videocodec VP8 unter Open-Source-Lizenz. Google enthüllte zudem zusammen mit Mozilla, Opera und 40 weiteren Unternehmen (unter anderem Adobe, ARM, AMD, Nvidia) das "Open Web Media Project" (WebM), das VP8 nebst Ogg Vorbis als Standard-Codecs für das Web etablieren soll.
In dem Moment, als Google den Videospezialisten On2 Technologies und damit auch dessen letzte Codec-Kreation VP8 übernahm, wurden Forderungen laut, Google solle den Codec für den allgemeinen Gebrauch freigeben. Nun scheint Google dem Wunsch tatsächlich zu entsprechen.
In einem offenen Brief an Google appelliert die Free Software Foundation an den Suchmaschinenriesen und Videoportalbetreiber, den mit der Übernahme von On2 Technologies erworbenen Videocodec VP8 freizugeben und bei YouTube einzusetzen, um Flash den "Todesstoß zu versetzen".
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